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Villa Rustica Weibern

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Im heutigen Landschaftspark Talaue Weibern stand zu römischer Zeit eine Villa Rustica, also ein Landgut, zu dem ein Wohnhaus und mehrere Wirtschaftsgebäude gehörten. Die Anlage war von ihren Ausmaßen her größer als die Römervilla am Silberberg in Ahrweiler.


Chronik

Es gab Vermutungen, Überlieferungen und einzelne Funde, die den Schluss zuließen, dass es in der Talaue einmal eine römische Siedlung gab. Studenten und Dozenten des Archäologischen Instituts der Universität Köln führten dann von Oktober 2013 bis Juni 2014 auf Initative der Heimatfreunde Weibern in der Talaue drei Prospektionskampagnen durch bei denen sie rund 51.300 Quadratmeter Fläche erfassten. Dabei erkundeten sie den Untergrund mit Hilfe eines Georadars bis zu einer Tiefe von drei Metern. Die Rhein-Zeitung berichtete:

Es sind eindeutig Mauerstrukturen erkennbar geworden. Fünf Bauwerke konnten anhand ihrer Fundamente identifiziert werden: ein Haupt- oder Wohngebäude mit Binnengliederung, ein Wirtschaftsgebäude und Speicherbauten. Dazu eine äußere Umfassungsmauer. Alles deutet auf das Vorhandensein einer Streuhofanlage hin, welche die Römer nicht nach einem bestimmten Muster anlegten, sondern nach den vorhandenen Gegebenheiten wie Topografie oder Wasservorkommen. Die Villa Rustica ist ein bäuerlicher Betrieb, also ein Landgut, zu dem ein Wohnhaus und mehrere Wirtschaftsgebäude gehören. Diese Wirtschaftsgebäude waren Scheunen, Ställe, Speicher und Remisen für Wagen und Geräte. Außerdem gehörten zu dem Gehöft noch Felder, Weiden, eventuell Wälder zur Holzgewinnung und Gewässer.[1]

Wie lange wie viele Leute in der Hofanlage lebten, ob sie lediglich Landwirtschaft betrieben oder auch Handwerker waren, darüber konnten die Archäologen keine Angaben machen.

Siehe auch

Portal "Römer an Rhein und Ahr"

Fußnoten

  1. Quelle: Hans-Josef Schneider: Studenten finden römische Villa - In einer Talaue bei Weibern schlummern die Überreste eines römischen Landguts, in: Rhein-Zeitung vom 19. Dezember 2014