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Apollinaris-Wallfahrt Remagen

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Seit dem Jahr 2007 zeichnet die im niederländischen Maastricht beheimatete Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe für die Durchführung der Apollinaris-Wallfahrt Remagen verantwortlich, die von 1857 bis 2006 vom ehemaligen Franziskaner-Konvent Remagen betreut worden war. Die jeweils 16 Tage dauernde jährliche Wallfahrt beginnt jeweils mit der feierlichen "Erhebung des Hauptes" durch den Remagener Pfarrer. Die Schädelreliquie des legendären Heiligen Apollinaris von Ravenna, der als enger Mitarbeiter von Petrus wie dieser den Märtyrertod erlitt, wird dann in ihrem silbernen Schrein in Form eines Bischofshauptes für die Gläubigen zur Verehrung ausgestellt. Das Wallfahrtsprogramm umfasst 52 Pilgermessen und -andachten.


Apollinaris-Wallfahrt 2012
Das Heilige Haupt, das in der Apollinariskirche Remagen aufbewahrt wird

Sonstiges

Höhepunkte des zweiwöchigen Wallfahrtsprogramms sind alljährlich der Wallfahrtstag der Ordensleute und das Hochfest des heiligen Apollinaris.

Es gibt Stimmen, die den Remagener Jakobsmarkt erheblich früher datieren als den Beginn der Apollinaris-Wallfahrt: "als Saisonmarkt für die den Rhein nach Süden entlangwandernden Pilgerströme ins spanische Santiago ("St. Jakob") de Compostella. Die dortige Wallfahrt zieht seit ihrem Beginn im 10. Jahrhundert aus ganz Europa riesige Pilgerströme an."[1]

Wallfahrten wurden zumeist nicht ohne wirtschaftliche Hintergedanken eingerichtet: "Die Gleichzeitigkeit von Apollinaris-Wallfahrt und Jakobsmarkt Remagen ist länger erwiesen als es gedruckte Bücher gibt. Doch ob nun das umsatzträchtige Markttreiben die Gebeine des heiligen Apollinaris auf ihrem Weg über den Rhein zu sich zog oder aber ob das weltlich-geistliche Zwillingsfest gleichzeitig entstand, das muss die historische Forschung erst noch erweisen."[2]

Im Rahmen der Wallfahrt legt traditionell ein Pilgerschiff aus Köln in Remagen an. Es steht für die ungebrochene Verbundenheit der Dreikönigsstadt mit der kleineren Wallfahrtsschwester rheinaufwärts.

Neben der großen Wallfahrt im Hochsommer gibt es in Remagen alljährlich im Frühjahr die Klein-Apollinaris-Wallfahrt.

Die geschichtlichen Belege der Wallfahrt zu Ehren des heiligen Apollinaris gehen bis in das Jahr 1384 zurück. Aus dem gleichen Jahrhundert stammt auch der steinerne Sarkophag, in dem die Haupt-Reliquie von St. Apollinaris aufbewahrt wird. Aufschlussreich sind aber auch Aufzeichnungen vom Ende des 14. Jahrhunderts, in denen von der Aufteilung der Reliquie berichtet wird. Wegen mehrerer Kriege und anderer Auseinandersetzungen wurde sie immer wieder an andere Orte gebracht. Nach Fertigstellung der heutigen Apollinariskirche auf dem Remagener Berg kehrte sie im Juli 1857 schließlich nach Remagen zurück.[3]

Siehe auch

Mediografie

Weblink

Geschichte der Apollinariswallfahrt

Fußnoten

  1. Rhein-Zeitung vom 22. Juli 1998
  2. Rhein-Zeitung vom 22. Juli 1998
  3. Rhein-Zeitung vom 24. Juli 2012