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Apollinaris GmbH Bad Neuenahr

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Die Apollinaris GmbH Bad Neuenahr füllt die "Queen of Table Waters" und andere Getränke in Flaschen. Mit 350 Mitabeitern[1] zählt sie zu den größten Arbeitgebern im Kreis Ahrweiler.


Das Verwaltungebäude in Bad Neuenahr.
Das Firmengelände aus der Luft. Links im Bild: die Ahrtalbrücke
Apollinaris-Werbung in Bad Neuenahr.
Alte Ansichtskarte vom Apollinarisbrunnen.
Detailaufnahme des Verwaltungsgebäude.
Der Entdecker der Apollinaris-Quelle, Georg Kreuzberg.
Skulptur des Apollinaris von Ravenna auf dem Firmengelände.

Anschrift und Standort

Landskroner Straße 175

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

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Kontakt

  • Telefon 02641 820
  • Fax 02641 82125

Geschäftsführung

Michael Kallfelz (Bad Bodendorf)

Chronik

Der Winzer Georg Kreuzberg ersteigerte im Jahr 1852 einen Weinberg nahe Neuenahr und wunderte sich, dass die Weinreben auf seinem Boden nicht gedeihen wollten. Bei einer Probebohrung fand er die unterirdische mineralische Quelle, deren natürliches Kohlendioxid die Weinstöcke am Wachstum hinderte: die Apollinaris-Quelle war entdeckt.

Während der folgenden Dekade investierten die Firmengründer Kreuzberg und Dr. Gustav Bischof, Bonner Professor und Geheimer Bergrat, viel Zeit, Geld und Mühe in die Erforschung des Quellengebietes von Neuenahr und ließen die Apollinaris-Quelle fassen.

Schon bald florierte der Absatz und Georg Kreuzberg pachtete auch den stark mineralisierten und sehr magnesiumhaltigen Heppinger-Mineralbrunnen. Dieser ging später ebenfalls in Firmenbesitz über.

Die Tiefe und Ergiebigkeit der Quelle, ihre sachgerechte Fassung und die natürliche Härte des anstehenden Gesteins schlossen ein Versiegen der Quelle oder irgendeine Veränderung ihrer mineralischen Bestandteile aus. Nachdem Georg Kreuzberg die Quelle mit den entsprechenden Einrichtungen zur Abfüllung des Wassers versehen hatte, begann er ein Mineralwassergeschäft, das bereits nach zwei Jahrzehnten einen Jahresabsatz von fast zwei Millionen Krügen erreichte.

„Aus dieser Quelle trinkt die Welt“ - dieser Werbespruch ist seit 2013 Geschichte. Zum 1. Januar 2013 stellte der Coca-Cola-Konzern, zu dem Apollinaris seit 2006 gehört, den Vertrieb seines Mineralwassers im Ausland ein, um ganz auf das Inlandsgeschäft zu setzen. Die Beschränkung auf den Binnenmarkt werde keine Auswirkungen auf die Mitarbeiterzahl haben, versicherte die Unternehmensführung. Für die wenigen Mitarbeiter, die mit dem Exportgeschäft zu tun gehabt hätten, habe sich eine andere Verwendung gefunden. Im Dezember 2012 hat das Unternehmen am Standort Bad Neuenahr 294 Beschäftigte (einschließlich Auszubildende).[2] Die Rhein-Zeitung ergänzte am 7. Januar 2013:

Laut Geert Harzmann, Sprecher von Coca-Cola Deutschland, handelt es sich um keinen überraschenden Schritt. Die Entscheidung, den Auslandsvertrieb schrittweise einzustellen, sei bereits im Sommer 2011 gefallen. Der Grund sei die Komplexität des Geschäftes vor dem Hintergrund eines sehr geringen Volumens. So habe das Auslandsgeschäft am Gesamtumsatz nur noch einen Anteil im niedrigen einstelligen Bereich gehabt. Angesichts hoher Transportkosten setzt der US-Getränkekonzern auf regionale Wässer, die ebenfalls unter dem Dach von Coca-Cola Wasser vertrieben werden. Eine Abkehr vom Apollinaris-Standort Bad Neuenahr bedeute dies aber nicht, betont Harzmann und verweist auf die Investitionen in den vergangenen Jahren. Seit 2007 füllt Apollinaris in der Lüneburger Heide ein stilles Wasser ab, das unter dem Namen Vio vertrieben wird. Mit Erfolg habe man sich der PET-Einwegflasche zugewandt und die rote Mehrwegkiste eingeführt. Nicht zu vergessen die Millioneninvestition im vergangenen Jahr, als nördlich der Landskroner Straße neue Puffertanks errichtet wurden, um eine gleichmäßige Produktion zu gewährleisten. Am Standort Bad Neuenahr werden jährlich rund 330 Millionen Flaschen abgefüllt.[3]

Meilensteine

  • 1852 Georg Kreuzberg ersteigert einen Weinberg und entdeckt die Apollinaris-Quelle in Bad Neuenahr. Ein Bildstock des Schutzheiligen des Weines "St. Apollinaris" - in der Nähe der Mineralwasser Quelle - diente als Namensgeber für Apollinaris.
  • 1873 nach dem Tode Kreuzbergs gründen seine Erben die "Actiengesellschaft Apollinarisbrunnen vormals Georg Kreuzberg".
  • 1874 Eduard Steinkopff, ein nach London übergesiedelter Deutscher, erhält die Rechte für den Verkauf von Apollinaris in einigen außerdeutschen Ländern.
  • 1878 übernahm Steinkopff das gesamte Exportgeschäft und die: "Apollinaris Company Limited" wurde in London gegründet.
  • 1892 Produkte von herausragender Qualität werden in Großbritannien mit einem roten Dreieck gekennzeichnet.
  • 1895 Apollinaris meldet das rote Dreieck und den Claim "The Queen of Tabler Waters" als Warenzeichen an.
  • 1900 war Apollinaris bereits international bekannt und zählte mit einem Absatz von 40 Millionen Füllungen pro Jahr zu den erfolgreichsten Unternehmen seiner Zeit.
  • 1956 erwirbt die Dortmunder Union - Schultheiß Brauerei AG alle Anteile der Firma Apollinaris.
  • 1991 Gründung eines Joint Ventures mit der deutschen Schweppes GmbH.
  • 2002 Cadbury Schweppes übernimmt alle Anteile. Das neue Unternehmen firmiert jetzt unter Apollinaris & Schweppes GmbH.
  • 2003 "Leben. Genießen. Apollinaris." - der neue Claim für Apollinaris.
  • 2006 erwirbt Coca-Cola die Apollinaris GmbH. Die Markenrechte an den Schweppes-Produkten wurden zeitgleich an die Krombacher Brauerei verkauft. Die Produktion liegt jedoch weiterhin bei der Apollinaris GmbH.
  • Der britische Getränke- und Süßwarenkonzern Cadbury Schweppes trennte sich 2005 von seiner europäischen Erfrischungsgetränkesparte. Damit erhielt auch der Apollinaris-Brunnen mit den vertriebenen Sorten Classic, Medium, Silence, Lemon und Apollinaris Big Apple nach drei Jahren einen neuen Besitzer. Cadbury Schweppes kündigte an, die gesamte Sparte für 1,85 Milliarden Euro an die beiden Finanzinvestoren Blackstone (USA) und Lion Capital (Großbritannien) zu verkaufen. Das Konsortium versprach sich durch die Übernahme Zuwächse bei den einzelnen Getränkemarken. Das wiederum sollte sich positiv auf den Erhalt der rund 370 Arbeitsplätze im Bad Neuenahrer Apollinaris-Werk auswirken. Denn nach Absatzrückgängen in den Vorjahren und einem Umsatzminus der europäischen Getränkesparte von einem Prozent im ersten Halbjahr 2005 hat Apollinaris in Bad Neuenahr-Ahrweiler bereits Anfang des Jahres 2005 rund 75 Stellen abgebaut. Für die Umsatzeinbußen wird der Kaufrückgang bei den Einwegflaschen und die Erhebung von Dosenpfand verantwortlich gemacht.

Siehe auch

Mediogafie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Niki Radtke: 4000 Menschen arbeiten in zwölf Betrieben - Hitliste der größten Arbeitgeber, in: Rhein-Zeitung vom 13. Oktober 2012
  2. Quelle: Victor Francke: Apollinaris in Bad Neuenahr: Mineralwasser gibt es ab 1. Januar nur noch im Inland, general-anzeiger-bonn.de vom 28. Dezember 2012
  3. Quelle: Frieder Bluhm: Apollinaris stellt weltweiten Vertrieb des Tafelwassers ein, rhein-zeitung.de vom 7. Januar 2013