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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Kumpan electric – e-bility GmbH Remagen

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Die Kumpan electric – e-bility GmbH Remagen hat ihren Firmensitz seit Anfang 2010 in Remagen. Leitsatz des Unternehmens: „Schadstoff-freie Roller mit Elektromotoren sollen die Abgas produzierenden Roller mit Benzinmotoren ersetzen, und dies möglichst ohne Einschränkungen bei Design und Leistung.“[1] Laut eigenen Angaben ist das Unternehmen „der erste Produzent von Elektrorollern mit einem einheitlichen Gesamtkonzept, das von der Entwicklung über das Design bis zur Produktion reicht und sich so von vielen anderen Anbietern, die fast ausschließlich importieren, abhebt.“[2] Ihr erstes Modell, den Kumpan 1954, brachte das Remagener Unternehmen im Jahr 2012 auf den Markt. 2014 kam der Einsitzer „Kumpan 1953“ auf den Markt, 2017 dann der E-Tretroller 1950 mit Straßenzulassung. Alle drei Modelle haben nach Hersteller-Angaben Reichweiten von bis zu 150 Kilometern.


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Patrick, Daniel und Philipp Tykesson
Eveline Lemke bei einem Besuch der Remagener Jungunternehmer.
Landrat Dr. Jürgen Pföhler (Zweiter von rechts) bei einem Besuch der E-bility GmbH - mit Hermann Fuchs (von links), Tino Hackenbruch, Patrik Tykesson und Daniel Tykesson.

Anschrift

Dieselstraße 28 (Gewerbepark Remagen-Süd)

53424 Remagen

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Kontakt

Firmenleitung

  • Patrik Tykesson (Geschäftsführer, verantwortlich für Produktentwicklung)
  • Daniel Tykesson (Geschäftsführer, verantwortlich für Finanzen und Personal)
  • Philipp Tykesson (Geschäftsführer, verantwortlich für Vertrieb und Marketing)

Entwicklung

Unter dem Slogan „Green Your Way“ gründeten Patrik, Daniel und Philipp Tykesson im Juli 2010 im Gewerbepark Remagen-Süd das Unternehmen „e-bility“ und brachten den Elektroroller „Kumpan Electric 1954“ auf den Markt. Die Zahl in seinem Namen verdankt dieser Roller, der im Retro-Design daherkommt, der Fußball-Weltmeisterschaft, dem „Wunder von Bern“. Außerdem wurden im Jahr 1954 die Eltern der drei Firmengründer geboren.

Im September 2011 wurden sie von der Jury des Wirtschaftswoche-Gründerwettbewerbs zum Sieger gewählt. Die Jury nennt sie „ein Bilderbuch-Gründertrio voller Engagement und Leidenschaft, das den Trend zu nachhaltiger Mobilität erfolgreich aufgreift“. Damit gewannen die Brüder, die allesamt Betriebswirtschaft studiert haben, ein Paket von Sachleistungen im Wert von bis zu 300.000 Euro. Dazu gehören Rechtsberatungen, Hilfe bei der Investorensuche, Erarbeitung von Markenstrategien, Personalberatung und ein einjähriges Gründertraining.[3]

Das erste Büro war lediglich 60 Quadratmeter groß – bis die Firma im Jahr 2013 in die Dieselstraße 28 umzog. Dort hatte früher die Fahrradfabrik Schauff GmbH & Ko KG ihren Sitz. Dort gibt es offene Büros, die kreisförmig um einen Showroom angeordnet sind, sowie Fertigungspavillon und Lagerräume.

Außerdem brachte e-bility im Jahr 2013 den über zwei Jahre entwickelten und nach eigenen Angaben „ersten entnehmbaren Lithium-Akku mit neun Kilogramm Gesamtgewicht“ auf den Markt – mit bis zu drei parallel geschalteten Akkus. Im September 2016 ging der erste Elektro-Tretroller in den Handel.

2015 hat das Unternehmen 25 Mitarbeiter – darunter je drei Ingenieure und Grafiker, fünf Vertriebs-Mitarbeiter, vier Azubis und fünf Angestellte in der Produktion. Den Verkauf der Roller übernehmen 250 Vertriebsstellen – vorwiegend Auto- und Zweiradhändler – im In- und Ausland. Seinen Lithium-Akku hat e-bility bis dahin stark weiterentwickelt. Die Rhein-Zeitung (RZ) berichtete:

Das Gewicht wurde auf neun Kilogramm halbiert, die Batterie soll bis zu 1000 Ladezyklen schaffen (früher 400). Die Reichweite einer 48-Volt-Batterie liegt bei bis zu 50 Kilometern. Allerdings kann man drei der entnehmbaren Geräte zusammenschalten, sodass man mit einer Ladung bis zu 150 Kilometer schafft. Die Ladezeit liegt je nach Ladegerät zwischen einer und vier Stunden.

Während der „Kumpan“ anfangs zu 60 Prozent in Asien montiert wurde, wird der Roller im Jahr 2015 überwiegend in Remagen montiert. Damit sei E-Bility „der einzige Hersteller in Europa, der den Großteil des Fahrzeugs in der Heimat montieren lässt“, berichtete die RZ. Mit der einzige Herstellerkonkurrent in Europa sei die Münchner Firma Govecs, die ihre E-Roller in Polen produzieren lasse. Hauptabsatzmarkt von E-Bility ist Deutschland.

Etwa 1200 Elektroroller verkaufen die Remagener zu dieser Zeit jährlich. Die Hälfte davon entfällt auf das Modell 1954 L, 35 Prozent entfallen auf die etwas niedrigere Version 1953. Diese beiden Modelle dürfen in Deutschland nicht schneller als 45 Stundenkilometer fahren, gedrosselt nur 25 Stundenkilometer. Ende 2016 soll das Modell 1955 folgen, ein E-Roller, der deutlich schneller ist als die beiden ersten Roller von e-bility. Bis zu 100 Stundenkilometer soll er fahren.

Kumpan Electric habe „nach eigenen Angaben eine Million Euro durch eine Crowdfunding-Kampagne auf der Internetplattform Companisto eingesammelt“, berichtete die Rhein-Zeitung (RZ) am 15. Februar 2017. Mehr als 1300 Personen hätten während der 120-tägigen Laufzeit in die Firma der Tykesson-Brüder investiert. Diesen Betrag wollen die Inhaber in einen Onlineshop, neue Verkaufsshops in deutschen Großstädten und in die Entwicklung eines E-Rollers investieren, der schneller als 85 Stundenkilometer fahren kann. Außerdem hätten die Remagener Rollerbauer kurz zuvor einen „mittleren sechsstelligen Betrag“ aus einer Finanzierung von zwei Tochterfirmen der rheinland-pfälzischen Investitions- und Strukturbank erhalten, berichtete die RZ weiter.

Kumpan Electric eröffnet Verkaufsshop in Köln

Im Frühling 2017 eröffnete die Firma Kumpan Electric einen Verkaufsshop am Melatengürtel im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Patrik Tykesson, einer der drei Inhaber, sagte dazu: „Köln hat für uns eine emotionale Bedeutung und ist strategisch wichtig.“ Köln eigne sich „aufgrund seiner kompakten Struktur bestens für den Einsatz von E-Rollern.“ Zuvor hatte die junge Firma je einen Verkaufsshop in Remagen und im kanadischen Montreal.[4]

Fahrzeug für den urbanen Raum geplant

Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Volker Wissing überbrachte den Brüdern Patrik, Daniel und Philipp Tykesson am Freitag, 23. Juni 2017, einen Förderbescheid über 410.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Technologieförderungsprogramm des Wirtschaftsministeriums, das durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mitfinanziert wird. Sie sollen in das neueste Forschungs- und Entwicklungsprojekt des Unternehmens fließen, das sich um ein Fahrzeugkonzept für den urbanen Raum dreht. Eine Million Euro will Kumpan electric in den nächsten zwei Jahren in dieses Vorhaben investieren. Das neue Transportmittel habe „mehr als zwei Räder“, verriet Daniel Tykesson dem General-Anzeiger, mehr dürfe er aus „wettbewerbs- und patentrechtlichen Gründen“ nicht sagen.[5]

Peter Carlsson und Ralph Suikat steigen bei Kumpan mit ein

Der Schwede Peter Carlsson, ehemaliger Topmanager von Tesla, und der IT-Unternehmer Ralph Suikat seien kürzlich als Investor bei Kumpan electric eingestiegen. Das berichtete die Rhein-Zeitung (RZ) am 4. August 2017. Dadurch hätten die drei Tykesson-Brüder eine „siebenstellige Finanzierung“ eingesammelt, verriet Kumpan-Finanzchef Daniel Tykesson der RZ. Einen Teil des frischen Geldes werde Kumpan im Jahr 2018 darauf verwenden, das Modell 1954Ri auf den Markt zu bringen. Diese Weiterentwicklung des 1954-Rollers vernetze Roller und Fahrer miteinander und fahre bis zu 80 Stundenkilometer schnell. Außerdem wollen die Remagener ihr Unternehmen weiter internationalisieren und wachsen. Kumpan habe derzeit Shops in Remagen, Köln, Wiesbaden und Montreal, die ausschließlich Kumpan-Produkte vertreiben. Im Herbst 2017 solle der Verkauf in Schanghai starten. Das junge Unternehmen aus Remagen vertreibe Elektroroller nach Österreich, Frankreich und Ungarn, in die Beneluxstaaten, die Schweiz sowie nach Kanada. Über das Kapital hinaus erhoffen sich die Tykessons von den beiden namhaften Investoren Management-Tipps und Kontakte. Peter Carlsson, ein „Visionär in Sachen E-Mobilität“, baue derzeit in Schweden die „größte Batteriefabrik Europas und sammelt dazu drei Milliarden US-Dollar“, wie Daniel Tykesson der RZ weiter sagte. Vielleicht liefere er seine Akkus eines Tages auch nach Remagen. Ralph Suikat hingegen, Gründer der Initiative „Fairantwortung“, stehe für die soziale, ethische und ökologische Verantwortung von Unternehmen.[6]

Weitere Bilder

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: „Außen retro, innen öko“ - Landrats-Besuch: Drei Brüder entwickeln den Elektromotor-Roller „Kumpan“ und gewinnen den Gründerpreis 2011, Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 8. Dezember 2011
  2. Quelle: Kumpan Electric eröffnet Verkaufsshop in Köln – Remagener Elektroroller-Hersteller expandiert – Derzeit 25 Mitarbeiter, in: Rhein-Zeitung vom 10. Mai 2017
  3. Quelle: Marion Monreal: Gründerpreis für E-Roller aus Remagen, general-anzeiger-bonn.de vom 23. September 2011
  4. Quelle: Kumpan Electric eröffnet Verkaufsshop in Köln – Remagener Elektroroller-Hersteller expandiert – Derzeit 25 Mitarbeiter, in: Rhein-Zeitung vom 10. Mai 2017
  5. Quelle: Günther Schmitt: Wirtschaftsförderung in Remagen: 410.000 Euro für Forschung, general-anzeiger-bonn.de vom 25. Juni 2017
  6. Quelle: Jan Lindner: Ex-Tesla-Manager steigt bei Kumpan electric ein – Remagener Firma freut sich über Millionen-Investment – Neue Shops geplant, in: Rhein-Zeitung vom 4. August 2017