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Seniorengruppe „Die vergessene Generation - Kriegskinder berichten“ Adenau

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Ursprung der Adenauer Seniorengruppe „Die vergessene Generation - Kriegskinder berichten“ ist ein Seminar mit Mechthild Haase vom Caritasverband Ahrweiler im Jahr 2011 in Adenau. Die Mitglieder der Gruppe wurden zwischen 1930 und 1945. In Gesprächsrunden arbeiten sie Kriegserlebnisse ihrer Generation auf und arbeiten mit weiterführenden Schulen und dem Jugendbüro der Verbandsgemeinde Adenau, der BAU - Beratung - Anlaufstelle - Unternehmung, zusammen. Die Senioren kommen regelmäßig zu Treffen zusammen, bei denen sie von ihren Erlebnissen während der Kriegszeit erzählen und ihre Erinnerungen gemeinsam aufarbeiten. Über das Jugendbüro der Verbandsgemeinde Adenau entstand der Kontakt zu den weiterführenden Schulen in Adenau, zu deren Geschichtsunterricht die Seniorengruppe Zeitzeugenberichte und -gespräche beisteuert. Ein weiteres Projekt widmet sich einem Kochbuch mit Speisen aus der Kriegszeit.


Leitung

Anneliese Dockter

Mitglieder

Chronik

Im Januar 2015 wurde die Gruppe mit dem Innovationspreis des Kreises Ahrweiler für Seniorenförderung ausgezeichnet, der mit 1500 Euro dotiert ist.[1] Der Kreis- und Umweltausschuss des Kreises Ahrweiler hatte die Vergabe einstimmig beschlossen. Es handele sich um ein „besonders gelungenes Projekt der Seniorenförderung mit beispielgebendem Charakter“, begründete Landrat Dr. Jürgen Pföhler, der die Auszeichnung an Anneliese Dockter als Leiterin der Gruppe überreichte.[2]

2019 wollen die Senioren ein Buch herausbringen, in dem ihre Erinnerungen an den Krieg dokumentiert sind.

Veröffentlichung

Seniorengruppe „Die vergessene Generation - Kriegskinder berichten“ Adenau (Hrsg.): Erzähl mal was, 124 Seiten, teils bebildert und illustriert, Adenau 2019 (Autoren des Bandes sind Anneliese Dockter, Anneliese Holzemmer, Helene Seuter, Gisela Czarkowska, Gisela Kohn, Gertrud Heckmann, Karlheinz Korden, Maria Wischnewski, Waltraud Losse und die 2017 verstorbene Maria Knechtges. Die an diesem Buch beteiligten Autoren berichten, wie das Leben in den letzten Kriegsjahren und in der entbehrungsreichen Zeit nach dem Kriegsende war. Kindheit und Jugend, Leben und Tod, Frieden und Neuanfang lauten die Kapitel mit wahren Begebenheiten, verfasst von Menschen, die in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg geboren sind. Es sind Schicksale, die in der Eifel, in Schlesien, in Schmalkalden in Thüringen sowie in Offenbach in Hessen und in verschiedenen Großstädten am Rhein erlitten wurden. Es geht um eine Kindheit, die keine war. Sie war von Not, von Angst, von Krieg geprägt. Die Mitglieder der Gruppe, die sich einmal im Monat zum Gedankenaustausch trifft, möchten mit ihren persönlichen Geschichten dazu beitragen, das damalige Leben in der Erinnerung fortleben zu lassen, damit die nachfolgenden Generationen daraus lernen können.)[3]

Siehe auch

Mediografie

  • Anneliese Dockter: Gesprächskreis - Kriegskinder erinnern sich, in: Jahrbuch der Stadt Adenau 2014
  • Schüler und Zeitzeugen im Gespräch: „Die Vergessene Generation“ besucht das Erich-Klausener-Gymnasium Adenau, in: Rhein-Zeitung vom 18. April 2019

Fußnoten

  1. Quelle: Förderpreise für ehrenamtlichen Einsatz - Lantershofener und Adenauer Vereine für „Ländlicher Raum“ und Seniorenarbeit besonders ausgezeichnet, in: Rhein-Zeitung vom 8. Januar 2014
  2. Quelle: Seniorengruppe Adenau mit Innovationspreis des Kreises ausgezeichnet, Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 23. März 2015
  3. Quelle: Ein Buch gegen das Vergessen – Generation der Kriegskinder hat ihre Geschichten aufgeschrieben, in: Rhein-Zeitung vom 20. November 2019