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Calvarienberg-Stiftung Ahrweiler

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Die Ursulinenkongregation Calvarienberg Ahrweiler e.V. wollen das Private Gymnasium der Ursulinen Calvarienberg Ahrweiler und die Private Realschule der Ursulinen Calvarienberg sowie das Tagesinternat mit Hausaufgabenbetreuung einer noch zu gründenden Stiftung übertragen. Das berichteten General-Anzeiger und Rhein-Zeitung am 22. Juli 2014. Damit solle eine drohende Schließung der beiden Schulen verhindert werden. Nachdem im November 2013 bekannt geworden war, dass das Internat Calvarienberg innerhalb der nächsten drei Jahre geschlossen wird, gab es zahlreiche Gerüchte über angebliche Schließungsabsichten. Eine Schließung der Schulen wollten die Ursulinen „auf gar keinen Fall“, sagte Generaloberin Maria Monheim. Im Gegenteil: „Wir wollen die Schulen sicher in die Zukunft führen“; das sei 2013 im Generalkapitel beschlossen worden. Die Rhein-Zeitung berichtete:

Wie bei der Entscheidung, das Internat zu schließen, ist es die prekäre Finanzlage, die den Orden zum Handeln zwingt. Zwar garantieren die Schulgesetzte in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz den Schulen in privater Trägerschaft öffentliche Finanzhilfe. Dennoch drücken Sach- und Personalkosten, da alle Fachkräfte von außerhalb kommen. Der Orden selbst kann, anders als in vergangenen Zeiten, nicht selbst dazu beitragen, den Personalbedarf abzudecken. Von dereinst 354 Schwestern zählt die Kongregation der Ursulinen heute noch 39 zumeist Betagte – niemand, der unterrichten könnte.[1]

Die Einnahmen der Ordensgemeinschaft seien extrem zurückgegangen, die Ausgaben drastisch gestiegen, sagte Schwester Irmgard Carduck. Hätten Mitte der 1960er Jahre noch rund 100 Schwestern weitgehend autark die Arbeit in Kloster und Schulen gemeistert - von Küchendienst und Verwaltung über die Besetzung des Blandine-Merten-Archivs und als Erzieherinnen im Internat bis hin zu Lehrerinnen und Schulleiterin -, seien die Zahlen durch die Anstellung von immer mehr Personal umgekippt. Die verbeamteten Lehrer werden laut dem rheinland-pfälzischen Privatschulgesetz vom Land bezahlt, doch die angestellten Lehrer zum Teil vom Land, zum Teil vom Träger. Das Bistum Trier zahle lediglich einen kleinen Sachkosten-Zuschuss. Für das Internat Calvarienberg, dessen Schließung beschlossen ist, müsse der Träger allein aufkommen, ebenso für Sekretärinnen, Hausmeister und Reinigungspersonal. "Es gibt weder öffentliche Finanzhilfen vom Land oder der Kommune noch regelmäßige Zuschüsse vom Bistum", so Schwester Veritas.

Die Ursulinen überlegen deshalb, die Schulen auf eine Stiftung zu übertragen, die für die Finanzierung des Schulbetriebs sorgt und die von Freunden, Förderern, Ehemaligen und anderen Sponsoren unterstützt wird. Mit 200.000 Euro jährlich käme die Stiftung hin, sagte Schwester Irmgard Carduck. Anfang 2014 wurde bereits das private Mädchengymnasium "St. Ursula" in Aachen einer Stiftung übertragen. Neben einem Rechtsanwalt gehören dem Kuratorium dieser Stiftung drei Schwestern vom Calvarienberg an: Schwester Veritas Albers, Generalprokuristin Irmgard Carduck und Generaloberin Maria Monheim. Für den Calvarienberg schwebt ihnen Ähnliches vor. Auch für die derzeit 827 Schüler und 60 Lehrer des Gymnasiums sowie die 437 Schüler und 35 Lehrer der Realschule in Ahrweiler werde sich durch einen solchen Trägerwechsel nichts ändern, versicherte die Generaloberin.

Der Orden wolle in die Stiftung alles einbringen, was er besitzt: Grundstücke, Gebäude und Inventar. Die sogenannte Ökonomie - - Wirtschafts- und Landwirtschaftsgebäude, Scheune und ehemalige Stallungen - soll ebenfalls abgerissen werden. Das frei werdende Gelände könne mit Einfamilienhäusern bebaut werden. Der Erlös aus den Grundstückverkaufen würden in die Stiftung fließen.[2]


Mediografie

Günther Schmitt: Gymnasium Calvarienberg: Stiftung soll keine Auswirkungen auf den Schulalltag haben, general-anzeiger-bonn.de vom 20. November 2014

Fußnoten

  1. Quelle: Frieder Bluhm: Calvarienberg: Stiftung soll Zukunft sichern - Ursulinenkongregation will Gymnasium und Realschule unbedingt erhalten, in: Rhein-Zeitung vom 22. Juli 2014
  2. Quelle: Marion Monreal: Schulen am Calvarienberg - "Es gibt keinen Plan B", general-anzeiger-bonn.de vom 22. Juli 2014