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Kreissparkasse Ahrweiler

Wilbert Herschbach

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Nach sechs Jahren im Amt des Vorsitzenden des Heimatvereins "Alt-Ahrweiler" e.V. wurde der Zahnarzt Dr. Wilbert Herschbach ( * etwa 1945) aus Ahrweiler bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im März 2013 für drei weitere Jahre in diesem Amt bestätigt.


Dr. Wilbert Herschbach (2. von links) im Februar 2013 mit Andreas Wittpohl (links), der Leiterin der Dokumentationsstätte Regierungsbunker, Heike Hollunder, sowie seinem Vorstandskollegen Bernd Schrading.

Vita

Wilbert Herschbach war von 1996 bis 2010 Vorsitzender des Kirchenchors der Katholischen Pfarrgemeinde „St. Pius“ Bad Neuenahr, von 1976 bis 1988 Mitglied im Pfarrgemeinderat sowie anschließend bis 2004 im Verwaltungsrat der Katholischen Pfarrgemeinde „St. Pius“ Bad Neuenahr-Ahrweiler.[1]

Auszeichnung

Für sein herausragendes langjähriges ehrenamtliches Engagement im Bereich der Brauchtums- und Heimatpflege wurde Dr. Wilbert Herschbach von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Vera Reiß, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, überreichte die Auszeichnung während einer Feierstunde am Donnerstag, 4. Februar 2016, in Mainz. „Dr. Wilbert Herschbach hält die deutsche und europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts in unserem Land lebendig“, sagte die Ministerin. Herschbach habe seine Heimat in vielen Funktionen geprägt. Seit mehr als 13 Jahren engagiere er sich im Vorstand des Heimatvereins "Alt-Ahrweiler" e.V., der sich für die Pflege des Brauchtums und der historischen Gebäude sowie für die Aufarbeitung der Geschichte Ahrweilers einsetzt. „Sie haben mit dem Heimatverein Alt-Ahrweiler der Zeitgeschichte besondere Aufmerksamkeit geschenkt“, sagte Ministerin weiter. 2004 habe der Verein am Ahrweiler Silberberg die Gedenkstätte Silberberg-Tunnel errichtet, wo in den letzten Kriegsjahren mehr als 2500 Menschen Schutz vor Bomben fanden. Heute vermittele die „Stadt im Berg“ Besuchern einen Eindruck von den beklemmenden Lebensumständen der Bevölkerung in den Kriegsjahren. Darüber hinaus sei Herschbach maßgeblich daran beteiligt gewesen, die Dokumentationsstätte Regierungsbunker zu einem international bekannten und bundesweit einmaligen Zeugnis der jüngeren deutschen und europäischen Geschichte zu entwickeln. „Es ist Ihrem tatkräftigen und nachdrücklichen Einsatz zu verdanken, dass der ehemalige Regierungsbunker als Zeugnis des Kalten Krieges bewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte“, sagte Reiß. Seit der Eröffnung im März 2008 hätten mehr als 500.000 Besucher diesen „Schauplatz“ des Kalten Krieges besucht. 2009 sei der Regierungsbunker von der EU zum europäischen Kulturerbe erklärt worden. „Wir brauchen solche Orte der Erinnerung, und wir brauchen Menschen wie Sie, die sich für diese Erinnerungsorte einsetzen, wie Sie sich auch sonst in Ihrem Leben stets für Ihre Mitmenschen eingesetzt haben“, so Reiß.[2]

Fußnoten

  1. Quelle: Auszeichnung: Verdienstkreuz für Wilbert Herschbach, general-anzeiger-bonn.de vom 6. Februar 2016
  2. Quelle: Bundesverdienstkreuz für Wilbert Herschbach – Glückwunsch Ehrenamtlicher Einsatz für das Brauchtum, Geschichte und Schaffung der Dokumentationsstätte Regierungsbunker gewürdigt, in: Rhein-Zeitung vom 5. Februar 2016