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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Bistums Trier

Aus AW-Wiki
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Die Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Bistums Tier in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist eine tragende Säule im sozialen und psychologischen Beratungsangebot im Kreis Ahrweiler. Sie bietet Hilfestellung bei sämtlichen Fragen und Problemen rund um die Themen Familie und Leben. Hierzu zählen Erziehungs- und Familienberatung, Hilfen bei Trennung und Scheidung, Unterstützung bei Fragen im Berufsleben sowie Präventionsarbeit mit Elternkursen, Vorträgen und Sprechstunden. Die Beratung ist für die Rat-Suchenden kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht.


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Anschrift

Altenbaustraße 2

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Ahrweiler)

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Kontakt

Personal

Der Diplom-Pädagoge Christof Ewertz leitet die Beratungsstelle. Erste Ansprechpartner bei der Kontaktaufnahme von Ratsuchenden sind die Verwaltungsangestellten Margret Gassen und Claudia Spatz. Zum Beratungsteam gehören außerdem: Diplom-Psychologin Annette Breidenbach-Staab (Ausbildung in Gestalttherapie, Psychologische Psychotherapeutin), Diplom-Psychologin Anne Köster (Psychotherapeutin, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie), Dipl.-Sozialarbeiter Michael Naundorf (Ausbildung in systemischer Therapie und Beratung), Diplom-Sozialpädagoge Sven Doll (Gestalttherapeut, Ausbildung in Familientherapie und systematischer Supervision) und Dipl.-Sozialarbeiterin Silvia Plum (Hypnotherapeutin) sowie Rechtsanwalt Willi Smits als freier Mitarbeiter.[1]

Träger

Bistum Trier

Sprechzeiten

Regelmäßig gibt es Sprechstunden für Schüler und Eltern in der Philipp Freiherr von Boeselager Realschule Ahrweiler und nach Bedarf in der Ahrtalschule Altenahr und im Peter-Joerres-Gymnasium Bad Neuenahr-Ahrweiler. Einmal monatlich haben Klienten aus der Verbandsgemeinde Adenau die Möglichkeit, in Adenau zur Beratung zu kommen.

Finanzierung

Der Kreis Ahrweiler bezuschusste die Fachpersonal- und Sachkosten der Beratungsstelle. Die Sparbeschlüsse des Bistums Trier führten zu Mehr-Förderungen des Kreises Ahrweiler von jeweils 23.000 Euro in den Jahren 2006 und 2007. 2008 erhielt die Beratungsstelle 115.000 Euro vom Kreis.

Den größten Teil der Personal- und Sachkosten trug im Jahr 2013 das Bistum Trier (210.175 Euro). Der Kreis Ahrweiler gab 166.848 Euro dazu, das Land trug 102.400 Euro.

Im Jahr 2015 fielen Kosten von 469.434 Euro für die Beratungsstelle an. 82,6 Prozent davon waren Fachpersonalkosten für den Leiter und drei Psychologen, zwei Sozialpädgogen, einen Rechtsanwalt und zwei Verwaltungsangestellte. Von den Kosten trug das Bistum 45, der Kreis Ahrweiler 35 und das Land 20 Prozent.

Aufgaben

Das Arbeitsfeld der Einrichtung umfasst die Beratung von Eltern, Kindern, Jugendlichen, Familien, Paaren und Einzelpersonen, die sich in Krisen befinden, und zwar in den Feldern Erziehungs- und Familienberatung, Trennung und Scheidung sowie Ehe- und Lebensberatung.

Chronik

Die Beratungsstelle wurde 33 Jahre lang, bis November 2011, von Hans-Peter Doll geleitet. Der Pädagoge Christoph Ewertz hat seit Dezember 2011 die Leitung des Einrichtung inne.

287 Kinder und Jugendliche, 200 Frauen und 155 Männer suchten im Jahr 2011 die Unterstützung der Lebensberatung in Ahrweiler. Weitere 463 Menschen, etwa Familienangehörige oder Lehrer, waren in die Beratungen eingebunden. Außerdem nahmen 147 Personen an Veranstaltungen teil. Der Jahresbericht nennt als wichtigste Symptome bei Kindern Selbstwertstörungen, Entwicklungsauffälligkeiten, Arbeits- und Leistungsstörungen, Ängste und Aufmerksamkeitsstörungen. Bei Erwachsenen seien die häufigsten Themen Unsicherheiten in Erziehungsfragen, Trennungsabsichten, Probleme bei Trennung oder Scheidung, Krankheit, Tod oder seelische Behinderung sowie Kommunikationsprobleme. Die Gesamtkosten des Jahres 2011 von 409.095,12 Euro trug zu 44 Prozent das Bistum Trier, zu 35,1 Prozent der Landkreis Ahrweiler und zu 20,6 Prozent das Land Rheinland-Pfalz.[2]

Der Kreis Ahrweiler unterstützte die Beratungsstelle im Mai 2013 mit zunächst 50.000 Euro als Abschlagszahlung für das Jahr 2013. Der gesamte Jahreszuschuss werde höher sein, hieß es in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 23. Mai 2013. Im Jahr 2012 betrug der Kreiszuschuss rund 140.000 Euro. Das Geld diene größtenteils zur Finanzierung des Fachpersonals.

Im Jahr 2013 wurden 657 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von der Beratungsstelle betreut. 204 Ratsuchende unter 18 Jahre alt. Die häufigsten Beratungsanlässe bei Kindern und Jugendlichen: Trennung und Scheidung, gefolgt von den Problemen durch inkonsequente Erziehung, Umgangs- und Sorgerechtsstreitigkeiten, Aggressivität und mangelndem Selbstwertgefühl.[3]

Das Team der Beratungsstelle betreute im Jahr 2015 insgesamt 805 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Aus dem Jahresbericht ging hervor, die mit Trennung und Scheidung verbundenen Probleme immer noch zu den häufigsten Gründen gehören, warum Menschen die Hilfe der Lebensberatungsstelle suchen. Zahlreiche Menschen würden durch kritische Lebensereignisse aus der Bahn geworfen. Ein weiteres Thema sei fehlende Kommunikation in der Partnerschaft. Scheidungen wirken sich auf die Kinder der sich trennenden Partner aus – die dann häufig ebenfalls bei der Beratungsstelle vorstellig werden. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die nicht in ihrer Ursprungsfamilie leben, lag im Jahr 2015 bei 52 Prozent. Umgangs- und Sorgerechtsstreitigkeiten stehen bei der Scheidungsberatung an erster Stelle – gefolgt vom Themenkreis Trennung und Scheidung, Partnerschaftskonflikten und Problemen mit konsequentem Erziehungsverhalten. Christof Ewert, Leiter der Beratungsstelle, hat beobachtet, dass Eltern noch nie so viel über Erziehung wussten wie heute. Bei Kindern und Jugendlichen zeige sich gleichzeitig ein steigendes Bedürfnis nach Beratung und professioneller Hilfe. Überbehütung von Kindern (durch „Helikopter-Eltern“) könne, so Ewert, in einer Kinderseele ebenso Schäden anrichten wie Vernachlässigung. Sein Rat deshalb: „Eltern müssen ihren Kindern gute Wege ins Leben zeigen und gleichzeitig lernen, sie loszulassen und ihnen etwas zuzutrauen.“[4]

Im Jahr 2016 führte die Beratungsstelle 438 Beratungen, die 927 Kinder, Jugendliche und Erwachsene betrafen. 174 Klienten nutzen weitere Angebote wie Elternkurse, offene Sprechstunden und Weiterbildung. Trennung oder Scheidung der Eltern waren bei den Kindern und Jugendlichen nach wie vor wichtigstes Beratungsthema. An zweiter Stelle standen Probleme, die für Kinder entstanden, wenn ein Elternteil unter Erschöpfung, Überlastung oder einer psychischen Erkrankung litt. Viele Heranwachsende kämpfen mit Gehemmtheit und Isolation. Konflikte mit konsequentem Erziehungsverhalten standen an fünfter Stelle der Beratungsanlässe. 36 Prozent aller in schwierigen Phasen betreuten Kinder und Jugendlichen lebten nicht in ihrer Ursprungsfamilie. Bei Erwachsenen spielten neben gestörter Kommunikation in Beziehungen auch mangelndes Selbstwertgefühl, Kränkungen, kritische Lebensereignisse, Ängste und Zwänge eine Rolle. Auch viele depressive Menschen suchten erst einmal Rat bei der Lebensberatung.[5]

Siehe auch

Mediografie

Weblink

http://www.ahrweiler.lebensberatung.info

Fußnoten

  1. Quelle: Beate Au: Familien aus dem Stress geholfen – Die Anlaufstelle des Bistums Trier zieht Bilanz, in: Rhein-Zeitung vom 28. April 2017
  2. Quelle: General-Anzeiger vom 23. Juni 2012
  3. Quelle: Beate Au: Die Kunden der Lebensberatung werden immer jünger, rhein-zeitung.de vom 22. Mai 2014
  4. Quelle: Rhein-Zeitung vom 28. April 2016
  5. Quelle: Beate Au: Familien aus dem Stress geholfen – Die Anlaufstelle des Bistums Trier zieht Bilanz, in: Rhein-Zeitung vom 28. April 2017