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Mariensteine

Aus AW-Wiki
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Auslagen eines Gold- und Silberschmieds in Bad Neuenahr

Die in der Ahr zu findenden türkisfarbenen Mariensteine oder auch Muttergottessteine werden zwar auch als Schmucksteine verwendet, sind aber keine natürlichen Edelsteine. Vielmehr handelt es sich bei diesen Steinen um Schlacken, die bei der Eisenerz-Verhüttung im 15. und 16. Jahrhundert an der Oberahr entstanden sind. Deshalb sind sich auch nur unterhalb der ehemaligen Hüttenstandorte zu finden - bis hinunter zur Ahr-Mündung in den Rhein oberhalb von Kripp. Ähnliche Steine gibt es auch im Pöhlbach im Erzgebirge, im Schwarzwald, im Ostharz und im Süden Finnlands. Im Rechtsrheinischen (Bergischen Land) finden sich im Gemeindegebiet von Engelskirchen im Flussgebiet der Agger und des Loopebaches ergiebige Fundstellen (Verrer Hütte).


Sonstiges

Bei der Eisenerz-Verhüttung im 15. und 16. Jahrhundert fiel Schlacke an, die im Laufe der Jahre von der Ahr und ihren Hochwässern rund und glatt geschliffen wurde. Die türkise, grün-bläuliche Färbung entsteht durch die Oxidation der noch enthaltenen, leicht magnetischen Eisenpartikel in den porösen Steinen, die jedem einzelnen Stein eine individuelle Färbung verleiht. Jeder Stein ist somit in Größe, Form und Farbe einzigartig. Die Oberfläche ähnelt einer Glasur und wurde im Laufe der Jahrhunderte vom Wasser geschliffen und poliert. Die Mariensteine kommen in Größen von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern vor.

Der Mayschosser Künstler und Winzer Rainer Hess hat eine Sammlung von 4500 Mariensteinen. Auch der Juwelier Jonny Lucius aus Bad Neuenahr sammelt Mariensteine und verarbeitet sie zu Schmuckstücken.[1]

Ansprechpartner

Ralf Ropertz

Weitere Bilder

Siehe auch

Portal „Bergbau und Hüttenwesen im Kreis Ahrweiler“

Mediografie

Weblink

geopfad-schuld.de: Mariensteine

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 27. Juni 2014