Kreuzbundgruppen Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.

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Die Kreuzbund-Gruppe Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V., ein Fachverband des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e.V., versteht sich als Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke (Alkohol, Medikamente) sowie deren Partner und Angehörige in Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie im gesamten Kreis Ahrweiler.


Anschrift

Bahnhofstraße 5

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Ahrweiler) (im Haupthaus und im Flachbau hinter dem Bahnhof)

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Kontakt

Telefon:

  • montags bis mittwochs von 20 bis 22 Uhr unter 02641 21800
  • tags­über unter 02641 6159

Mitgliederzahl

Januar 2015: 100 Mitglieder zwischen 20 und 80 Jahren, davon mehr als die Hälfte Mitglieder, die ihre Führerscheine verloren, weil sie unter Alkohol-Einwirkung Auto gefahren sind[1]

Gruppentreffen

Der Kreuzbund bietet jeden Dienstag von 19.45 bis 22 Uhr ein Info- und Orientierungstreffen für Alkohol- und Medikamentenabhängige zur Übernahme in die festen Gruppen in seinen Räumlichkeiten an der Hauptstraße 91 in Bad Neuenahr an.

Gründung und Entwicklung

Hedwig Keitgen (Gründungsmitglied, 22 Jahre bis 2002 Vorsitzende) wurde zur Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt.

Joachim Moll war ab März 2008 Vorsitzender, Heinz Bergner war sein Vorgänger.

Ende 1978 wurde die erste Kreuzbundgruppe Bad Neuenahr-Ahrweiler gegründet. Frauen und Männer, die eine Suchtkrankheit (Alkohol/Medikamente) durchlebt haben, bieten seitdem ihre persönlichen Erfahrungen an, leben Abstinenz vor und ermutigen zu einer neuen lohnenden Grundeinstellung zum Leben ohne Suchtmittel. Auch der mitbetroffene Partner sowie Angehörige finden in den Kreuzbundgruppen Ansprechpartner.

„Alleine können wir es nicht schaffen, wir brauchen Hilfe.“ Unter diesem Leitgedanken formierten sich acht Frauen und Männer aus Ahrweiler und Bad Neuenahr 1978 zu einer Gemeinschaft im Kampf gegen die Alkoholsucht. Nachdem sich die Gruppe gefestigt hatte, schloss sie sich im Januar 1979 als Kreuzbundgruppe Bad Neuenahr-Ahrweiler dem gleichnamigen Bundesverband in Hamm an.

Die ersten Gruppentreffen fanden in den Räumen der Caritas in Ahrweiler statt. Als die Gruppe größer wurde, musste sie in den folgenden fünf Jahren siebenmal bei verschiedenen Institutionen „Untermieter“ werden. Ende 1983 wurden eigene Räume in Bad Neuenahr, Hauptstraße 91, angemietet. Aus rechtlichen Gründen folgte 1984 der Eintrag als Verein.

Jede Woche von Montag bis Donnerstag treffen sich seitdem die Mitglieder in sechs Gruppen und einem besonderen Frauengesprächskreis.

Der Erfolg der Helfergemeinschaft beruht nicht nur darauf, dass „trockene“ Mitglieder aus eigener Erfahrung berichten können, sondern auch darauf, dass die ehrenamtlichen Gruppenleiter eine umfangreiche Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Suchtselbsthilfe absolviert haben. Der beispielhafte Einsatz wurde 1986 durch die Verleihung der Ehrenplakette des Kreises gewürdigt. Über die Gruppentreffen hinaus gibt es Aktivitäten wie Wanderungen, Schiffstouren oder eine Karnevalssitzung ohne Alkohol im Weinbauverein in Dernau, die 1983 ins Leben gerufen wurde und seither alljährlich dazu beiträgt, die ehrenamtliche Einrichtung und Anlaufstelle für Alkohol- und Medikamentenabhängige im Stadt- und Kreisgebiet bekannt zu machen.

Bei einer Mitgliederversammlung der Kreuzbundgruppen im April 2014 im Sitzungssaal des Rathauses Sinzig wurde ein neuer Vorstand gewählt: Erster Vorsitzender Norbert Fischer, Zweiter Vorsitzender Werner Steber, Dritter Vorsitzender Mischa Breil, Schriftführerin Sylvia Rieck, Erste Kassiererin Tanja Affeldt, Zweiter Kassierer Matthias Monet, Erste Beisitzerin Monika Pfahler, Zweite Beisitzerin Heike Schweiss sowie Dritte Beisitzerin Petra Hegner.[2]

Nachdem kurz zuvor ein neuer Vorstand gewählt worden war, trafen sich die Gruppenleiter im Juni 2014 zu einem ersten Gespräch. Die ausgebildeten Gruppenleiter moderieren jeweils zu zweit die wöchentlichen Treffen der einzelnen Selbsthilfegruppen. Bei diesem Treffen wurden auch die Sprecher der Gruppenleiter neu gewählt. Heike Schweiß, Beisitzerin im neuen Vorstand, übernahm die Aufgabe, die Anliegen und Anregungen der Gruppenleiter in den Vorstand einzubringen. Jochen Moll, der viele Jahre lang Vorsitzender war und der sein Amt im März 2014 an Norbert Fischer abgab, wurde zum zweiten Gruppenleitersprecher gewählt.[3]

Gisela und Philippe Devinck engagierten sich ab 1998 im Kreuzbund; 2018 zogen sie aus familiären Gründen nach Süddeutschland um. Philippe Devinck erhielt anlässlich des Abschieds von der Bundesleitung des Kreuzbunds eine Ehrenurkunde für 20-jährige Mitgliedschaft in den Kreuzbund-Gruppen des Kreises Ahrweiler und für 19-jährige Tätigkeit als Gruppenleiter und Vorstandsmitglied. Er nahm im Vorstand zuletzt auch die Aufgabe des Kassierers wahr. Gisela Devinck war fast ebenso lange Mitglied und organisierte jahrelang die Karnevalssitzungen des Kreuzbundes, dazu in den letzten Jahren auch die Presse- und Informationsarbeit. Der Vorsitzende Norbert Fischer dankte dem Paar im August 2018 für treue und bereichernde Mitarbeit.[4]

Sonstiges

Der Kreuzbund hat seinen Ursprung in der katholischen Kirche und ist ein katholischer Verband. Die Gründung durch Pfarrer Joseph Neumann im Jahre 1896 und der Schutzpatron St. Johannes der Täufer begründen diese Tradition. Der Kreuzbund ist bundesweit mit 1450 Selbsthilfegruppen vertreten und hat zur Zeit etwa 14.500 Mitglieder, dazu kommen weitere 18.000 Personen, die wöchentlich die Gruppen besuchen und (noch) keine Verbandsmitglieder sind. Der Kreuzbund gliedert sich in Gruppen, Diözesan-/Landesverbände und den Bundesverband.

Siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Günther Schmitt: Kreuzbundgruppe in Bad Neuenahr: Von wegen "Drink doch ene met", general-anzeiger-bonn.de vom 24. Januar 2015
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 8. April 2014
  3. Quelle: Rhein-Zeitung vom 17. Juni 2014
  4. Quelle: Vorstand der Kreuzbund-Gruppen des Kreises Ahrweiler nahm Abschied – Gisela und Philippe Devinck brechen auf zu neuen Ufern, blick-aktuell.de vom 21. August 2018