UNESCO-Welterbe „Niedergermanischer Limes“
Das Welterbe-Komitée der UNESCO hat am 27. Juli 2021 beschlossen, den Niedergermanischen Limes in die Liste des Welterbes aufzunehmen. Der gemeinsame Antrag der beteiligten Partner Niederlande, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz war am 9. Januar 2020 beim World Heritage Center der UNESCO in Paris eingereicht worden.
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Chronik
Nach einem ersten Besuch der Bonn‑Information in Remagen kam es zu einem Gegenbesuch des Remagener Stadtmarketings in Bonn. Ziel beider Seiten ist es, die gemeinsame Zugehörigkeit zum UNESCO‑Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Niedergermanischer Limes“ stärker sichtbar zu machen und künftig enger zusammenzuarbeiten.
Im Rahmen einer Führung durch das Gebiet des ehemaligen Legionslagers Castra Bonnensia erhielten die Gäste aus Remagen Einblicke in die römische Geschichte Bonns. An der Präsentationsfläche „Didinkirica“ im Stadtteil Castell erläuterte der sowohl in Bonn als auch in Remagen tätige Stadtführer Dieter Hering‑Schacht die Entwicklung des Kastells und Aspekte des römischen Soldatenlebens.
In Remagen zeige sich seit der Verleihung des Welterbetitels ein deutlich wachsendes Interesse am römischen Erbe, berichtete die Rhein-Zeitung. Die Besucherzahlen des Römischen Museums Remagen stiegen nach der Corona‑Zeit von unter 2000 auf über 6000 Gäste jährlich. Mit dem geplanten Welterbe‑Informationszentrum hinter dem Rathaus, unmittelbar an der Mauer des ehemaligen Kastells Rigomagus, wird ein weiterer Anstieg erwartet. Die Stadt rechnet dadurch auch mit positiven Impulsen für die Innenstadt.
Die verstärkte Kooperation der Tourist‑Informationen Bonn und Remagen gelte als wichtiger Baustein, um die römische Geschichte am Rhein breiter zu vermitteln, berichtete die Rhein-Zeitung. Als nächster Schritt werde die Bonn‑Information beim Rigomagus‑Fest am 30./31. Mai 2026 mit einem Informationsstand vertreten sein. Im Gegenzug solle in Bonn künftig intensiver für Besuche in Remagen geworben werden.[1]
Siehe auch
- Deutsche Limes-Straße
- Limes-Radweg
- Portal „Römer an Rhein und Ahr“
- Portal „Tourismus im Kreis Ahrweiler“
Mediografie
- Kurt Kleemann: Zum Niedergermanischen Limes und seinen Überresten im Kreis Ahrweiler, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2009, S. 118-122 (pdf, 5 Seiten)
- Walter Fabritius: Der Limes ist auch für Bad Breisig wichtig, in: ders.: Die alten Breisiger – Plaudereien aus der Geschichte der Quellenstadt in 53 Aufsätzen, mit zahlreichen Illustrationen von Karl-Heinz Ziebarth, 208 Seiten, Eigenverlag 2007
- Niedergermanischer Limes in Welterbeliste aufgenommen - Grenze des Römischen Reiches entlang des Rheins wurde von Niederlanden und Deutschland nominiert, Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission vom 27. Juli 2021
- Niedergermanischer Limes ist 6. Weltkulturerbe in Nordrhein-Westfalen - Das UNESCO-Welterbekomitee hat den Niedergermanischen Limes mit seinen Fundplätzen in Nordrhein-Westfalen, den Niederlanden und Rheinland-Pfalz in die Liste der Weltkulturerbestätten aufgenommen, Pressemitteilung der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen vom 27. Juli 2021
- Victor Francke: Remagen wird Teil der Limes-Straße, ga.de, 25. Oktober 2021
- Raphaela Sabel: Am Unesco-Weltkulturerbe Limes: Remagen feiert historisches Erbe mit römischem Volksfest, ga.de, 4. Mai 2022
- Thomas Weber: Unesco-Auszeichnung für Remagen - „Wir sind Welterbe“, ga.de, 8. Mai 2022
- unesco.de: UNESCO-Welterbe Grenzen des Römischen Reiches - Niedergermanischer Limes - Nasse Grenze von Rheinland-Pfalz bis zur Nordsee
Weblinks
- Wikipedia: Limes
- Wikipedia: Niedergermanischer Limes
- Wikipedia: Deutsche Limes-Straße
- bodendenkmalpflege.lvr.de: Das UNESCO-Welterbe Niedergermanischer Limes
- nrw-tourismus.de: Niedergermanischer Limes im Rheinland - Nasse Grenze und Keimzelle urbaner Zentren
- mdi.rlp.de; Der Niedergermanische Limes (2021)
- remagen.de: Das ehemalige römische Kastell RIGOMAGVS ist Teil des UNESCO-Welterbes Niedergermanischer Limes
Fußnoten
- ↑ Quelle: Tourismus: Bonn und Remagen machen gemeinsame Sache - Kooperation bei der Vermarktung des Römischen Erbes, in: Rhein-Zeitung vom 16. April 2025, S. 18






