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Nürburg (Burg)

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Die Nürburg, eine auf einer Höhe von 678 Metern stehende Höhenburg in der Eifel, wurde 1150 erstmals erwähnt. Der Vorgängerbau stammte aus dem Jahr 1107. Die Burg - Namensgeberin der gleichnamigen Gemeinde und des Nürburgrings - wurde vom Land Rheinland-Pfalz saniert. Dabei sind alle Mauern gesichert worden. Ergänzt wurden die Dächer der kleineren Türme.


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Die Burg und der Nürburgring
Fritz von Wille: „Pfingsten auf der Nürburg“
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Die Region um die Nürburg mit Quiddelbach und Döttinger Maar

Standort

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Burgverwaltung

  • Telefon 02691 2704
  • Fax 02691 931459
  • Handy 0171 6449644

Chronik

Im Jahr 1166 wird die von den Grafen von Are erbaut Fluchtburg erstmals urkundlich erwähnt.

Nachdem die Hälfte der Burg nach 1169 an das Römische Reich gefallen war, gab Kaiser Heinrich VI. diese Hälfte im Jahr 1193 an die Grafen Theoderich von Hochstaden und Gerhard von Are zurück.

Unter Erzbischof Konrad von Hochstaden wurde im Jahr 1250 der Bergfried erbaut.

Im 14. Jahrhundert wurden der die turmbesetzte Zwingeranlage gebaut und umfangreiche Maßnahmen zur Wiederherstellung vorgenommen.

Während der Weihnachtstage des Jahres 1612 reißt ein „ungewonlicher Sturmwind“ oder „greuliche tempestas“ Schornsteine und Dächer von mehreren Gebäuden herab und verwüstet nahezu sämtliche Innenräume.

Der Herzog Phillip von Arenberg, Pfandinhaber der Burg, berichtet im Jahr 1656, wegen fehlenden (Bau-)Unterhaltes verfalle die Nürburg.

Im Jahr 1815 befindet sich die Burg in preußischem Staatsbesitz.

1970 Umfassende Sanierung der Burg

Während der 1970er-Jahre wird die Burg umfassend saniert. Dabei werden viele Mauern aufgemauert und begradigt. Neuverfugungen werden vorgenommen und neue Kegeldächer auf die Flankierungstürme der Zwinger aufgesetzt.

Seit 1988 wird die Burg von der Direktion „Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz“ betreut.

Mai 2014: 4,8 Millionen Euro teure Sanierung beginnt

Nachdem 30 Jahre lang nicht in die Ruine investiert wurde, begann im Mai 2014 eine 4,8 Millionen Euro teure Sanierung durch den Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB). Die Projektleitung hat Christoph J. Schiewek von der LBB-Niederlassung Koblenz. Im Herbst 2015 soll das Projekt abgeschlossen sein. Die Sanierung ist insbesondere durch Frostsprengungen notwendig geworden. Die Rhein-Zeitung berichtete:

Grund dafür sind Mauerfugen, die in den 1970er-Jahren mit Beton verschlossen wurden, anstatt – wie heute im Denkmalbereich üblich – mit Kalkmörtel. Beton ist ein dichtender Baustoff. Deshalb konnte sich die Feuchtigkeit, die durch die wasserdurchlässigen Mauerkronen eingedrungen ist, in den Bruchsteinmauern sammeln. Das so gestaute Wasser gefror im Winter und führte zu Frostsprengungen. Diese Schäden will der LBB mit einem dreistufigen Sanierungsplan beheben ...[1]

Im Rahmen der Sanierung werden die zementierten Fugen abgetragen und mit Kalkmörtel neu geschlossen. Eindringende Feuchtigkeit kann dadurch künftig entweichen. Zur Stabilisierung des Mauerwerks werden außerdem Edelstahl-Anker eingebaut. Im ersten Bauabschnitt wird die Stützwand mit der Rampe zur Kernburg saniert. Die Sanierung des West- und Küchenbaus schließt sich an. Dann folgt die Sanierung der Stützmauer an der Burgzufahrt. Dass die Burg aus einer Vielzahl verschiedener Gesteinsarten erbaut wurde, erschwert die Sanierung. Beim Bau wurde auch Stein aus dem Berg verwendet, auf dem die Burg steht. Dabei handelt es sich um Basalt, der wegen seines kaum kalkulierbaren Bruchverhaltens schwierig zu bearbeiten ist.

Video

Weitere Fotos

Siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Denise Korden: Die Nürburg wird grundsaniert - Kosten sollen 4,8 Millionen Euro betragen, in: Rhein-Zeitung vom 21. August 2014