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St.-Apollinaris-Kapelle Quiddelbach

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Die St.-Apollinaris-Kapelle in Quiddelbach wurde am 23. Juli 1883 vom damaligen Trierer Bischof Michael Felix Korum benediziert.


Standort

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Geschichte

Quiddelbach war kirchlich immer eine Filiale der Pfarrei Adenau. Eine Kapelle aus dem Jahr 1661, St. Apollinaris von Ravenna geweiht, stand in schrägem Winkel zur Hauptstraße auf einem Hügel. Auf einer Infotafel, die an der Kapelle angebracht wurde, heißt es: Die 1661 erbaute Kapelle sei im Jahr 1872 wegen Baufälligkeit polizeilich geschlossen worden. An Christi Himmelfahrt des Jahres 1881 wurde der Grundstein zum Bau der neuen Kapelle gelegt. Am 23. Juli 1883 wurde sie vom damaligen Trierer Bischof Michael Felix Korum benediziert. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten ist die Kapelle ergänzt, erneuert und restauriert worden:

  • 1930 Anbau der Saktristei - ebenfalls aus Bruchstein und dem Stil der Kapelle angepasst
  • 1958 Segnung des neuen Altartisches
  • 1973 Anschaffung eines elektrischen Glockengeläutes. Damit entfiel das dreimalige tägliche Läuten der Glocken durch Familien des Ortes. Gleichzeitig wurden die im verschieferten Türmchen über dem Eingang befindlichen Eisenglocken durch bronzene ersetzt. Die beiden Eisenglocken, Ersatz für die aus dem Jahre 1926 stammenden Bronzeglocken, die im Krieg abgegeben werden mussten, wurden an Nikolaus Pauly verkauft. Dessen Töchter stellten sie der Ortsgemeinde 1995 zur Verfügung, und 1997 fanden sie ihren Platz auf dem Plateau vor dem Eingang zur Kapelle, und zwar in einem massiven Holzgestell unter einem Schieferdach.[1]
  • 1977 Innenrenovierung
  • 1980 Errichtung eines Vorbaus
  • 1996 Restaurierung der Kirchenfenster. Sie tragen Ornamente statt Bilder und lassen viel Licht in den weiß gestrichenen und mit gelben Elementen abgesetzten Raum.

Die Sakristei wurde im Sommer 2007 grundsaniert - in Eigenleistung heimischer Bürger und Unternehmer. Zu den Arbeiten zählten das Abdichten des Daches, der Abbau eines Kamins sowie Trockenlegen und Neuverputz des Sakristei-Inneren. Die Restkosten beliefen sich auf 23.000 Euro. 60 Prozent davon trug die Kirchengemeinde Adenau; den Rest übernahm das Bistum Trier.

Im Sommer 2018 ist das kleine Gotteshaus erneut sanierungsbedürftig. „Unsere Kapelle bröckelt“, heißt es auf einem Banner an der Außenfassade. Mindestens 20.000 Euro werde der Eigenanteil an den Kosten betragen, wie die Rhein-Zeitung berichtete. Ein zwei Jahre altes Gutachten habe sogar einen Finanzbedarf in Höhe von rund 38.500 Euro ermittelt. Preissteigerungen einbezogen, würden rund 45.000 Euro zu stemmen sein. Immerhin müsse die Kirchengemeinde die Kosten wohl nicht alleine tragen, bei substanzerhaltenden Maßnahmen zahle das Bistum in Einzelabwägung einen Zuschuss von bis zu 60 Prozent. Seit einer Erörterung des Vorhabens im April 2018, waren bis August 2018 Durch rege Aktivitäten ist bereits fast 12.000 Euro zusammengekommen. Dabei handeltes es sich um Einnahmen aus dem Glühweinfest, um Kirmes-Erlöse, um die Erlöse aus dem Kuchenverkauf bei Festen sowie um Einzelspenden. Über das Spendenportalprojekt „Einfach. Gut. Machen“ der Kreissparkasse Ahrweiler wurden 4300 Euro eingenommen. Im Spätsommer 2018 wurde der Förderverein St.-Apollinaris-Kapelle Quiddelbach gegründet.[2]

Ausstattung

Die hölzerne Empore hat eine weiße Brüstung, in die ein Holzkasten im gotischen Stil eingesetzt wurde. Der fensterlose Altarraum, schmaler als das Kirchenschiff, besteht aus mehreren flachen Ebenen. An den Seiten befinden sich Figuren. Die hölzerne Kanzel mit bemaltem Schnitzwerk stammt aus der Vorgänger-Kapelle. Sie zeigt an den Kanten Engelsköpfe und in den Zwischenräumen der Balken die Evangelisten.

Weitere Bilder

Siehe auch

Apollinaris von Ravenna

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 4. August 2008
  2. Quelle: Werner Dreschers: Quiddelbacher kämpfen für Erhalt der Kapelle – Förderverein gegründet, in: Rhein-Zeitung vom 7. September 2018