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Samuel Heymann

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Der aus Dernau stammende Jude Samuel Heymann, Sohn von Marc Heymann, zog im Jahr 1843 mit seiner Ehefrau Wilhelmina Rosenberg und seinem erstgeborenen Sohn Hermann nach Ahrweiler. Bis dahin hatten die wenigen in Ahrweiler lebenden Juden am Shabbat die Betstube/Synagoge im Wohnhaus der Familie Heymann an der Teichgasse in Dernau besucht. Im Jahr 1853 initiierte Samuel die Gründung einer eigenen jüdischen Gemeinde in Ahrweiler, später auch die Verlegung des jüdischen Friedhofs an die Schützenstraße (Ahrweiler)|Schützenstraße. Später zog Heymann zu seiner Tochter Sophia nach Trier, wo er ebenfalls sehr aktiv in der jüdischen Gemeinde war.[1] In der Zeitung Der Israelit veröffentlichte er am 1. Juni 1864 folgende Anzeige: „Zu meiner Weinhandlung wird ein junger Mann, Israelit, als Gehilfe zur Kelterarbeit gesucht und es wird demjenigen, welcher sich schon früher in diesem Fache beschäftigt hat, den Vorzug geben.“[2] Samuel Heymann schickte seinen Sohn Gabriel ins heutige Hamurg-Altona, damit er dort bei Größen des religiösen Judentums die heiligen Schriften zu studiert. Trotz seiner späteren Erblindung soll Gabriel Heymann die Schriften Wort für Wort auswendig gewusst haben. Und obwohl er kein Rabbiner war, erhielt er Besuch von jüdischen Gelehrten, um mit ihm gemeinsam die jüdischen Schriften zu lernen und zu studieren.[3]

Fußnoten

  1. Quellen: Buchvorstellung und Lesung in der ehemaligen Synagoge – Rheinische Juden erzählen aus ihrem Leben – Matthias Bertram gibt die Schilderungen in seiner neuen Veröffentlichung heraus, blick-aktuell.de vom 22. September 2017, Hildegard Ginzler: Einblicke die Geschichte in Ahrweiler – Rheinische Juden erzählen aus ihrem Leben, general-anzeiger-bonn.de vom 24. September 2017, und Matthias Bertram hatte viele Jahre hartnäckig recherchiert und wurde endlich fündig – Nachkommen des Gründers der Ahrweiler Synagogengemeinde endlich gefunden, blick-aktuell.de, 27. Oktober 2020
  2. Quelle: Jochen Tarrach: Koscherer Wein kam auch von den Hängen an der Ahr – Heimatforscher beim Gesprächskreis Ahrwein: Von 1830 an konnten Geschäfte jüdischer Winzer und Weinhändler nachgewiesen werden, in: Rhein-Zeitung vom 26. Oktober 2018
  3. Quelle: Daniel Heymann in einer E-Mail vom 25. Oktober 2020 an Matthias Bertram