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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Busbahnhof Ringen

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Der Bau eines Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) in Ringen ist geplant. Mindestens sechs Busse sollen am neuen Zentralen Busbahnhof parken können, um Fahrgäste aufzunehmen oder aussteigen zu lassen. Die Haltestelleninseln sollen mit einer Stahl-Glas-Konstruktion überdacht werden. Der General-Anzeiger berichtete:

Die Grafschaft soll in Zukunft besser an das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs angeschlossen werden. Grundsätzlich sollen in allen Ortsteilen mehr Busse als bisher fahren, die Anbindung an den Innovationspark wird verbessert, wie auch die Anbindung an die Nachbarstädte Meckenheim und Rheinbach sowie in die Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Um Verknüpfungspunkte zu schaffen, ist die Einrichtung eines zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) in Ringen zur Umsetzung des heute vom Kreistag zu beschließenden Nahverkehrsplans sinnvoll.[1]

Vier mögliche Standorte für einen rund 2500 Quadratmeter großen Busbahnhof schlug die Gemeindeverwaltung Grafschaft den Beschlussgremien vor: an der Ahrtalstraße, am Ortseingang von Ringen, an der Rheinbacher Straße gegenüber des Rewe-Marktes, im Kreuzerfeld, oberhalb des Bürgerhauses oder an der Rheinbacher Straße, am Ortsausgang Bölingen.


Chronik

Standort für den Busbahnhof wird an der Ahrtalstraße sein. Das beschloss der Gemeinderat Grafschaft im April 2016 mit den Stimmen von CDU, FWG und Grünen. Die SPD stimmte dagegen. Grund: das benachbarte Gelände der Kettiger Thonwerke und damit verbundene sensible Bodenbeschaffenheiten. Erdrutschungen und Verwerfungen im Geländeumfeld könnten nicht ausgeschlossen werden. Ein Antrag der SPD, den Bahnhof am Rewe-Markt im Kreuzerfeld zu bauen, fand keine Mehrheit. Dort hätte ein Grundstück geopfert werden müssen, das für den Bau eines Seniorenheims vorgesehen war. 90 Prozent der Baukosten trägt das Land, die Gemeinde Grafschaft ist mit zehn Prozent beteiligt. Zuvor hatte bereits der Bauausschuss der Gemeinde für diesen Standort auf einem aufgeschütteten, ehemals als Tongrube genutzten Gelände votiert. Dem war auch der Ortsbeirat gefolgt; die Empfehlung dieses Gremiums stellte sich später allerdings als null und nichtig heraus, weil zwei befangene Beiratsmitglieder mitgestimmt hatten. Im nächsten Schritt führt die Gemeinde am vorgesehen ein Bauleitplanverfahren durch.[2]

Trotzdem gab die Gemeinde ein kostspieliges Bodengutachten in Auftrag – mit dem Ergebnis, dass die damalige Einschätzung der SPD im Herbst 2017 bestätigt wurde: Die Gutachter kamen zu dem Ergebnis, dass er Boden am Ortseingang von Ringen für einen Busbahnhof nicht geeignet ist. Ein Busbahnhof wurde als nötig erachtet, um einen zentralen Knotenpunkt für den öffentlichen Nahverkehr in einem wesentlich verbesserten ÖPNV-Netz in der Gemeinde zu schaffen. Er solle reibungslose Umsteigevorgänge und Anschlussfahrten mit geringen Zeitübergängen ermöglichen. Darüber hinaus soll er, so die Meinung der Sozialdemokraten, von Wohnstandorten und Einkaufsmöglichkeiten fußläufig erreichbar sein.[3]

Fußnoten

  1. Quelle: Victor Francke: Für eine bessere Anbindung – Busbahnhof ruft Kritiker auf den Plan, general-anzeiger-bonn.de vom 21- April 2016
  2. Quelle: Victor Francke: Grafschaft bekommt einen Busbahnhof – Gemeinderat beschließt als Standort die Ahrtalstraße in Ringen, general-anzeiger-bonn.de vom 24. April 2016
  3. Quelle: Victor Francke: Grafschafter SPD sieht sich bestätigt – Zentraler Busbahnhof nicht für Ringener Ortseingang geeignet, general-anzeiger-bonn.de vom 21. November 2017