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Fibrolith Dämmstoffe GmbH Kempenich

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Mit rund 40 Beschäftigten, davon etwa 30 in der Produktion, ist die Fibrolith Dämmstoffe GmbH nach der Wolfcraft GmbH Weibern der zweitgrößte Arbeitgeber in Kempenich (Stand: Oktober 2014). Das Werk stellt Wärme-, Schall- und Brandschutzprodukte her und beliefert den Baustoffhandel in Deutschland und in einigen Anrainerstaaten.


Anschrift

Hannebacher Straße 1

56746 Kempenich

Kontakt

Chronik

Die Geschichte der Firma Wilms beginnt im Jahr 1897 mit der Gründung eines Sägewerkes, das später um eine Holzwollefabrik erweitert wurde. Nach 1947 kam die Produktion von Holzwolle-Leichtbauplatten mit dem neuen Markennamen "Fibrolith" hinzu. Im Jahr 1970 wurde die Produktpalette um Mehrschichtplatten mit Hartschaumkern erweitert. Nach einem Großbrand im Jahr 1978 wurde in den Bau einer neuen Produktionsanlage und einer Lagerhalle investiert. Im Jahr 1983 produzierte das Werk erstmals Akustikplatten, und ab 1991 wurde die Produktion von Mehrschichtplatten mit Steinwollkernen aufgenommen.

1993 verkaufte die Familie Fritz Wilms das Unternehmen an den französischen Baustoffhersteller Lafarge. In den ersten fünf Jahren danach führte Fritz Wilms noch die Geschäfte, bevor er aus der Firma ausschied. Im Jahr 2011 kaufte die belgische Etex Group die Lafarge Gips GmbH. Und 2012 wurde mit der Siniat GmbH eine neue Unternehmensmarke gegründet, zu der auch Fibrolith Dämmstoffe gehört. Anfang 2014 übernam Peter Graner, der zuvor 17 Jahre lang Führungspositionen bei Lafarge besetzte, die Geschäftsführung von Fibrolith. "Bei Lafarge machte die Gipssparte nur fünf Prozent des Umsatzes aus, bei der Etex sind es 40 Prozent", sagte Graner der Rhein-Zeitung, "wir in Kempenich sind die einzige deutsche Fabrik im Gesamtunternehmen. Das ist auch mit ein Grund, warum jetzt Gelder frei werden für Investitionen." Im Sommer 2014 sei ein rund eine Million Euro teurer neuer Zementmischer in Betrieb genommen worden, und im Gewerbegebiet sei eine neue Betriebsstätte eingerichtet worden. In der ehemaligen Zimmerei von Jochen Lau, die nun der Reifen Radermacher GmbH gehört, werden Mehrschichtplatten manuell hergestellt. In naher Zukunft solle dort eine vollautomatische Anlage in Betrieb genommen werden.

In dem Unternehmensporträt in der Rhein-Zeitung (RZ) vom 26. Oktober 2014 hieß es weiter:

In jüngster Vergangenheit wurden fünf zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Der "sozialen Ader" von Fritz Wilms haben es Asylanten und Flüchtlinge zu verdanken, dass sie eine dauerhafte Beschäftigung fanden. "Unsere Mitarbeiter kommen vorwiegend aus der Region, sind sehr loyal und profitieren von der familiären Atmosphäre, einige sind schon seit Jahrzehnten bei uns", so Graner. Beispiele: Prokurist Gerd Schumacher ging nach 40 Jahren in Ruhestand, Bernd Windheuser wurde nach 35 Jahren verabschiedet und Anette Benner ist schon 30 Jahre als Bürokraft tätig.[1]

"Unser Erfolg beruht auf der ständigen Anpassung des Sortiments an die Marktanforderungen. Sicherheit und Kontinuität der Produktqualität, zuverlässiger Lieferservice und anerkannt gute Beratung gehören zu unserer Philosophie", sagte Geschäftsführer Peter Graner der RZ, "im nächsten Jahr werden wir noch einmal eine Million Euro investieren, dann vorwiegend in die Sanierung des Betriebs. Denn zu lange ist hier nichts passiert. Man sieht also, dass das Mutterunternehmen zu Fibrolith und zum Standort Kempenich steht." Die RZ berichtete weiter:

Ein wenig ärgern will man die Knauf-Gruppe, den einzigen, aber wesentlich größeren Mitbewerber auf Bundesebene. Zudem sollen die Exporte auf Frankreich ausgedehnt werden. Eine Kapazitätserweiterung soll einhergehen mit neuen Produktionszeiten. In Planung ist ein Mehrschichtbetrieb bei der Weiterverarbeitung.

Unterstützung erhoffe sich Graner dabei vom Gewerbeverein Kempenicher Land e.V. und der Gemeinde Kempenich.

Weblink

http://www.fibrolith.de

Fußnoten

  1. Quelle: Hans-Josef Schneider: Fibrolith: Vom Sägewerk zum Brandschutz, rhein-zeitung.de vom 26. Oktober 2014