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Kohlensäuregas-Verflüssigungsanlage Bad Bodendorf

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Technikmuseum Bad Bodendorf.jpg
Initiator Eckhard Hoffmann (r.) inmitten der Anlage
Die Kohlensäuregas-Verflüssigungsanlage Bad Bodendorf.
Kohlensäure-Anlage.jpg

Die Kohlensäuregas-Verflüssigungsanlage Bad Bodendorf, unmittelbar an das ehemalige Kurmittelhaus Bad Bodendorf angrenzend, ist eines der wenigen Industriedenkmale der Region. Seit ca. 2014 wird das "Technikmuseum" vom Heimat- und Bürgerverein Bad Bodendorf e.V. betrieben.[1]


Kontakt

Chronik

  • 1919 Josef Hardt und seine Söhne Peter und Heinrich beschließen, die aus der 1913 erbohrten Quelle freiwerdende Kohlensäure gewerbsmäßig auszubeuten. Das Startkapital kam vom Verkauf des 1900 erbohrten „Ahrquell“ an den Engländer Richard Cory. Weitere Geldmittel kamen als Anleihe von dem Brüsseler Kaufmann Dubois, dem dafür Kohlensäure geliefert werden sollte. Die Verflüssigungsanlage wurde von der Augsburger Maschinenfabrik Riedinger geliefert. Das Gebäude hierfür erbaute der Bodendorfer Maurermeister Josef Beitzel. Nach Versiegen der Quelle von 1913 wurde das Thermalwasser zur Gewinnung der Kohlensäure aus der Hauptquelle, der Josef-Quelle Bad Bodendorf, entnommen.
  • 1922 Vertrag mit dem „Kohlensäureverband (Westkontor Koblenz)“. Josef Hardt erhält eine monatliche Abfindung, wenn er keine auswärtigen Kunden mit Kohlensäure beliefert. Seit dem wurde nur noch der Abfüllbetrieb des „Bodendorfer Thermalsprudels“ beliefert.
  • 1967 Verkauf des blühenden Betriebes „Bodendorfer Thermalsprudel“ durch den Krupp-Konzern an die Firma „Tönnissteiner Sprudel“, die den Bodendorfer Betrieb aus Konkurrenzgründen über Nacht stilllegte. Damit standen von diesem Zeitpunkt an auch die Räder der Kohlensäuregasverflüssigungsanlage still.
  • 2003 Nach Übernahme der Kuranlagen durch die Eigentümer des Seniorenzentrums "Maranatha" Bad Bodendorf fördert die neue Besitzerin, Hannelore Spitzlei, den Erhalt der Kohlensäureverflüssigungsanlage als einzigartiges Industriedenkmal.
  • 2014 übernahm der Heimat- und Bürgerverein Bad Bodendorf e.V. die Betreuung der Anlage und wird sie zu festen Önnungszeiten, die im Veranstaltungskalender der Stadt Sinzig veröffentlicht sind, zugänglich machen. Außerhalb dieser festen Öffungszeiten können sich Besuchergruppen für Führungen anmelden.

Weitere Bilder

Video

Mediografie

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 7. April 2014