Vierdelsjemeinschaft Vehmaat-Säujass Adde e.V.

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Die Viertelsgemeinschaft ist Betreiberin des Eifeler Bauernhaus-Museums.

Die 1981 gegründete Vierdelsgemeinschaft Vehmaat-Säujass Adde e.V. ist eine Nachbarschaftsgemeinschaft, die sich im Bereich der heutigen Schulstraße gebildet hat. Diese Straße hieß in alten Zeiten „Säujass“, weil man durch diese Straße die Säue zum Verkauf auf den Viehmarkt trieb. Die Viertelsgemeinschaft ist Veranstalterin des Adaneuer Säujasse-Fests.


Geschichte

Die Vierdelsgemeinschaft Vehmaat-Säujass wurde im Jahr 1981 in der Schulstraße gegründet. Ihr erstes Fest feierte sie im Hof der Familie Peter Linnarz. Daraus entstand in den folgenden Jahren das Säujasse-Fest. Die ganz großen Feste wurden auf dem Schulhof der angrenzenden Grundschule gefeiert. In der Vierdelsgemeinschaft Vehmaat-Säujass kam schnell die Idee eines eigenen Bauernhaus-Museums auf. Neben dem Stadtbürgermeister leistete sich die Vierdelsgemeinschaft schnell ihren eigenen „Vierdelsbürjemeste“. Josef Zimmer wurde als Erster in dieses Amt gewählt. Nachdem der erste Amtsinhaber unerwartet verstorben war, folgte ihm Willi Thiesen in diesem Amt nach. Mit der Amtskette des Vierdelsbürjemeste leitete Thiesen die Geschicke des Säujasse-Vierdels von 1982 bis ins Jahr 2000. Während Thiesens Amtszeit, im Jahr 1984, gab es erste Kontakte zum heutigen Bauern-Museum. Die Stadt Adenau erwarb das alte Gebäude der Familie Hübgen und die Vierdelsgemeinschaft übernahm die Arbeiten der Renovierung und Einrichtung als Bauernhaus-Museum. „Museumsdirektor“ Kurt Rausch konnte dank seiner Sammlerleidenschaft für das Museum einen großen Teil der authentischen Einrichtungsgegenstände beisteuern, wie sie im 19. Jahrhundert in der Eifelregion in Gebrauch waren. Auch das nebenstehende Gehöft wurde mit eingebunden, und so war der Verein zum Jahresende 1985 so weit, dass er die Türen des Bauernhaus-Museums für Besucher öffnen konnte. Bei dem Hof handelt es sich um das letzte Bauernhaus in Adenau, das mit Küche, Schlafzimmer, guter Stube, Webkammer, Milchküche und Speicher erhalten ist. Nach Willi Thiesen war von 2000 bis ins Jahr 2004 Albert Rittinger Viertelsbürgermeister. Er wurde dann von Dieter Becker abgelöst.[1]

Dieter Becker wurde im November 2004 zum neuen „Vierdelsbürgermeister“ und Vorsitzenden der Vierdelsgemeinschaft gewählt. Amtsvorgänger Albert Rittinger hatte nicht mehr kandidiert, blieb dem Vorstand aber als Beisitzer erhalten. Barbara Hoffmann und Rita Rittinger, bis dahin Beisitzerinnen, verabschiedeten sich aus dem Vorstand. Wilhelm Voepel wurde zum Geschäftsführer gewählt, Brigitte Auel und Karl Lanzerath zu Kassierern und Herbert Auel zum Schriftführer. Peter Linnarz, Gertrud Heckmann, Herbert Linnerz, Kurt Thiesen und Hanjo Rauh wurden Beisitzer. Als künftigen Arbeitsschwerpunkt nahm sich der Vorstand Unterhaltung und Betrieb des Eifeler Bauernhaus-Museums in Adenau vor. Außerdem müsse, wie es hieß, ein neues Konzept für das Säujasse-Fest her.[2]

Bei einer Mitgliederversammlung im Oktober 2015 wurde beschlossen, dass sich die Viertelsgemeinschaft „nach einigen Jahren eher verhaltener Vereinsarbeit wieder stärker in der Öffentlichkeit präsentiert“, wie es in der Rhein-Zeitung (RZ) vom 17. Oktober 2015 hieß. „Die Mitglieder, etwa vier Dutzend an der Zahl, mit ihrem Vorsitzenden Dieter Becker („Vierdelsbürgermeister“), sehen sich durch den sehr guten Besucherzulauf beim Heimatfest vor wenigen Wochen ermutigt, ihre Aktivitäten in früherem Umfang aufzunehmen“, berichtete die RZ weiter. Mundartliche Beiträge zur Geschichte von Stadt und Region wurden angeregt. Außerdem soll das Eifeler Bauernhaus-Museum Adenau wieder regelmäßig geöffnet werden.

Der „Bürgermeister“ der Vierdelsjemeinschaft trägt bei offiziellen Anlässen eine Amtskette. Die Vorgänger des vierten Vorsitzenden Dieter Becker waren Josef Zimmer, Willi Thiesen und Albert Rittinger.[3]

Mediografie

Herbert Auel: Vierdelsgemeinschaft Vehmaat-Säujass Adde e.V., in: Jahrbuch der Stadt Adenau 2004

Fußnoten