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Kreissparkasse Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler

Aus AW-Wiki
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Lage der Stadt im Kreis Ahrweiler
Blick von der Katzley über Bad Neuenahr-Ahrweiler
Hinweisschild Museums-Jass
Der Weiße Turm in Ahrweiler
Diese Ahr-Brücke steht auf der Grenzen zwischen Bad Neuenahr und Ahrweiler.
Kanaldeckel auf der Kreuzstraße in Bad Neuenahr.
Hinweisschild am Ahr-Radweg
Bad Neuenahr - Heinz Grates (513) .jpg
Blick von oberhalb von Restaurant & Hotel Hohenzollern in Richtung Osten

Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Sitz der Kreisverwaltung Ahrweiler, ist eine der acht Hauptkommunen des Kreises Ahrweiler im Norden des deutschen Bundeslandes Rheinland-Pfalz.


Lage

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Kennzahlen

Bad Neuenahr und Ahrweiler liegen auf einer Höhe von etwa 90 Metern über dem Meeresspiegel. Der höchste Punkt der Stadt liegt in Ramersbach auf einer Höhe von 506,5 Metern.

Einwohner: 28.048 Personen (31. Dezember 2017)
Adressen: 6.758 Haushalte
Straßen: 342
Gesamtfläche: 6338 Hektar
Wald: 3328 Hektar
Ackerland: 947 Hektar
Wiesen: 464 Hektar
Rebland: 353 Hektar
Siedlungsflächen: 763 Hektar
sonstige Flächen 483 Hektar
mittlere Jahrestemperatur 1995 bis 2004: 10,6 Grad Celsius
durchschnittliche Jahresniederschlagshöhe: 650 Millimeter
durchschnittliche Anzahl von Sonnenstunden pro Jahr: 1400

Stadtteile

Bürgervertreter

Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler

Stadtvorstand

  1. Detlev Koch (seit 2010) (hauptamtlich)
  2. Rudi Frick (2009-2014, SPD)
  3. Engelbert Felk (2009-2014, FWG)
  4. Heinz Lindlahr (2009-2014, CDU)

Ausschüsse

Beiräte

Ortsbeiräte

Politische Gruppierungen

Vereine

Glaubensgemeinschaften

Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler

Schulen

Förderschulen

Grundschulen

Gymnasien

Sonstige öffentliche Einrichtungen

Museen

Friedhöfe

Im Stadtgebiet von Bad Neuenahr-Ahrweiler gibt es sechs kommunale Friedhöfe mit einer Gesamtgröße von 114.000 Quadratmetern: in Bad Neuenahr, Ahrweiler (Am Ahrtor und Bergfriedhof), Heimersheim, Kirchdaun und Ramersbach. Zwei von den Kirchengemeinden verwaltete Friedhöfe gibt es in Heppingen und Bad Neuenahr. In Ahrweiler und Bad Neuenahr gibt darüber hinaus jüdische Friedhöfe, die von der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz verwaltet werden.

Gewerbe

Regelmäßige Veranstaltungen

Sonstiges

Chronik

Im Februar 1968 machte Franz Schaaf aus Lantershofen, Mitglied der CDU-Fraktion des rheinland-pfälzischen Landtags, die Pläne der Landesregierung zur kommunalen Gebietsreform öffentlich. Die Stadträte von Bad Neuenahr und Ahrweiler waren „entsetzt“ und taten dies auch in Resolutionen kund. Beide Gremien warfen dem damaligen Ministerpräsidenten Helmut Kohl vor, weder die Stadträte noch die Bürgerschaft gehört zu haben. Weil es auch in anderen Kommunen im Land Protest gegen die Pläne der Landesregierung gab, beschloss der Landtag, ein Anhörverfahren durchzuführen. Die Schützen, die Huten und der Heimatverein von Ahrweiler sahen die „tieferen und echten Werte“ ihrer Stadt „missachtet und zerschlagen“. In Bad Neuenahr protestierten Heilbadfunktionäre und Handel. Die bauliche Annäherung der beiden Städte – der von Mainz angeführte Hauptgrund für die geplante Reform – könne „kein Argument für die Auflösung unserer Stadt“ sein. Die Bad Neuenahrer machten bei einer Versammlung im Kurhaus ihrer Befürchtung Luft, das Heilbad könne zum „Zahlmeister werden und durch die größere finanzielle Belastung einer Gesamtstadt Schaden nehmen“. CDU, SPD und FDP im Bad Neuenahrer Rat schlugen Alarm, weil sie das Heilbad in Gefahr wähnten. Sie sahen die Einnahmen ihrer Stadt in einer Kanalisation für Ahrweiler versickern. Eine „überparteiliche Gruppe junger Ahrweiler Bürger, die sich über die Zukunft unserer Stadt ihre eigenen Gedanken macht“ rief die Bevölkerung dazu auf, bei einer Bürgerbefragung gegen den geplanten Zusammenschluss zu stimmen. Zu dieser Bürgerbefragung hatten sich die Räte der beiden Städte entschieden, weil es auch Bürger gab, die positiv gegenüber einer Fusion eingestellt waren. In Bad Neuenahr stimmten 77 Prozent der Befragten gegen die Fusion, in Ahrweiler 68. Die Beteiligung war wohl auch deshalb niedrig – in Bad Neuenahr lag sie bei 50, in Ahrweiler bei 66 Prozent –, weil viele Menschen dachten, das Land mache ohnehin, was es wolle. Damit lagen sie damals nicht falsch; denn noch während der laufenden Bürgerbefragungen behandelte der Reformausschuss des Landtags abschließend den Zusammenschluss – ein halbes Jahr vor Inkrafttreten des dafür notwendigen Gesetzes. So wurde das Schicksal der Stadt kurz vor Weihnachten 1968 besiegelt: Während der Ahrweiler Bürgermeister Wilhelm Helfmann mit einer Delegation aus der Rotweinstadt in der Staatskanzlei noch abzuwenden versuchten, dass die gemeinsame Stadt nicht Bad Neuenahr-Ahrweiler heißt, stimmte der Landtag für die Fusion der beiden bis dahin selbstständigen Städte, die selbst partout nicht zwangsverheiratet werden wollten. Die Landespolitik wollte damit wohl auch zeigen, dass Widerstand gegen die Gebietsreform zwecklos ist. Im Landesgesetz vom 10. Januar 1969 heißt es dann auch: „Die Städte Ahrweiler und Bad Neuenahr sowie die Gemeinden Gimmigen, Heimersheim, Kirchdaun und Lohrsdorf werden aufgelöst. Aus dem Gebiet wird die neue Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler gebildet.“ Dass dieser Beschluss umgesetzt wurde, konnte Ahrweiler selbst mit einer Verfassungsbeschwerde nicht mehr verhindern. Auch eine um Aloys Lingen gebildete „Aktion rettet Ahrweiler“ (ArA) vermochte nicht, daran etwas zu ändern.[1]

Am 7. Juni 1969 wurde aus den bis dahin selbstständigen Stadt Ahrweiler und von Bad Neuenahr, das im Jahr 1951 vom damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsident Peter Altmeier ebenfalls die Stadtrechte erhalten hatte, sowie aus der Gemeinde Gimmigen, der Gemeinde Heimersheim, der Gemeinde Kirchdaun und der Gemeinde Lohrsdorf die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler gebildet. Der damalige Ministerpräsident Helmut Kohl entschied, dass die neue Kreisstadt nicht „Ahrweiler-Bad Neuenahr“, sondern „Bad Neuenahr-Ahrweiler“ heißen sollte – mit dem Argument, der Bad-Titel müsse in dem Städtenamen ganz vorne stehen.[2]

Am Tag darauf, also am 8. Juni 1969, wurde erstmals ein Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler gewählt.

Am 3. Juli 1969 fand im Sitzungssaal des Hotels „Rheinischer Hof“ in Bad Neuenahr die erste Sitzung des neu gewählten Stadtrates statt.

Am 20. Oktober 1969 wurde Rudolf Weltken vom Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler für zwölf Jahre zum ersten Bürgermeister der neu gebildeten Stadt gewählt. Vorteil des zu dieser Zeit 39-Jährigen: Als ehemaliger Oberregierungsrat beim Landratsamt Neuwied war der Andernacher an der Ahr ein Fremder, der frei von persönlichen Beziehungen unbelastet ans Werk gehen und aus zweien eines machen konnte, was zunächst vor allem für die neue Stadtverwaltung galt.

Am 4. Dezember 1969 wurden Bürgermeister Rudolf Weltken und der Erste Beigeordnete Winfried Schneider in ihre Ämter eingeführt. Walter Fischer aus Walporzheim, ältestes Stadtratsmitglied, verpflichtete Weltken an diesem Tag; Regierungsrat Winfried Schneider vereidigte ihn und übergab ihm die Ernennungsurkunde. Winfried Schneider war damals nämlich als Regierungsrat bei der Kreisverwaltung Ahrweiler tätig und während des Interregnums ab dem 8. Juni 1969 „Beauftragter“ der neuen Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, quasi kommissarischer Bürgermeister. Schneider wurde nach Weltkens Vereidigung, ebenfalls am 4. Dezember 1969, von Rudolf Weltken in sein neues Amt als hauptamtlicher Erster Beigeordneter eingeführt.[3]

Am 16. März 1974 kam Ramersbach zur Stadt hinzu.

Video

Mediografie

Weblinks

  1. Quelle: Günther Schmitt: Gebietsreform im Ahrkreis – Bad Neuenahr-Ahrweiler feiert Goldjubiläum, general-anzeiger-bonn.de vom 3. Januar 2019
  2. Quellen: Stadtjubiläum: Am 1. und 2. Juni 2019 wird im Stadtgebiet gefeiert – 1969 bis 2019: 50 Jahre Bad Neuenahr-Ahrweiler, blick-aktuell.de vom 9. Oktober 2018, u.a.
  3. Quellen: eine Ausgabe der Bad Neuenahrer Chronik vom Dezember 1969 und Winfried Schneider: 40 Jahre Bad Neuenahr-Ahrweiler - Ein Rückblick, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2010, S. 216