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Poli-Tape Klebefolien GmbH Remagen

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Die auf Beschichtungen spezialisierte Poli-Tape Klebefolien GmbH Remagen bietet nationalen und internationalen Kunden aus Industrie und Handwerk Produkt- und Systemlösungen. Das Unternehmen, größter Gewerbesteuerzahler in Remagen und ... einer der größten Arbeitgeber im Kreis Ahrweiler,[1] „ist weltweit führender Hersteller von Textil-Transfersystemen, Digitaldruckmedien, Plotterfolien, Laminierfolien und Haftklebebändern mit Schwerpunkten in der Beschriftungs- und Werbetechnik“, berichtete general-anzeiger-bonn.de am 7. September 2013, „kaum ein Fußballtrikot, kaum ein Tennishemd, das nicht von Poli-Tape bedruckt wurde.“[2] Ob in der Außenwerbung an Gebäuden, Objekten oder Fahrzeugen, bei der Beschriftung und Designgestaltung von Sport-, Freizeit- und Berufsbekleidung sowie zum temporären Oberflächenschutz – die Produkte aus dem Remagener Unternehmen sind „auf dem gesamten Globus zu Hause.“ Puma, Adidas, Nike, führende Autohersteller, Unternehmen aus der Textil- und Werbebranche gehören zum Kundenstamm des Familienunternehmens.[3] Im Jahr 2016 betrug der Umsatz gut 90 Millionen Euro. Neben dem Hauptsitz, der Entwicklung und der Produktion in Remagen unterhält Poli-Tape 2017 ein Vertriebsunternehmen in den USA sowie zwei Produktionsstandorte in Italien. Die Firmengruppe hat insgesamt neun Produktionsanlagen. Das Unternehmen beschäftigt rund 300 Mitarbeiter – 230 davon in Remagen. Poli-Tape beliefert Händler in 95 Ländern; die Exportquote liegt bei 85 Prozent.[4]


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Anschrift und Standort

Zeppelinstraße 17 (Gewerbepark Remagen-Süd)

53424 Remagen

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Kontakt

Sonstiges

Im Jahr 1993 gründete Walter Möhren, der die damals neuartige Beschriftungstechnik entwickelt hatte, mit zwei Mitarbeitern in den Räumen einer kleinen Bäckerei in Kripp das Unternehmen, das 1997 bereits 25 Mitarbeiter zählte und einen Jahresumsatz von 13 Millionen Mark machte. Durch die Inbetriebnahme der ersten Beschichtungsanlage wurde 1998 am damaligen Standort in Kripp die Eigenfertigung von Haftklebefolien aufgenommen. Außerdem kamen ein Labor für die Qualitätssicherung und ein Hochregallager hinzu. Mit der ersten eigenen Beschichtungsanlage verdoppelten sich bis 2001 Umsatz und Mitarbeiterzahl.

Weitere Firmen wurden gegründet: im Jahr 2001 Poli-Tape USA und 2006 Poli-Tape Italia; außerdem wurde die italienische Kemica S.p.a. übernommen. Wegen der guten Unternehmensentwicklung und wegen zu knapper Raumkapazität wurde der Vertrieb im Jahr 2002 in den Gewerbepark Remagen-Süd verlagert. Investitionen in die weitere Expansion des Unternehmens wurden 2009 getätigt. Neben dem Bau eines neuen Verwaltungs- und Laborgebäudes wurde eine zweite Beschichtungsanlage in Betrieb genommen.

In Gegenwart von Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Bürgermeister Herbert Georgi wurde am 16. Juni 2011 der erste symbolische Spatenstich für den Erweiterungsbau im Gewerbepark Remagen-Süd vollzogen. Auf einer überbauten Fläche von 7000 Quadratmetern entstanden dort in den Monaten darauf Produktionsgebäude für Beschichtung und Konfektionierung, ein Zentrallager für Rohstoffe und Fertigware sowie zusätzliche Sozialräume. Zehn Millionen Euro wolle Poli-Tape in die Halle investieren und 20 neue Arbeitsplätze schaffen, hieß es damals. „Durch fortlaufende Innovationen und durch eine auf die Marktbedürfnisse abgestimmte Diversifikation des Angebotssortimentes konnte das Unternehmen überproportional wachsen und international eine marktführende Position im Bereich Werbe- und Beschriftungstechnik erlangen“, erklärten Walter und Sven Möhren, die Geschäftsführer des Unternehmens. Neben dem Standort Remagen verfügt die Poli-Tape-Group zu dieser Zeit über zwei produzierende Betriebe in Italien sowie über eine Vertriebsgesellschaft in den USA. Es beschäftigt 250 Mitarbeiter.[5]

13 Millionen Euro investierte Poli-Tape bis Dezember 2011 in seine neue Produktions- und Lagerhalle. Zur Fertigstellung der Halle, die für das Unternehmen, wie es hieß, den Sprung in die digitale Folienherstellung darstelle, konnten der Geschäftsführende Gesellschafter Walter Möhren und sein Sohn Sven Möhren, der als Geschäftsführer im Familienunternehmen tätig ist, im Dezember 2011 unter anderem Ministerpräsident Kurt Beck, IHK-Präsident Manfred Sattler, den Kreisbeigeordneten Horst Gies, den Remagener Bürgermeister Herbert Georgi, Geschäftspartner aus aller Welt und viele der mehr als 100 Mitarbeiter des Remagener Stammwerks begrüßen. Mit dem 10.000 Quadratmeter großen Neubau hat das Unternehmen seine überbaute Fläche auf dem Firmengrundstück im Gewerbepark Remagen-Süd nahezu verdoppelt. Zu dieser Zeit ist Poli-Tape in 80 Ländern der Erde vertreten, produziert in Deutschland und Italien und hat in Florida einen Vertriebsstandort.[6]

Mit der Inbetriebnahme einer neuen Beschichtungsanlage, der modernsten Produktionsstätte ihrer Art der Welt, wurde im Spätsommer 2013 ein Investitionspaket in Höhe von 15 Millionen Euro abgeschlossen. Mit dabei: Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Bürgermeister Herbert Georgi sowie Landtagsabgeordnete und Kommunalpolitiker. Das Unternehmen zu dieser Zeit beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter und sei durch Firmenaufkäufe zu einem Riesen in der Branche geworden. Längst gehörten die Poli-Tape-Hallen, die nach und nach angebaut wurden, zu den größten im Gewerbepark Remagen-Süd. Poli-Tape arbeite ausschließlich mit ökologisch unbedenklichen Stoffen. „Ich will kein PVC am Körper“, sagte Geschäftsführer Möhren den Gästen.[7]

Im Juli 2016 erwarb die Bitburger Holding einen 49-Prozent-Anteil an der Poli-Tape-Gruppe. Am 13. Dezember 2016 starb unerwartet der Poli-Tape-Firmengründer und Geschäftsführer Walter Möhren im Alter von nur 65 Jahren. Seitdem leitet der Sohn des Firmengründers, Sven Möhren, das Unternehmen als geschäftsführender Gesellschafter. Gemeinsam mit der Bitburger Holding will Sven Möhren 2017 einen Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro machen. Die USA sei „der mit Abstand größte Markt für Poli-Tape“, berichtete die Rhein-Zeitung im Juli 2017. Grund dafür: „Die sportverrückte Nation mit ihren zahlreichen Ligen vom Profi- bis zum Highschool-Sport und das in vielen unterschiedlichen Mannschaftssportarten hat ... einen enormen Bedarf an Trikotbeschriftungen.“ Neben den Textildruck-Folien, die knapp die Hälfte des Firmenumsatzes ausmachen, habe die Firma Folien für die Beschriftung von Autos, Schaufenstern und Werbeflächen im Programm. „Das Engagement der Bitburger Holding sieht Poli-Tape-Geschäftsführer Sven Möhren rundum positiv“, hieß es in der RZ. „Die Partnerschaft ist langfristig angelegt, und sie gibt uns Spielraum für Neuinvestitionen.“. Die finanzstarke Bitburger Holding sei ebenfalls in Familienbesitz und investiere gern in regionale Unternehmen mit Potenzial. „Dabei behalten wir operativ alle Freiheiten.“ Diese Freiheiten brauche das Unternehmer, um „organisch weiterzuwachsen“. Möhren strebe einen jährlichen Zuwachs im zweistelligen Bereich vor. Während der Fokus in den vergangenen Jahren vor allem auf der die Erweiterung von Gebäuden und Anlagenpark gelegen habe, sei er nun auf die Optimierung der Betriebsabläufe verlagert worden. Politape investiere gegenwärtig in die „Schaffung effizienterer logistischer Strukturen.“ Die Prozessoptimierung sei auch deshalb nötig, weil Poli-Tape „zunehmend qualifiziertes Personal fehlt.“ Das Unternehmen könne „gut und gerne noch 20 bis 30 fähige Mitarbeiter in den verschiedenen Bereichen gebrauchen.“ Poli-Tape biete zwar Ausbildungsplätze an, habe in Zusammenarbeit mit mehreren Hochschulen Werkstudenten ausgebildet und drei von ihnen auch übernommen. „Aber wir sind auf der Suche nach weiteren Mitarbeitern, die möglichst in der Region verwurzelt sind“, sagte Möhren der RZ.[8]

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Niki Radtke: 4000 Menschen arbeiten in zwölf Betrieben - Hitliste der größten Arbeitgeber, in: Rhein-Zeitung vom 13. Oktober 2012
  2. Quelle: Victor Francke: Neue Anlage in Betrieb - Poli-Tape investiert 15 Millionen in Remagen, general-anzeiger-bonn.de vom 7. September 2013, siehe auch: Weitere Millionen-Investition bei Poli-Tape in Remagen – Mit einem Knopfdruck in die Zukunft, blick-aktuell.de vom 9. September 2013
  3. Quelle: Rhein-Zeitung vom 15. Dezember 2011
  4. Quelle: Christian Koniecki: Wie kommen die Spielernamen auf das Trikot? Poli-Tape aus Remagen produziert Beschriftungen – Bitburger hat Anteile, in: Rhein-Zeitung vom 26. Juli 2017
  5. Quelle: Neue Arbeitsplätze in Remagen, general-anzeiger-bonn.de vom 7. Juni 2011
  6. Quelle: Rhein-Zeitung vom 15. Dezember 2011
  7. Quelle: Victor Francke: Neue Anlage in Betrieb - Poli-Tape investiert 15 Millionen in Remagen, general-anzeiger-bonn.de vom 7. September 2013
  8. Quelle: Christian Koniecki: Wie kommen die Spielernamen auf das Trikot? Poli-Tape aus Remagen produziert Beschriftungen – Bitburger hat Anteile, in: Rhein-Zeitung vom 26. Juli 2017