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Wilhelm Woßmann

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„Akazienkreuz“ am Turm der St.-Laurentius-Kirche

Der Kunstgärtner Wilhelm Woßmann († 1955), der in der Oberhutstraße in Ahrweiler lebte, war von 1908 bis zu seinem Tod Mitglied im Elitecorps der St. Sebastianus Bürgerschützengesellschaft Ahrweiler e.V. Gleich neben dem Saal des Alten Zunfthauses hatte er eine Gärtnerei mit Blumenladen und Sämereien-Handel. Später war dieses Haus unter dem Namen Gärtnerei Hartwich bekannt. Neben seinem Laden hielt Woßmann im Auftrag der Reichsbahndirektion in Köln die Bahndämme sauber und pflegte die Bahnhöfe in Köln und Umgebung. Dazu beschäftigte er während der Saison mehr als 100 Arbeiter.


Das „Akazienkreuz“

In den 1920er Jahren stiftete Wilhelm Woßmann ein mehr als drei Meter hohes und mit 76 Glühbirnen versehenes Kreuz, das Jahr für Jahr von Heiligabend an bis zum Fest Mariä Lichtmess am 2. Februar während der Dunkelheit am Turm der Katholischen Pfarrkirche "St. Laurentius" Ahrweiler leuchtet. Woßmann ließ das Kreuz anfertigen, weil er meinte, dass es der mehr als 700 Jahre alten Pfarrkirche in der Weihnachtszeit an einem würdigen Schmuck fehle. Trotz Weltkrieg und wirtschaftlichem Zusammenbruch war Woßmann so vermögend, dass er sich das Kreuz leisten konnte. Obwohl das Kreuz aus Eichenholz besteht, wurde es viele Jahre lang „Akazienkreuz“ genannt. Aus folgendem Grund: Die Reichsbahn ließ entlang ihrer Bahntrassen häufig Akazien pflanzen, deren Wurzeln die Bahndämme stabilisieren und die verhindern sollten, dass sie bei starken Regenfällen ausgeschwemmt wurden.[1]

Fußnoten

  1. Quellen: 1125 Jahre Ahrweiler: Das beleuchtete Kreuz am Turm der Laurentius-Kirche, blick-aktuell.de vom 22. Januar 2018