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Projekt „Xtern – Virtuelle Werkstatt“

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Im November 2019 besuchten haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mehrgenerationenhaus im Kreis Ahrweiler/Hauses der Familie in Bad Neuenahr die Caritas-Werkstätte „St. Elisabeth“ Sinzig, um dort mehr über das Projekt „Xtern – Virtuelle Werkstatt“ zu erfahren.

Das Projekt „Xtern – Virtuelle Werkstatt“ will mehr Arbeitnehmer mit Behinderung außerhalb der Caritas-Werkstätten in Unternehmen der Region vermitteln. Trägerin ist die St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe GmbH. Das Projekt ist an allen Standorten der Werkstätten in Sinzig, Mayen, Cochem, Polch und Ulmen seit Anfang 2011 angesiedelt.[1]


Ansprechpartner

Doris Hein und Michael Molitor (Fachkraft für berufliche Bildung und leitender Integrationsassistent)

Sonstiges

Beschäftigten, die nicht immer in den Caritas-Werkstätten arbeiten wollten, sondern in ein Praktikum in einem externen Betrieb vermittelt werden möchten, werden im Rahmen des Projekts ihren Neigungen entsprechend gefördert. Arbeitsstellen aus den folgenden Bereichen kommen dabei in Betracht: bei einer Spedition im Lager, in der Wäscherei und Textilpflege, in einem landwirtschaftlichen Betrieb, als Hausmeister, im Gartenbau und der Mosterei, im Lebensmittelmarkt oder in der Verwaltung. Im Kreis Ahrweiler sind es im Mai 2011 vier Plätze: im CAP-Markt Sinzig, im Land- und forstwirtschaftlichen Hof Blasweiler, bei der P.A. Jansen GmbH u. Co. KG Ahrweiler und in der Verwaltung des Diakonischen Werks Ahrweiler. An jedem Standort wird ein Integrationsassistent eingesetzt, der Beschäftigte und Arbeitgeber begleitet.

Xtern ist stufenförmig aufgebaut:

  1. Nach einem Testverfahren in der Werkstatt besucht der zuständige Integrationsassistent den Beschäftigten in einer dreimonatigen Eingangsphase bedarfsorientiert am Arbeitsplatz.
  2. In der vierten Woche beginnt die Praktikumsphase in den Kooperationsbetrieben, die wohnortnah ausgesucht werden.
  3. Ein einjähriger Berufsbildungsbereich Grundkurs schließt sich an. In dieser Zeit wird in verschiedenen Praktika ein geeigneter Arbeitsplatz gesucht, eine Qualifizierung wie ein Traktorführerschein wird vom Behinderten erworben.
  4. Nun folgt der Einsatz in Unternehmen. Die Dauer richtet sich nach dem Bewilligungszeitraum des jeweiligen Kostenträgers. Eine Übernahme in den Betrieb steht bei den Qualifizierungsmaßnahmen im Vordergrund.

Die Beschäftigten haben die Möglichkeit, jederzeit in die Werkstätten zurückkehren zu können. Auch um diese Sicherheit zu finanzieren, werden 30 Prozent des jeweiligen Gehaltes, das die Beschäftigten verdienen, von den Werkstätten einbehalten. Die übrigen 70 Prozent werden an die Arbeitenden ausgezahlt.

Mediografie

Bettina Hauptmann/Doris Hein: Mehr Arbeitnehmer mit Behinderung in Unternehmen der Region. Die Caritas Werkstätten XTERN integrieren in den allgemeinen Arbeitsmarkt, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2012, S. 36

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 31. Mai 2011