FacebookLogo.png   TwitterLogo.png   Wordpress-logo-notext-rgb.png

Kreissparkasse Ahrweiler

Kläranlage Sinzig

Aus AW-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche


Kläranlage Sinzig.jpg
Kripp - Heinz Grates (5).jpg
Die zentrale Anlagen-Steuerung
Blick vom nördlichen Faulturm über die Anlage
Klaerwerk Sinzig 26.jpg
Klaerwerk Sinzig 27.jpg
Klaerwerk Sinzig 17.jpg
Klaerwerk Sinzig 20.jpg
Klaerwerk Sinzig 25.jpg
Klaerwerk Sinzig 12.jpg

Die Kläranlage Sinzig wird vom Abwasser-Zweckverband "Untere Ahr" betrieben. 115.000 Einwohnergleichwerte liegen als Abwassereinleiter an, täglich werden durchschnittlich 25.000 Kubikmeter Abwasser gereinigt, dies entspricht 8 bis 9 Millionen Kubikmetern im Jahr.


Anschrift und Standort

Grüner Weg 17

53489 Sinzig

Die Karte wird geladen …

Kontakt

  • Telefon 02642 9826-0
  • Fax 02642 9826-50

Sonstiges

140 Millionen Mark flossen bis zum Jahr 2000 in die Kläranlage - 70 Millionen in die Anlage selbst, weitere 70 Millionen in den Bau der Verbindungssammler. Allein die im Jahr 2000 fertig gestellt dritte Baustufe, mit der Stickstoff und Phosphor aus dem Abwasser geholt werden, kostete 16 Millionen Mark. 300.000 Mark hat die Messtechnik zur Dauerüberwachung gekostet. 40 Kilometer Kabel laufen in der Anlage für die Messtechnik zusammen.

Die Anlage verfügt u.a. über zwei Faultürme, Gasbehälter, ein Störfallbecken und einen Gnerator mit Sterling-Motor, mit dessen Hilfe das Gas, das in den beiden Faultürmen entsteht, per Kraft-Wärme-Kopplung verstromt wird. 60 Prozent der elektrischen Energie, die das Werk benötigt, erzeugt die Kläranlage selbst. Die Abwärme wird genutzt, um die Faultürme auf optimale Temperaturen zu bringen.

Chronik

Gasometer saniert

2015 wurden 200.000 Euro in die Sanierung des 1000 Kubikmeter fassenden Gasometers der Kläranlage durch eine Fachfirma aus Hannover investiert. Der Werkausschuss hatte die Arbeiten im Frühjahr 2015 vergeben. In dem zylinderförmigen Vorratsbehälter wird Klärgas gespeichert, das in den Faultürmen entsteht und zur Energiegewinnung genutzt wird. In den beiden Blockheizkraftwerken auf der Kläranlage wird es in elektrische Energie umgewandelt, die wiederum vollständig im Eigenbetrieb verbraucht wird. Knapp die Hälfte des Eigenenergiebedarfs der Anlage wird auf diese Weise gedeckt. Die Sanierung war notwendig geworden, weil der Kunststoff der Innenmembran, die das Gas beinhaltet, nach 25 Jahren porös geworden war. Neben dem Austausch der Membran wurde auch der äußere Stahlbehälter, der die Membran umschließt, mit einer neuen Beschichtung versehen. Mit Hilfe eines Interimsbehälters direkt neben dem Gasometer wurde während der Sanierung eines der beiden Blockheizkraftwerke betrieben, um den Ausfall der Eigenenergie in Grenzen zu halten.[1]

Neues Blockheizkraftwerk geht in Betrieb

Im Frühjahr 2017 wurde in der Kläranlage ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb genommen, das das in den Faultürmen des Klärwerk erzeute Klärgas verbrennt. Die beiden Vorgängerinnen aus dem Jahr 1983 durften aufgrund veralteter Elektrik nicht mehr ans Netz gehen. Die neue Anlage, die 8500 Stunden jährlich in Betrieb ist, ersetzte die beiden veralteten und sie hat eine höhere Leistung als beide zusammen. Die neue Anlage wurde von der Firma Schmitt Enertec in Mendig gebaut. Während im Klärwerk zuvor 45 Prozent des Energiebedarfs durch die eigenen Kraftwerke gedeckt wurden, sind es mit der neuen Anlage 60 Prozent. Die Energiegewinnung aus der Verbrennung des Klärgases deckt den kompletten Wärmebedarf. Darüber hinaus wird der Großteil der benötigten elektrischen Energie in dem BKHW erzeugt. Das Blockheizkraftwerk, das Strom im Wert von 200.000 Euro produziert, hat rund eine halbe Million Euro gekostet. Die Kläranlage verbrauche jährlich etwa vier Millionen Kilowattstunden Energie, berichtete der General-Anzeiger. Bürgermeister Wolfgang Kroeger sagte, mit dem neuen Blockheizkraftwerk sei ein erheblicher Schritt zur Verbesserung des Umwelt- und Ressourcenschutzes gemacht worden. In einem nächsten Schritt könnte durch weitere Investitionen noch mehr Energie für den Eigenbedarf erzeugt werden, so Werkleiter Christian Meyer.[2]

Kläranlage vor Komplett-Erneuerung

An der aus den 1960er Jahren stammenden Kläranlage Sinzig seien größere Sanierungsarbeiten notwendig, sagte Stadtwerkeleiter Bernd Lischwé bei einer Sitzung des Werksausschusses des Abwasser-Zweckverbandes "Untere Ahr" im Februar 2018. „Es geht in Richtung komplette Erneuerung“, so Lischwé. Die Betriebskosten seien wegen der deutlich teurer gewordene Klärschlamm-Entsorgung und der Energiekosten von 2,3 Millionen Kilowattstunden immens. Außerdem sei der Anschluss der Verbandsgemeinde Bad Breisig an die Kläranlage im Gespräch, weil die Verbandsgemeinde Bad Breisig zwei kleinere Kläranlagen stilllegen wolle.[3]

Weitere Bilder

Mediografie

Alfred Ermert: Ein Gemeinschaftswerk als Beitrag zur Reinerhaltung der Gewässer, in: Heimatjahrbuch für den Kreis Ahrweiler 1969

Fußnoten

  1. Quelle: Gasometer in Sinzig: Aufwendige Sanierungsarbeiten, general-anzeiger-bonn.de vom 18. November 2015
  2. Quellen: Victor Francke: Energiebedarf von Sinzig: Neues Blockheizkraftwerk macht sich schnell bezahlt, general-anzeiger-bonn.de vom 16. Februar 2017, und Rhein-Zeitung vom 16. Februar 2017
  3. Quelle: Rhein-Zeitung vom 24. Februar 2018