Hotel-Restaurant „Zum Anker“ Rolandswerth

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Das Hotelgebäude heute
Historische Ansichtskarte

Das ehemalige Hotel-Restaurant „Zum Anker“ an der Mainzer Straße 22/24 Bundesstraße 9 in Rolandswerth wurde am 15. Juni 1900 im General-Anzeiger – im Vorfeld der Eröffnung als Hotel Zum Anker C. Braun am 17. Juni 1900 erstmals erwähnt.[1] Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg von den französischen Besatzern als Fernmeldezentrale genutzt. Zuletzt war die chinesische Botschaft in dem markanten Haus untergebracht. Seit deren Auszug steht es leer.


Standort[Bearbeiten]

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Chronik[Bearbeiten]

Die später als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnete Hotel-Inhaberin Sibylla Cronenberg versteckte während der Nazizeit Juden in dem Hotel.[2] Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs diente das Haus als ziviles Ausweichkrankenhaus für Köln – ähnlich wie das benachbarte das Hotel Rolandseck und die nicht weit entfernte „Kyffhäuserheim“. Aber auch Einheimische wurden dort aufgenommen und behandelt. In den vier Garagen unter der Hotel-Terrasse wurden verstorbene Patienten aufgebahrt – jeweils für einen Tag oder zwei Tage, bis sie eingesargt und abtransportiert worden sind.[3] In zwei der vier Garagen wurden nach dem Krieg Verkaufsräume eingerichtet, wobei die Garagentore aus- und Schaufenster eingebaut worden sind. Außerdem wurde die Terrasse über den Garagen zugunsten von zwei Geschossen entfernt.

Mediografie[Bearbeiten]

Victor Francke: Ehemalige Hotels „Bellevue“ und „Zum Anker“ - Vergangene Pracht am Rhein, general-anzeiger-bonn.de vom 20. Mai 2015

Fußnoten

  1. Quelle: Ute Metternich
  2. Quelle: rheinische-geschichte.lvr.de: Sibylla Cronenberg versteckte die jüdische Familie Jacoby (05.1943), gesehen am 23. Februar 2016
  3. Quelle: mündliche Auskunft von August Wilhelm Hoffmann vom November 2020