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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Andreas Geron

Aus AW-Wiki
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Am 8. Oktober 2017 wurde Andreas Geron zum Bürgermeister der Stadt Sinzig gewählt.
Andreas Geron mit Ehefrau Esther am Abend der Stichwahl im Sitzungssaal des Sinziger Rathauses, wo die Ergebnisse aus den Wahllokalen zusammenliefen
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Der Diplom-Verwaltwirt (FH) und Rechtsanwalt Andreas Klaus Geron (* 1965) wurde bei der Bürgermeisterwahl Sinzig 2017 als parteiunabhängiger Kandidat zum Bürgermeister der Stadt Sinzig gewählt. Geron ist Sprecher des Gründungsvorstandes der im Frühling 2015 gegründeten Bürgerinitiative "Wir lieben Sinzig", die mehr als 3700 Unterschriften gegen den Bau des geplanten Nahversorgungszentrum Dreifaltigkeitsweg/Kölner Straße gesammelt hat.[1]


Anschrift

Dreifaltigkeitsweg 49

53489 Sinzig

Kontakt

Vita

Andreas Geron wurde als Sohn von Ursula Geron und Karl Geron (ehemaliger Polizeibeamter bei der Polizeiinspektion Remagen) geboren. Er besuchte die Sinziger Grundschule und dann das Rhein-Gymnasium, an dem er 1984 Abitur machte. Von 1984 bis 1987 absolvierte Geron bei der Kreisverwaltung Ahrweiler eine Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) und eine Gastausbildung bei der Stadtverwaltung Sinzig. 1987/1988 war er Bundeswehrsoldat am Standort Koblenz. Sein Studium der Rechtswissenschaften in Bonn von 1989 bis 1994 schloss er mit dem Ersten Juristischen Staatsexamen ab. Ab 1994 arbeitete er als Repetitor beim Juristischen Repetitorium Hemmer in Trier und Saarbrücken. Sein Referendariat am Amtsgericht Sinzig und am Landgericht Koblenz, das von 1994 bis 1996 dauerte, schloss er mit dem zweiten Juristischen Staatsexamen ab. 1996 wurde er als Rechtsanwalt zugelassen.[2]

Seit 1997 ist Andreas Geron Geschäftsführender Gesellschafter des Juristischen Repetitoriums Hemmer in Rheinland-Pfalz und Hessen (Mainz, Trier und Frankfurt/Main) und Gesellschafter in Nordrhein-Westfalen (Köln und Düsseldorf). Außerdem ist er verantwortlich für die Ausbildung von Studierenden der Rechtswissenschaften und Rechtsreferendare im öffentlichen Recht (Baurecht, Kommunalrecht, Polizei- und Ordnungsrecht, Verwaltungsrecht, Verfassungsrecht und Europarecht). 1997 bestand er den Lehrgang „Fachanwalt für Verwaltungsrecht" beim Deutschen Anwaltsinstitut. Im gleichen Jahr wurde er Mitherausgeber der im Luchterhand-Verlag erscheinenden Textsammlung „Landesrecht Rheinland-Pfalz“.

Andreas Geron, verheiratet mit Esther Geron, Vater von zwei Kindern, ist/war Mitglied im Schulelternbeirat an der Regenbogenschule Sinzig und im Schulelternbeirat des Rhein-Gymnasiums Sinzig. Seine Hobbys und Interessen sind Radfahren, Tennis, Wandern, Gesellschaftsspiele, Achterbahnen, Geschichte, Rheinschifffahrt und Literatur. In der Schulsportgemeinschaft Rhein-Gymnasium Sinzig hat er früher gefochten und Volleyball gespielt.

Wahlprogramm und Wahlkampf

Ihm liege in erster Linie die Transparenz am Herzen, sagte Geron in einem Interview mit der Rhein-Zeitung. Sinzig brauche einen Bürgermeister, der aus Sinzig stammt und der in Sinzig wohnt. Als unabhängiger Kandidat könne er außerdem offener an Problemlösungen herangehen. Auf die Frage, was er in der Stadtverwaltung Sinzig verändern würde, antwortete er, er „würde vor allem für mehr Transparenz eintreten, die fehlt mir ganz überwiegend in der Sinziger Verwaltungsarbeit. Hier wird zu viel hinter verschlossenen Türen entschieden.“ Sollte er zum Bürgermeister gewählt werden, wolle er die Abwanderung von Gewerbetreibenden aus Sinzig beenden und sich dafür einsetzen, dass sie bleiben und nicht wie etwa die Sprengnetter GmbH in Nachbarstädte abwandern. Familienfreundlichkeit sei ein weiteres Thema, das wegen der Schließung von Kinderspielplätzen oder deren mangelnder Pflege derzeit wieder die Sinziger beschäftige. Weiter sagte Geron der RZ, zusammen mit Bürgern und Vereinen wolle er ein Leitbild für Sinzig entwickeln: „Remagen steht für Kultur, Bad Breisig für Wellness. Aber bei Sinzig weiß man es nicht.“[3]

Im Rahmen seines Wahlkampfs vor der Bürgermeisterwahl am 24. September 2017 stellte sich Andreas Geron in den einzelnen Stadtteilen vor – zuerst im Freiweg-Heim Sinzig, am 11. Mai 2017 in der Winzergaststätte Bad Bodendorf und am 19. Mai im im Gemeindehaus „Alte Schule“ Franken. Seine Ziele als Bürgermeister seien u.a. respektvolles Zusammenarbeiten mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, Schaffung von attraktivem Wohnraum sowie bürgernahe und transparente Erfüllung der städtischen Aufgaben.

Die erste Wahlgang

Andreas Geron errang im ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahl am Sonntag, 24. September 2017, 45,4 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. Bis auf Franken holte Geron in allen Stadtteilen die meisten Stimmen. Ihm folgte auf dem zweiten Rang CDU-Kandidat Martin Braun mit 28,7 Prozent. Auf Platz drei mit 25,8 Prozent: Manfred Ruch; er schied damit aus dem Wahlverfahren aus. Bei der Stichwahl am 8. Oktober 2017 stehen die Namen von Andreas Geron und Martin Braun auf dem Stimmzettel. „Eine bittere Pille für den unabhängigen Bewerber mit SPD-Parteibuch“, schrieb Günther Schmitt im General-Anzeiger. Am Abend des Wahlsonntags sagte Manfred Ruch dem General-Anzeiger: „Ich habe fest damit gerechnet, dass ich in die Stichwahl komme.“ In der Kernstadt, in der Ruch vor der Wahl dreieinhalb Jahre mit dem Bürgerforum aktiv war, sei „seine Botschaft rübergekommen“. In den Stadtteilen sei ihm dies jedoch nicht gelungen, so Ruch, der aus seiner „großen Enttäuschung“ keinen Hehl machte. „Möglichst viele Wähler erneut an die Urne bringen.“ Das sah Martin Braun als seine Hauptaufgabe für die zwei Wochen bis zur Stichwahl an. Für ihn gehe es darum, sämtliche verfügbaren Kräfte zu mobilisieren und eine Aufholjagd hinzulegen. Weil der Vorsprung von Andreas Geron 16,7 Prozentpunkte betrug, sah er sich massiv gefordert: „Ich werde mit voller Energie in die Verlängerung des Wahlkampfes gehen“, sagte Braun dem General-Anzeiger. „Ich bin überwältigt von der Zustimmung und dem Vertrauen der Wähler in allen Stadtteilen“, sagte Andreas Geron dem General-Anzeiger (GA). Vor allem, weil er als Nicht-Politik-Profi derart gepunktet habe. „Jetzt dürfen keine Kräfte schwinden. Denn wenn man es soweit geschafft hat, dann will man auch gewinnen“, sagte Geron dem GA weiter. Bis zur Stichwahl werde er mit vollem Einsatz um jede Stimme kämpfen.[4]

Die Stichwahl

Aus der Stichwahl am 8. Oktober 2017 ging Andreas Geron klar als Sieger hervor. Am 1. Januar 2018 tritt das Bürgermeister-Amt als Nachfolger von Wolfgang Kroeger (CDU) an, der 16 Jahre, also zwei Amtsperioden lang, Stadtchef war. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,8 Prozent. Von 13.741 Wahlberechtigten gingen 6684 zur Urne. 4721 davon kreuzten auf dem Stimmzettel Gerons Namen an. Das entsprach 71,5 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. In keinem der sechs Sinziger Stadtteile und in keinem der 11 Wahllokale wurde CDU-Kandidat Martin Braun seinem Mitbewerber nur annähernd gefährlich. Seine besten Ergebnisse erzielte Geron in der Sinziger Kernstadt ((73,3 Prozent) sowie in Westum (73,7 Prozent) und Bad Bodendorf (73,1 Prozent). Martin Braun erhielt 1886 Stimmen (28,5 Prozent).

Die Wahlbeteiligung lag bei 48,6 Prozent. Im ersten Wahlgang am 24. September 2017 hatte die Wahlbeteiligung bei 75,1 Prozent gelegen. Trotz deutlich geringerer Wahlbeteiligung erhielt Geron bei der Stichwahl 170 Stimmen mehr als im ersten Wahlgang, nämlich 4721 gegenüber 4551 Stimmen. Martin Braun hingegen verlor bei der Stichwahl 993 Stimmen, nämlich 1886 gegenüber 2879. Während Geron also gegenüber dem ersten Wahlgang 3,7 Prozent Stimmen hinzu gewann, musste Andreas Braun mehr als ein Drittel seiner Stimmen (etwa 34,5 Prozent) abgeben – obwohl er und die CDU nach dem ersten Wahlgang nochmal erheblich in Wahlwerbung investiert hatten.

Um 18.45 Uhr am Abend des Wahlsonntags hatte der Wahlleiter, Noch-Bürgermeister Wolfgang Kroeger (CDU), das vorläufige amtliche Endergebnis bekannt gegeben. Er sei „sprachlos“ angesichts der großen Zustimmung durch die Sinziger, sagte Wahlsieger Geron und bedankte sich bei den Mitarbeitern der Stadt und den ehrenamtlichen Wahlhelfern, die eine großartige Arbeit an beiden Wahlsonntagen abgeliefert hätten. Geron dankte aber auch seinen Mitbewerbern Martin Braun und Manfred Ruch. Der Wahlkampf sei „zu jeder Zeit von gegenseitigem Respekt und einem fairen Miteinander geprägt“ gewesen. Gerons Dank galt auch seiner Familie und seinen Unterstützern. „Vom Siebenjährigen bis zu der Rentnergruppe, die mich in den vergangenen Monaten angesprochen haben und mich unterstützen wollten – wir hatten ein gemeinsames großes Ziel und das haben wir jetzt erreicht.“ In den nächsten Tagen wolle er zur Ruhe kommen, um dann im Januar 2018 mit voller Motivation sein Amt anzutreten. „Diese Ruhe hat sich Mitbewerber Martin Braun offensichtlich schon für den Wahlabend verordnet“, berichtete die Rhein-Zeitung tags darauf, „ein gesprochenes Statement wollte er gegenüber der Presse nicht abgeben.“ Bis auf: „Es trifft mich ja nicht überraschend.“ Darüber hinaus gab Braun eine kurze schriftliche Notiz ab, auf der er denen dankte, die ihm ihre Stimme gegeben hatten. Dem CDU-Stadtverband Sinzig dankte er „für das in mich gesetzte Vertrauen“.

In den Reihen der Sinziger CDU, die seit 50 Jahren den Sinziger Bürgermeister stellte, habe das Wahlergebnis „blankes Entsetzen hervorgerufen“, berichtete der General-Anzeiger. Das Wahlergebnis sei „der GAU für eine Partei, die sich acht Jahre lang auch redlich um dieses Ergebnis bemüht hat“, kommentierte Uli Adams, Redaktionsleiter der Rhein-Zeitung, „acht Jahre lang hat sie die Verwaltung schalten und walten lassen, ohne deren weder von Fortüne noch von Weitsicht geprägtem Handeln Einhalt zu gebieten.“ von der CDU habe es „kein Machtwort, keine Kurskorrektur, keine Weichenstellung“ gegeben. Für die Bürger sei nicht einmal das Bemühen erkennbar gewesen, sich von Fehlleistungen im Rathaus zu distanzieren. „Das Gefühl der Sinziger Bürger, das im Rathaus gemauschelt wird und die CDU im Hintergrund die Fäden zieht“, hätten die Christdemokraten „scheinbar ohnmächtig zugelassen.“ Der „Protest an der Wahlurne“ sei da „nur die logische Folge“ gewesen. Diese Proteststimmung hätten „Andreas Geron und seine vielfach anonym agierenden Gefolgsleute geschickt genutzt“, schreibt Adams weiter.[5]

Weitere Fotos

Videos

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quellen: Bürgerinitiative „Wir lieben Sinzig“ plant konkrete Schritte - Wünschenswert ist eine umwelt- und naturverträgliche Nutzung - Gruppierung ist gegen den Bau eines Nahversorgungszentrums am Dreifaltigkeitsweg, blick-aktuell.de vom 11. Mai 2015, und Widerstand gegen Sinziger Millionenprojekt - Neue Bürgerinitiative ist gegen das geplante Nahversorgungszentrum am Dreifaltigkeitsweg, in: Rhein-Zeitung vom 12. Mai 2015
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 20. Mai 2016 und andreas-geron.de: Über mich, gesehen am 20. Mai 2016/
  3. Quelle: Jan Lindner: Andreas Geron will Bürgermeister von Sinzig werden – 51-Jähriger tritt 2017 gegen Amtsinhaber Kroeger (CDU) an – Parteiloser Kandidat (Interviews), in: Rhein-Zeitung vom 20. Mai 2016
  4. Quelle: Günther Schmitt: Bürgermeisterwahl: Geron und Braun gehen in Sinzig in der Stichwahl, general-anzeiger-bonn.de vom 25. September 2017
  5. Quellen: Victor Francke: Neuer Chef im Rathaus: Andreas Geron gewinnt Bürgermeisterwahl in Sinzig, general-anzeiger-bonn.de vom 8. Oktober 2017, Uli Adams/Celina de Cuveland: Großer Wahlsieg für Andreas Geron in Sinzig – Parteiunabhängiger Kandidat erhält bei der Stichwahl ums Bürgermeisteramt 71,5 Prozent – Debakel für die CDU, in: Rhein-Zeitung vom 9. Oktober 2017, und Uli Adams: Spannende Zeiten kommen auf Sinzig zu (Kommentar), in: Rhein-Zeitung vom 9. Oktober 2017