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Kreissparkasse Ahrweiler

Wilhelmstraße (Ahrweiler)

Aus AW-Wiki
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Straßenschild an der Ecke Wilhelmstraße/Elligstraße in Ahrweiler.
Wilhelmstraße 23
Haus-Nummer 47: Das Basislager Ahrweiler.

Die Wilhelmstraße in Ahrweiler ist nach dem deutschen Kaiser Wilhelm I. (* 22. März 1797 als Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen in Berlin; † 9. März 1888 ebenda) benannt. Die prächtigen Häuser entlang dieser Straße, in der Zeit zwischen 1850 und 1914 erbaut, repräsentieren den Historismus. Diese Epoche griff auf ältere Stilrichtungen zurück und kombinierte diese teilweise. Vielfach finden sich entlang der Wilhelmstraße Häuser im Stil des Historismus. Barock, Renaissance, Antike – aus sämtlichen Stilepochen bedienten sich die Architekten dabei und entwarfen für ihre gut betuchten Auftraggeber Häuser, die echte Hingucker waren. „Dahinter steckt eine schon damals verbreitete Verklärung einer 'guten alten Zeit', die im Rückblick attraktiver als die Gegenwart empfunden wurde“, hieß es in einem Bericht der Rhein-Zeitung vom April 2016. Der größte Teil der Häuser entlang der Wilhelmstraße wurde ab 1900 gebaut. Zu den Auftraggebern, die sich hier vor den Toren der Altstadt von Ahrweiler Residenzen errichten ließen, zählten reiche Weingutsbesitzer, etwa Angehörige der weit verzweigten Familie Kreutzberg, aber auch preußische Beamte, die häufig adlige Namen trugen, und darüber hinaus Notare, Rechtsanwälte und reiche Bürger. Außerdem siedelten sich längs der zwischen Niedertor und dem weißen Kreuz am Verkehrskreisel Mittelzentrum Bad Neuenahr-Ahrweiler verlaufenden Wilhelmstraße, die das bis dahin wenig bebaute Umland von Ahrweiler erschloss, Banken und das königliche Amtsgericht an. Ein großer Teil dieser prächtigen Bauten ist bis heute erhalten. Denn von Weltkriegsbomben blieb die Wilhelmstraße weitgehend verschont. Danach allerdings mussten viele der alten Häuser Platz für Neubauten machen. Andere wurden mehr oder weniger stilgerecht renoviert. Wieder andere sind aufgestockt worden. Dabei ging häufig die ursprüngliche Ästhetik der Bauwerke verloren. Etliche Gebäude stehen nicht unter Denkmalschutz und einigen droht in naher Zukunft der Abriss.[1]


Verlauf

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Anlieger

1-5: Kreissparkasse Ahrweiler (Hauptstelle)

2: Das Tabakhaus

4: CDU-Kreisverband Ahrweiler (Geschäftsstelle) und Blumenhaus Karola Freund (Ahrweiler)

6: Flüchtlingsnetzwerk Bad Neuenahr-Ahrweiler (Begegnungszentrum), voher: St. Katharina-Apotheke Ahrweiler (zum 31. Oktober 2016 geschlossen)

8: Warlich Druck RheinAhr GmbH

9: "Familien-Nest" der Katholischen Familienbildungsstätte Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.

10: Dieses Haus wurde einst von einer reichen Familie bewohnt. Im Jahr 2000 ist das große Eingangstor stilgerecht erneuert worden. Die steinernen Radabweiser für die Kutschräder hat man dabei bewusst stehen lassen.[2]

11: VdK-Kreisverband Ahrweiler

17 – Villa Hilger: Linus Wittich Medien KG

18: Seniorenzentrum "St. Martin" Bad Neuenahr-Ahrweiler

20: Ahr-Akademie, Kreishandwerkerschaft Ahrweiler, International Wine Institute und SWR-Regionalbüro Bad Neuenahr-Ahrweiler – Das ehemalige Post-Gebäude an der wurde in den 1930er-Jahren erbaut – als typischer Bau der Zeit mit viel Granit und einem Portal, das von einem Reichsadler gekrönt wird. Das Hakenkreuz ist nach dem Krieg entfernt worden.[3]

St. Marien-Kapelle Ahrweiler

23: Kreisvolkshochschule Ahrweiler e.V.

24-30: Kreisverwaltung Ahrweiler und Regionalbüro Eifel-Ahr der Energieagentur Rheinland-Pfalz – Das alte Landratsamt, im Jahr 1893 erbaut, war einst viel reicher verziert als es sich heute darstellt. Die beiden Eingänge – links der private Zugang für den Landrat und rechts der Besuchereingang – sind erhalten.[4]

27a: FUN Institut für individuelle Lernkonzepte (Ahrweiler)

32/34: Der Zustand dieses Gebäudeensembles sei „für Denkmalschützer fast schon ein Skandal“, sagte Karl Heinen bei einer Exkursion über die Wilhelmstraße am Tag des offenen Denkmals 2016 (Sonntag, 11. September). Beide Häuser seien seit 20 Jahren im Besitz der Kreisverwaltung Ahrweiler. „Man lässt sie systematisch verfallen, bis irgendwann nichts mehr zu machen ist“, so Heinen.[5]

36: AOK-Regionaldirektion Ahrweiler

38: Aldi-Markt Ahrweiler

40: Schlemmer-Grill Ahrweiler, ehemals Kaufhaus Zuckarelli (Ahrweiler)[6]

46: Kunstglaserei Jürgen Maur

47: Basislager Ahrweiler – Das Backsteingebäude war zuvor Dienstsitz der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Landrat-Joachim-Weiler-Platz/Bahnhof Ahrweiler

49: Haid Architekten und Ingenieure (Ahrweiler)

50: FRITZ spielenbauenlernen

51: Das Gebäude wurde im Jahr 1911 erbaut und repräsentiert den damals beliebten Heimatstil. Das heißt: Das Landleben wurde romantisiert, man nutzte Stilelemente wie Fachwerk, Schnitzereien und andere „ländliche“ Verzierungen. „Es gibt an diesem Haus, und das ist selten, keine Substanzverluste und keine Veränderungen, die den historischen Zeugniswert mindern würden“, erklärte Karl Heinen bei einer Exkursion über die Wilhelmstraße am Tag des offenen Denkmals 2016 (Sonntag, 11. September). Leider sei das Gebäude nicht als schützenswert eingestuft worden.[7]

50-52: HIT-Markt Ahrweiler

50-56: McDonald's-Filiale Ahrweiler

54: Delphin-Apotheke Ahrweiler

54-56: dm-Markt Ahrweiler

55-57: Amtsgericht Bad Neuenahr-Ahrweiler

56: EA European Academy of Technology and Innovation Assessment GmbH

58-60: SICHTBAR, Knauber Freizeitmarkt Ahrweiler und Moon Club + Lounge

60: Volksbank RheinAhrEifel eG - Geschäftsstelle Mittelzentrum Bad Neuenahr-Ahrweiler

73: An den Verzierungen dieses 1907 erbauten Hauses kann man die damals verbreitete Faszination für China erkennen.[8]

75: Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler

83: Dieses Gebäude wird von Zopfmustern geschmückt.

85-87: Horst Klaes GmbH & Co. KG

Abzweigende bzw. einmündende und kreuzende Straßen

Weitere Bilder

Mediografie

Gabi Geller: Neue Baustoffe für ein altes Haus – Villa in der Wilhelmstraße wird mit dem ökologischen Wissen des 21. Jahrhunderts saniert, in: Rhein-Zeitung vom 16. August 2017

Weblink

Wikipedia: Wilhelm I. (Deutsches Reich)

Fußnoten

  1. Quellen: Gabi Geller: Rundgänge der Bürgerinitiative immer beliebter – 80 Interessierte in der Wilhelmstraße, in: Rhein-Zeitung vom 22. April 2016, Burgen, Barocksaal und die Römer im Ahrweiler Wald – Tag des offenen Denkmals mit 18 Objekten im AW-Land - Programme und Öffnungszeiten genannt - Teil I: Burg Are, Propstei und sieben Mal Kreisstadt, Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 19. August 2016, und Gabi Geller: Gebäude erzählen viel über die Stadtgeschichte – Rund 30 Teilnehmer nehmen Villen der Wilhelmstraße in Augenschein, in: Rhein-Zeitung vom 16. September 2016
  2. Quelle: Gabi Geller: Rundgänge der Bürgerinitiative immer beliebter – 80 Interessierte in der Wilhelmstraße, in: Rhein-Zeitung vom 22. April 2016
  3. Quelle: Gabi Geller: Rundgänge der Bürgerinitiative immer beliebter – 80 Interessierte in der Wilhelmstraße, in: Rhein-Zeitung vom 22. April 2016
  4. Quelle: Gabi Geller: Rundgänge der Bürgerinitiative immer beliebter – 80 Interessierte in der Wilhelmstraße, in: Rhein-Zeitung vom 22. April 2016
  5. Quelle: Gabi Geller: Gebäude erzählen viel über die Stadtgeschichte – Rund 30 Teilnehmer nehmen Villen der Wilhelmstraße in Augenschein, in: Rhein-Zeitung vom 16. September 2016
  6. Quelle: Gabi Geller: Gebäude erzählen viel über die Stadtgeschichte – Rund 30 Teilnehmer nehmen Villen der Wilhelmstraße in Augenschein, in: Rhein-Zeitung vom 16. September 2016
  7. Quelle: Gabi Geller: Gebäude erzählen viel über die Stadtgeschichte – Rund 30 Teilnehmer nehmen Villen der Wilhelmstraße in Augenschein, in: Rhein-Zeitung vom 16. September 2016
  8. Quelle: Gabi Geller: Gebäude erzählen viel über die Stadtgeschichte – Rund 30 Teilnehmer nehmen Villen der Wilhelmstraße in Augenschein, in: Rhein-Zeitung vom 16. September 2016