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Wilhelmstraße 34 (Bad Neuenahr-Ahrweiler)

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Wilhelmstraße (15).jpg
Ist-Zustand
Wie es sein könnte I

Das Anfang 2020 abgebrochene Haus an der Wilhelmstraße 34 wurde in den 1890er Jahren gebaut. Im Jahr 1926 befand es sich im Besitz des Kaufmanns Phillip Huster, heutige Eigentümerin ist die Kreisverwaltung Ahrweiler.


Standort

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Baubeschreibung[1]

Der dreiachsige Bau besteht aus zwei Vollgeschossen und einem Attikageschoss. Das Erdgeschoss ist rustiziert und die Fenster haben akanthusgeschmückte Schlusssteine. Der Hauseingang mit der originalen Haustüre nimmt die rechte Achse ein, die Rahmung des Portals ist ansonsten identisch mit den Fenstern.

Das erste Stockwerk wird durch vier Stuckbänder betont. Hier haben die Fenster sogenannte Fensterschürzen. Sie sind geschwungen; bekrönt werden sie durch Tympana, die auf Rollsteinen aufsitzen. Die Mitte der Tympana wird durch Kreise betont.

Das Dachgeschoss ist als Attika mit den entsprechenden Fenstern ausgebildet. Früher waren alle Fenster des Hauses natürlich mit anderen Sprossen ausgestattet. Bei dem Haus gibt es noch einen Vorgarten, der früher mit Sicherheit ansehnlicher war.

Perspektiven

Der Zustand des Gebäudeensembles 32/34 sei „für Denkmalschützer fast schon ein Skandal“, sagte Karl Heinen bei einer Exkursion über die Wilhelmstraße am Tag des offenen Denkmals 2016 (Sonntag, 11. September). Beide Häuser seien seit 20 Jahren im Besitz der Kreisverwaltung. „Man lässt sie systematisch verfallen, bis irgendwann nichts mehr zu machen ist“, so Heinen weiter.[2] Im Spätsommer 2019 schrieb Karl Heinen in einer Ausgabe der Stadtzeitung:

Dieses Haus, ebenso wie das Nachbarhaus Nr. 32, befindet sich schon länger im Besitz der Kreisverwaltung. Es gehört zu den weniger großen Häusern der Wilhelmstraße, die sich aber nichtsdestotrotz gut und harmonisch einpassen. Auch hier scheint eine Renovierung nicht angedacht, und so gibt es auch für dieses Haus sicherlich bald das Aus und es ist schon vermeldet, dass es wie das Nachbarhaus Nr. 32 der Spitzhacke für eine Erweiterung des Kreishauses zum Opfer fallen wird. Schauen wir es uns noch mal bewusst an, bald ist es zu spät. Mit gutem Willen hätte man diese Häuser auch für eine Erweiterung der Kreisverwaltung erhalten können, da war die Kreissparkasse, siehe Wilhelmstraße Nr. 3 und Nr. 5, deutlich kreativer und hat damit dem Gesamtbild Ahrweilers einen großen Dienst erwiesen. Hier geht man andere Wege, schade. Möge das Wachstum der Kreisverwaltung sich in Grenzen halten, sonst wird mir Angst und Bange um die noch vorhandenen anderen Häuser der Wilhelmstraße.

Weitere Fotos

Fußnoten

  1. Quelle: Artikel zum Haus an der Wilhelmstraße 34 vom Spätsommer 2019 in der Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler
  2. Quelle: Gabi Geller: Gebäude erzählen viel über die Stadtgeschichte – Rund 30 Teilnehmer nehmen Villen der Wilhelmstraße in Augenschein, in: Rhein-Zeitung vom 16. September 2016