Heidnerhof (Kempenich)

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Gemälde
Bewohner des Hofes

Der Heidnerhof ist eine aus mehreren Einzelgebäuden bestehende Hofanlage und zugleich ein Wohnplatz im Ortsbezirk Kempenich der Gemeinde Kempenich in der Verbandsgemeinde Brohltal im Kreis Ahrweiler.


Chronik[1][Bearbeiten]

Der Heidnerhof ist der Ursprung für mehrere Kempenicher Familien. Etwa 1585 wird ein Nikolaus Bell als Heidner Hofmann erwähnt. Die erste Erwähnung ist im Jahr 1317 ein Gerhard von der Heiden. In Urkunden und Akten wird zwischen 1348 und 1497, im Zusammenhang mit dem „Hof zur Heiden“, Gothard Wolf von Rindorf aufgeführt. Im weiteren Verlauf von 1497 bis 1700 wechselt der Hof, teilweise durch Pfändungen, öfters den Eigentümer:

  • 1512 verpfändet an Waldbott von Bassenheim
  • 1516 an v. d. Reben
  • Vor 1603–1607 an Degenhard von Metternich zu Brohl (zur Hälfte an Maria Laach)
  • 1665–1700 v. d. Leyen zu Nickenich, bevor er dann
  • ab 1700 bis 1834 von Breidbach zu Bürresheim und deren Erben bewirtschaftet wird.

Es handelt sich damals um einen geschlossenen Bezirk um die Hofanlage mit 109 Morgen, davon 38 Morgen Acker, acht Morgen Wiesen, 53 Morgen Wildland und zehn Morgen Wald, den sogenannten „Heidener Busch“.

1834 kaufte dann der damalige Pächter Stefan Schomisch (1791-1853) den Hof für 6650 Taler. Stefan Schomisch heiratete die Tochter Anna Maria von Johann Adolf Bell (1755-1812), einem Nachkommen des oben erwähnten Nikolaus Bell. Der Bruder von Johann-Adolf, Joseph Bell (1765) wohnte dann 1825 im Hinterdorf, später Jaeger. Über Jacob „Hommesjokum“ (1799-1877), den Sohn von Johann-Adolf, dann Johann Jacob (1840-1906) und Stephan Bell (1866-1917), verheiratet mit Elisabeth Müller (siehe Müller-Dynastie) mit den Nachkommen Seul, Föschtech und Gros, ging die Bell-Linie dann im Dorf weiter. „Hommesjokum“ (1799) heiratete Anna Maria Ackermann vom Hof am Markt, später „Pompe Ernst“.

Der Bruder von Johann-Jakob (1840), Stephan (1830), war der „Beune Schöfe“. Ein Teil der Nachkommen wohnt heute noch auf der Beun. Ein weiterer Zweig verteilte sich über „Höhnerbauesch“ zu „Schommers“ im Gürtel. Mit der Tochter von Stefan Schomisch, Christine (1829), entstand dann der Zusammenschluss mit der Familie Nett, denn sie heiratete Jacob Nett, den Vater vom späteren „Hommeshannes“, Johann Nett. Durch Heirat von Catharina Schomisch (geb. 1814), einer weiteren Tochter von Stefan Schomisch, mit Johann Gros (* 1812) aus der Langscheider/Haustener Linie, ergaben sich weitere Verwandschaften im Dorf.

Johann Gros war unter anderem auch der Schwager von Bernhard Wilms, dem Urgroßvater von Pompe Ernst (Ernst Wilms) und Ururgroßvater von Rudi Meid. Er war auch der Bruder von Peter Gros, dem Großvater von Kurt, Werner (Ete), Elvira und Gerhard Gros, sowie von Irene Klapperich. Der Sohn von Johann Gros, ebenfalls Johann (* 1845), heiratete Catharina Ackermann. Ihre Tochter Anna-Maria (* 1870) heiratete Jacob Rausch (Bauernhof Markt, heute Schüller) und starb bereits nach vier Jahren Ehe im Jahr 1904. Ihre Tochter Gertrud (* 1900) heiratete dann Ludwig Hilger aus Weibern. Ein Sohn aus dieser Ehe, Alois, lebt heute noch auf dem Hof.

Siehe auch[Bearbeiten]

Wegkreuz am Heidnerhof Kempenich

Fußnoten

  1. Quelle: Manuskript von Jochen Seifert