Kreuzstraße 32 (Bad Neuenahr-Ahrweiler)

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Bad Neuenahr - Heinz Grates (1108).jpg

Das Haus aus an der Kreuzstraße 32, ein Gründerzeit-Bau, wurde im Jahr 1905 im Auftrag von J. Maxrath und P. Vos von dem Bonner Architekten Carl Edler als Gäste- und Wohnhaus gebaut. Anschließend beherbergte anschließend es eine kleine Pension. Im aufstrebenden Heilbad wurden nämlich nicht nur repräsentative Hotelbauten gebraucht, sondern es waren auch kleinere Gästehäuser mit privatem Charakter in Mode.


Standort[Bearbeiten]

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Eigentümer[Bearbeiten]

Hubert Rieck

Chronik[Bearbeiten]

Das Gebäude ist typisch für die historische Architektur von Bad Neuenahr. Deshalb steht er seit Anfang der 1980er-Jahre unter Denkmalschutz. In dem Gebäude befinden sich heute noch die ursprünglichen aus Pechkiefer gezimmerten Fenster. Die Fassade, eine Mischung aus barocken und klassizistischen Formelementen, erzählt vom Bauboom im jungen Heilbad Neuenahr. Gekrönt wird sie von einem Zeltdach mit Biberschwanzziegeln. Die Eingangstür stammt von einem 1905 in Ahrweiler im gleichen Stil erbauten Haus. Der Flur hat einen Terrazzoboden.

In den 1930er Jahren ließ Fritz Cahn zum Garten hin einen Tuffstein-Anbau anbauen. Cahn wurde während der Nazizeit nach Theresienstadt deportiert, wo er starb.

Ende der 1930er- bis Anfang der 1940er-Jahre führte das jüdische Ehepaar Friedrich und Helga Elkan in dem Gebäude 32 eine Pension für jüdische Gäste. Von den drei Kindern des Paares überlebte ledigich Erich Elkan die nationalsozialistischen Vernichtungslager.

Nach 1945 kam dort Käthe Ostermann unter, die in Köln ausgebombte zweite Ehefrau des Sängers Willi Ostermann. 1959 kauften die Eltern von Hubert Rieck das Haus. Zu diesem Zweck fuhren sie zu der jüdischen Anwältin der in New York lebenden Erbin nach Essen.[1]

Weblink[Bearbeiten]

Wikipedia: Gründerzeit

Fußnoten