Henriette Maaskersting

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Henriette Maaskersting (* ca. 1936) aus Sinzig-Franken ist Gründerin des Vereins Kinder von Tschernobyl e.V. Sinzig.


Funktionen und Mandate

Vita

Die gebürtige Koisdorferin ist in Sinzig aufgewachsen und zur Schule gegangen. Alptraumartige Erinnerungen hat sie an ein Weihnachtsfest in den letzten Kriegsjahren: Damals wurde Sinzig von einem Bombenteppich getroffen. Die Familie ließ sich nach Thüringen evakuieren, flüchtete ein halbes Jahr später vor den nahenden sowjetischen Truppen wieder gen Westen. Zurück in Sinzig, ging die junge Henriette "in Stellung", zog später mit Ehemann Adolf Maaskersting sechs Kinder groß. Unter schwierigen Bedingungen, denn ehe die Familie nach Franken umsiedelte, lebte sie ohne Strom und fließendes Wasser auf dem "Hombüchel".

Ehrenamtlich engagiert hat sich Maaskersting schon früh. Zusammen mit ihrem 1996 verstorbenen Mann hat sie den Flugplatz Mönchsheide und den Verschönerungsverein Franken mit aufgebaut. Auch kommunalpolitisch ist die 14-fache Oma und zweifache Uroma (Stand: April 2006) aktiv: 1994 wurde sie für eine Amtsperiode Ortsvorsteherin von Franken, für die Freie Wählergruppe Sinzig e.V. sitzt sie seit zwei Jahren im Stadtrat Sinzig.

Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt wurde sie durch die Gründung des Vereins Kinder von Tschernobyl e.V. Sinzig im Jahre 1992. "Russland hat mich und meinen Mann schon immer interessiert", sagt Henriette Maaskersting. Es ist eine wechselvolle Geschichte mit glücklichem Ausgang. Ein bisschen ironisch ist sie auch: "Im Krieg sind wir vor den Russen geflüchtet", erinnert sie sich - heute verbinden sie mit den Gegnern von einst teils enge Freundschaften.

Bei einer Mitgliederversammlung der Freien Wählergemeinschaft Franken im März 2014 wurde sie als Kandidatin für die Wahl des Ortsbeirats Franken im Rahmen der Kommunalwahl 2014 nominiert.[2]

Henriette Maaskersting hat erlebt, wie Sinzig an Weihnachten 1944 zerbombt wurde. Das sei furchtbar gewesen, aber erst nach dem Ahr-Hochwasser vom 14./15. Juli 2021 „richtig rausgekommen“: „Ich habe geschrien und geweint, weil das alles wieder hochkam. Aber danach ging es mir dann besser“, sagte sie knapp fünf Jahre nach der Flut der Rhein-Zeitung.[3]

Ehrungen und Auszeichnungen

Mediografie

Fußnoten

  1. Quelle: fw-sinzig.de: Chronik, gesehen am 1. Oktober 2022
  2. Quelle: Franken in Sinzig: Die Liste der Freien Wählergruppe zum Ortsbeirat steht, general-anzeiger-bonn.de vom 31. März 2014
  3. Quelle: * Judith Schumacher: 40 Jahre nach Tschernobyl - Wie Aktive aus dem Ahrkreis betroffenen Kindern halfen, rhein-zeitung.de, 27. März 2026
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