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Marienkapelle Brohl

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Die kleine Marienkapelle an der Ecke Lützinger Straße/Braunsbergweg in Brohl ...


Das Innere der Kapelle vor der Sanierung.
Das Bodenmosaik vor der Sanierung.

Standort

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Geschichte

Das genaue Alter des Heiligenhäuschens ist unbekannt. Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1856; aber mit Sicherheit stand bereits zuvor an gleicher Stelle ein älteres Heiligenhäuschen. Mit dem Neubau im Jahr 1856 wurden eine alte Linde gefällt und die drei junge Linden gepflanzt, von denen zwei im Jahr 2006 dem Wirbelsturm zum Opfer fielen. Der Stamm der 1856 gefällten Linde wurde für elf Taler an den Brohler Stein- und Traßhändler Dominicus Zervas verkauft. Der Erlös war als Grundstock für den Bau des neuen Kapellchens gedacht. Da der Bau jedoch 27 Taler und 24 Silbergroschen kostete, wurde in Brohl Geld gesammelt. Bis in die 1920er-Jahre hinein war die Kapelle eine von mehreren Stationen, die die Gläubigen von Brohl bei Prozessionen und bei Bittgängen, beispielsweise bei den sogenannten „sieben Fußfällen“ bei Trauerfälles, passierten.[1]

Seit 1985 steht das Kapellchen unter Denkmalschutz.

Zwei der drei 1856 gepflanzten Linden fielen dem Tornade, der am 21. August 2006 eine Schneise der Verwüstung durch Brohl zog, zum Opfer.

Im Jahr 2009 wurde die Kapelle einer Grundrenovierung unterzogen. Dabei ist die letzte der drei Linden gefällt worden, die unmittelbar neben der Kapelle wuchsen und die für immer stärkere Bauschäden gesorgt hatten. Die Initiative zur Sanierung ging vom Beirat der Karl und Maria Winkelhaus-Stiftung aus. Weil die Kapelle unter Denkmalschutz steht, mussten bei der Renovierung denkmalschutzrechtliche Auflagen eingehalten werden. Die Sanierung wurde deshalb zusammen mit der Kunsthistorikerin Christiane Hicking und in Abstimmung mit dem Denkmalamt geplant und ausgeführt. Landschaftspflegerische und bauliche Gewerke wurden an regionale Handwerksbetriebe vergeben. Die Renovierungskosten in Höhe von rund 30.000 Euro trug die Karl und Maria Winkelhaus-Stiftung in voller Höhe. Darüber hinaus wurden Arbeiten ehrenamtlich ausgeführt. Gerd Leuther vom örtlichen Bauhof sanierte den Mosaik-Fußboden. Am Freitag, 14. August 2009, dem Tag vor Maria Himmelfahrt, wurde die Kapelle im Rahmen einer Marien-Andacht wieder eingeweiht. Dabei wurde auch eine neue Linde gepflanzt.

Ausstattung

Auffällig ist der bunte Mosaikfußboden des Kapellchens. An den Innenwänden hängen zahlreiche Danktäfelchen als Zeichen dafür, dass die Gebete der Gläubigen der im Kapellchen stehenden Schmwerzensmutter erhört wurden.

Eigentümerin

Die Kapelle gehört heute der Gemeinde Brohl-Lützing und wird von Nachbarn gepflegt.

Siehe auch

St. Maria

Mediografie

Werner Fußhöller: Die Marien-Kapelle am Braunsbergweg in Brohl. Ein Zeugnis der Volksfrömmigkeit, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2015, Seiten 120-122

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 25. Oktober 2012