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Georg Kreuzberg

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Georg Kreuzberg (* 2. August 1795, † 24. Dezember 1873), ein Weinbauer und Kaufmann aus Ahrweiler, ist Entdecker der Apollinaris-Quelle und der Neuenahrer Quellen. Kreuzberg legte den Grundstein für das Zusammenwachsen der drei Dörfer Beul, Wadenheim und Hemmessen zu Bad Neuenahr und für die Entwicklung von Bad Neuenahr zur Badestadt. Aus Dankbarkeit ließ er das Krankenhaus "Maria Hilf" Bad Neuenahr bauen. Georg Kreuzberg hat posthum etliche Ehrungen erhalten. Ein Monument über dem Apollinaris-Brunnen, eine Büste im Kurpark Bad Neuenahr, eine Erinnerungstafel an seinem Geburtshaus in der Niederhutstraße in Ahrweiler und die Georg-Kreuzberg-Straße in Bad Neuenahr erinnern heute an ihn.


Georg Kreuzberg
alte Ansichtskarte mit Georg Kreuzberg und Einweihung des Neuenahrer Sprudels im Jahre 1858
Bronzene Georg Kreuzberg-Büste im Kurpark Bad Neuenahr

Inhaltsverzeichnis

Vita

Georg Kreuzberg wurde im Jahr 1796 in Ahrweiler geboren. Im Jahr 1852 – zu dieser Zeit war er bereits ein erfolgreicher Geschäftsmann - ersteigerte er ein Grundstück zwischen Wadenheim und Heppingen. Weil dort Gase aus dem Boden aufstiegen, vermutete er, dass dort Mineralwasser zu finden war. Die Apollinaris-Quelle war entdeckt. Kreuzberg ließ das Wasser, wie schon bei den Römern üblich, in Tonflaschen abfüllen und in alle Welt verschicken. Im Jahr 1860 füllte die „Georg Kreuzberg & Cie“ bereits 40.000 Tonkrüge mit Mineralwasser aus der Apollinaris-Quelle ab.[1]

Als Georg Kreuzberg in Beul weitere Quellen erbohren wollte, wurde schnell klar, dass das seine finanziellen Möglichkeiten nicht erlaubten und dass er zur Verwirklichung seiner Idee mehr Geld benötigte, als er selbst besaß. Deshalb schloss er am 5. August 1855 einen Gesellschaftervertrag ab, in dem die Veräußerung der zu erbohrenden Quellen und die Gründung einer Aktiengesellschaft als Absichten erklärt wurden.

Auch diese Bohrungen erwiesen sich als erfolgreich. So konnte ein Gründungsausschuss am 29. Dezember 1857 die Firma „Georg Kreuzberg & Compagnie“, eine „Kommanditgesellschaft zur Gründung und Errichtung des Bades Neuenahr im Ahrtale“ ins Leben rufen. Am 28. Juli des Jahres 1858 weihte Prinzessin Augusta, die spätere Kaiserin, die nach ihr benannten Augusten- und die Viktoria-Quelle.

Nachdem weitere Interessenten und Geldgeber gefunden worden waren, wurde am 20. Juni 1860 die Umwandlung der Kommanditgesellschaft in eine „Aktiengesellschaft zur Gründung des Bades Neuenahr im Ahrtale“ beurkundet. Das Grundkapital der Gesellschaft, der heutigen Aktiengesellschaft Bad Neuenahr, betrug „viermal hunderttausend Thaler, geteilt in viertausend Aktien, jede zu einhundert Thalern“.

Kreuzberg baute das erste Badehaus mit 18 Gästezimmern, Warteraum, Restaurationszimmer und Leseraum. In seine Zeit fällt der Bau einer Trinkhalle. Im Jahr 1860 eröffnete das Kurhotel mit 100 Betten. 1862 baute Kreuzberg das zweite Badehaus. Den späteren Boom und Aufstieg zum glanzvollen Bad der Kaiserzeit erlebte Kreuzberg jedoch nicht mehr.

Faible für Mammutbäume

Der große Mammutbaum, der noch heute zwischen dem alten Landratsamt und dem Neubau der Kreisverwaltung Ahrweiler an der Wilhelmstraße in Ahrweiler steht, ist im Jahr 1862 von Georg Kreuzberg gepflanzt worden. Kreuzberg hatte an der 18. Generalversammlung des „Naturhistorischen Vereins für Rheinland und Westfalen" am 20. bis 22. Mai 1861 in Trier teilgenommen, bei der es unter anderem um den Mammutbaum ging. Kreuzberg war von dieser Baumart derart begeistert, dass er bei einer englischen Handelsgärtnerei für insgesamt 60 Taler zwölf junge Pflanzen bestellte, die im Frühjahr 1862 in Ahrweiler eintrafen.

Zwei davon schenkte Kreuzberg der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Laurentius" Ahrweiler, die sie an der Südseite der Katholischen Pfarrkirche "St. Laurentius" Ahrweiler pflanzte, die übrigen ließ Kreuzberg auf verschiedenen Grundstücken seiner Familie pflanzen. Auch am Blankartshof und am Rodderhof ließ Kreuzberg Mammutbäume pflanzen. Einer von ihnen ging ein, die übrigen wurden – wie die Mammuntbäume an der Kirche – gefällt, weil sie in der Innenstadt zuviel Platz beantspruchten.

Geschäftsfreunde am Rhein waren übrigens dem Beispiel von Georg Kreuzberg gefolgt; deshalb sind dort noch heute zahlreiche Mammutbäume zu sehen, die in dieser Zeit gepflanzt wurden.

Drei Bäume, die Kreuzberg einst pflanzen ließ, stehen heute noch:

Am Freitag, 11. Mai 2012, werde der Baum in den Anlagen der ehemaligen Gebr. Both OHG Ahrweiler fallen, berichtete der General-Anzeiger am 4. Mai 2012. Grund: Ein Gutachten habe ergeben, dass der 30 Meter hohe und 20 Tonnen schwere Baum krank ist. Das besagt ein Gutachten.

weitere Bilder

Mediografie

siehe auch

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 9. Januar 2012
 
 
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