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St.-Bartholomäus-Kapelle Kalenborn

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Die St.-Bartholomäus-Kapelle an der Hilberather Straße 86 in Kalenborn wurde wahrscheinlich schon im 15. Jahrhundert erstmalig gebaut. Die heutige Kapelle hat eine Länge von 10,70, eine Breite von 4,20 Metern und bietet etwa 70 Sitzplätze. Eigentümerin ist heute die Gemeinde Kalenborn. Die seelsorgerische Arbeit in Kalenborn leistet aber schon seit langer Zeit die Pfarrei "St. Martin" Hilberath, die heute zur Pfarrgemeinde "St. Martin" Rheinbach im Bistum Köln gehört, obwohl die Gläubigen im Kreis Ahrweiler vom Bistum Trier betreut werden. In der Kapelle werden Gottesdienste, Taufen Hochzeiten und Ehejubiläen gefeiert und es gibt dort Totenfeiern.


Standort

Hilberather Straße 86

53505 Kalenborn

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Chronik

1686 stand auf dem Gelände des Herrenhofs in Kalenborn bereits eine im Fachwerkstil erbaute Kapelle; sie war allerdings wohl noch St. Gereon geweiht. Im Jahr 1773 ist diese Kapelle abgerissen und durch ein ebenfalls im Fachwerkstil erbautes neues Gotteshaus ersetzt worden. Dabei handelte es sich um eine Stiftung. Der Name des Stifters ist zwar nicht überliefert; vermutlich aber handelte es sich um den Grafen von Hillesheim. Nachdem im Jahr 1785 der letzte Graf dieser Linie verstorben war, ging die Herrschaft Kalenborn an seine beiden Schwestern Auguste, die Gemahlin des Grafen von Spee, und Charlotte über.[1]

Nachdem die Kapelle im Jahr 1792 von einem Blitz getroffen worden war, brannte sie völlig ab. Mit finanzieller Hilfe des Grafen von Spee wurde sie jedoch bereits ein Jahr später wieder aufgebaut. Der Graf lieh den Kalenbornern 200 Taler (andere Quellen berichten von 300 Talern), deren Rückzahlung er ihnen nach späteren Querelen erließ.

Diesmal wurde das Gotteshaus nicht in Fachwerkbauweise, sondern aus Bruchsteinen errichtet und mit seiner Südseite in die Bebauung der Dorfstraße eingepasst. Die heutige Eingangstür der Kapelle stammt aus dem Jahr 1793. Und der bisherige Schutzpatron St. Gereon wurde durch den Winzer-Patron St. Bartholomäus abgelöst. Der war für den Ort wichtig, denn am Roßberg wurde damals noch Wein angebaut. Bis 1950 pilgerten die Winzer aus den Weindörfern entlang der Ahr zum Bartholomäusfest nach Kalenborn.

Im Jahr 1896 wurde die mürbe gewordene Rückwand durch zwei Außenpfeiler abgestützt; und der Altar erhielt Heiligenfiguren sowie einen Aufsatz mit einem Kreuzigungsgemälde. In den kleinen Turm der Kapelle wurden zwei Glocken gehängt. Die mussen jedoch im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben werden und wurden vermutlich eingeschmolzen. 1944/45 wurde die Kapelle durch Kriegseinwirkungen völlig zerstört.

Nach dem Krieg wurde die Kapelle von Kalenborner Bürgern in ehrenamtlicher Arbeit und mit wenigen Eigenmitteln der Gemeinde wieder aufgebaut, und im Turm erklangen bald wieder Glocken. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Kapelle immer wieder mit ehrenamtlichem Einsatz, Bürger-Spenden und finanzieller Hilfe der Gemeinde saniert. 1981 wurde eine Sakristei angebaut. Im Jahr 1994 übernahm der neu gegründete Verein der Förderer der St.-Bartholomäus-Kapelle Kalenborn Instandhaltung und Pflege der Kapelle. Im Jahr 1997 wurde eine elektronische Orgel angeschafft.

Irene Winten kümmert sich als Küsterin um die Kapelle.

Weitere Bilder

Siehe auch

St. Bartholomäus-Kirmes Kalenborn

Weblink

katholische-kirche-rheinbach.de: St. Bartholomäus Kalenborn

Fußnoten

  1. Jochen Tarrach: Kirchenglocken an die Front - Kalenborner Gotteshaus lieferte wohl Rüstungszeug für den Zweiten Weltkrieg, in: Rhein-Zeitung vom 22. Juni 2011