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Heimatfreunde Weibern

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Die Heimatfreunde Weibern verstehen sich als Interessengemeinschaft, aber nicht als Verein, die das Dorf Weibern aus unterschiedlichen Blickwinkeln in seiner historischen Entwicklung betrachten möchte. Seit 2008 trifft sich die Gruppe einmal monatlich zu einer lockeren Stammtischrunde ohne feste Tagesordnung. Im September 2010 bestand die Gruppe aus zehn Männern und zwei Frauen – gebürtige Weiberner, Zugezogene und ein Auswärtiger. Sie wollen sich „in erster Linie und möglichst in Weiberner Platt über Menschen und Ereignisse unterhalten, die bisher nicht niedergeschrieben sind“, berichtete die Rhein-Zeitung am 7. September 2010. Auf Initiative der Heimatfreunde führten Studenten und Dozenten des Archäologischen Instituts der Universität Köln von Oktober 2013 bis Juni 2014 in der Talaue Weibern drei Prospektionskampagnen durch, bei denen sie rund 51.300 Quadratmeter Fläche erfassten und auf Reste einer Villa Rustica stießen.[1]


Kontakt

E-Mail heimatfreunde-weibern@t-online.de

Chronik

Im November 2006 trafen sich einige Frauen und Männer mit Interesse an der Geschichte von Weibern im Büro der Firma Augel in Weibern, um über die Bildung einer Gruppe zu beraten, die sich der Familienforschung und dem Dorfgeschehen widmen sollte. Die Initiatoren fanden anschließend Unterstützung durch andere Weiberner, die sich durch diese Themen angesprochen fühlten. 2008 gab sich die Initiative den Namen „Heimatfreunde Weibern“. Seitdem treffen sich die Mitglieder an jedem letzten Freitag im Monat, meistens in der Eifelstube.[2]

Mitglieder waren zunächst:

Im Dezember 2016 veröffentlichten die Heimatfreunde ihr fünftes Buch. Titel: Geschäfte, Handwerker und Unternehmer des Dorfes Weibern. Autoren waren die Heimat- und Ahnenforscherin Christiane Hoss und Gisela Klapperich, die ehemalige Leiterin der Grundschule Weibern. Unterstützt wurden die beiden Frauen von Bernhard Klapperich und weiteren Mitautoren.[3]

Im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft belegten die Heimatfreunde im Jahr 2017 einen mit 1500 Euro dotierten ersten Platz. In der Begründung hieß es:

Im Jahr 2006 gründete sich diese Initiative mit dem Gedanken, das Leben, Wirken und Arbeiten der Vorfahren auch den jungen Menschen und nachfolgenden Generationen nahezubringen. Eine modern gestaltete Internetseite mit vielen Fotos zeigt, dass Tradition und Moderne sehr gut zusammenpassen. Dem Band 2 von Weiwene Verzellschje ist eine CD beigelegt, auf der die Originaltexte von den jeweiligen Autoren zu Gehör gebracht werden. In der Pipeline befindet sich die fantastische Geschichte von einem in Weibern gestrandeten Ballon aus Paris.

Am 19. Oktober 2017 beschlossen elf Gründungsmitglieder, den informellen Zusammenschluss in einen eingetragenen Verein zu verwandeln. Sie beschlossen eine vorbereitete Satzung und definierten den Vereinszweck. Der sei, wie die Rhein-Zeitung berichtete, „die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde durch die Erforschung der Dorf- und Familiengeschichte, deren weitere Bearbeitung und Verbreitung durch Veröffentlichungen, Vorträge und Projekte sowie die Archivierung von historischen Publikationen in Wort, Bild und Ton.“ Bernhard Klapperich wurde zum Vorsitzenden gewählt, Hans-Peter Scharmann, bis dahin Sprecher und Schriftführer, zum stellvertretenden Vorsitzenden, Heinz-Udo König Schatzmeister. Ein Schriftführer solle nur bei Bedarf benannt werden; bei der Gründungsversammlung führte Inge Hilger-Casper Protokoll. Weitere Gründungsmitglieder waren: Christiane Hoss, Gisela Klapperich, Willi Klapperich, Manfred Dahm, Alfred Kaltz und Heinz-Peter Degen sowie Dr. Rolf Minhorst, Gottfried Ackermann, Uwe Kruse und Rudolf Reinhardt. Ortsbürgermeister Peter Josef Schmitz bot dem Verein eine Zusammenarbeit mit der Kommune an. „Ich könnte mir vorstellen, dass es zu einer dauerhaften Kooperation mit dem Fremdenverkehrsausschuss kommt“, sagte er. Ein Mitgliedsbeitrag sollte auf Beschluss der Mitgliederversammlung zunächst nicht erhoben werden. Der Vorstand erhielt den Auftrag, die Eintragung des Vereins ins Vereinsregister und die Anerkennung als gemeinnütziger Verein zu beantragen.[4]

Unter dem Namen „Heimatgeschichten“ geben die Heimatfreunde eine neue Schriftenreihe heraus, wie die Rhein-Zeitung am 31. August 2019 berichtete. In unregelmäßigen Abständen sollen heimatgeschichtliche Themen aufgegriffen und veröffentlicht werden. In der Erstausgabe Das Weiberner Heiligenhäuschen über die Marienkapelle an der Geisley hat Heinz-Peter Degen seine Recherchen über das sakrale Bauwerk auf 25 Seiten niedergeschrieben.

Veröffentlichungen

  1. Christiane Hoss/ Dr. Rolf Minhorst: Gemeinde-Karte von Weibern: Die Namen der Fluren und Flurstücke der Gemarkung Weibern, August 2013
  2. Christiane Hoss/ Dr. Franz Hilger: Weiberner und Waberner Dorfnamen - Herkunft und Bedeutung, Januar 2014
  3. Christiane Hoss: Weiwener Platt on düt on dat, Dezember 2014
  4. Rudolf Reinhardt: Weiwene Verzellschje, April 2016
  5. Christiane Hoss/Gisela Klapperich/Bernhard Klapperich u.a.: Geschäfte, Handwerker, Unternehmer des Dorfes Weibern und Wabern, Dezember 2016
  6. Heimatfreunde Weibern e.V. (Hrsg.): Weiwene Verzellschje Band II mit Audio CD, Dezember 2017

Siehe auch

Portal „Heimatkunde & Regionalgeschichte im Kreis Ahrweiler“

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Hans-Josef Schneider: Studenten finden römische Villa - In einer Talaue bei Weibern schlummern die Überreste eines römischen Landguts, in: Rhein-Zeitung vom 19. Dezember 2014
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 13. Dezember 2016
  3. Quelle: Rhein-Zeitung vom 13. Dezember 2016
  4. Quelle: Hans-Josef Schneider: Heimatfreunde: Vom Stammtisch ins Vereinsregister – Weiberner Geschichtsforscher vollziehen bedeutsamen Schritt, in: Rhein-Zeitung vom 28. Oktober 2017