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Willi Beu

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Willi Beu, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Walporzheim, gilt als "Koryphäe und Kapazität des Naturschutzes und der Landespflege im Kreis Ahrweiler". Im Juni 2008 verabschiedete er sich nach 45 Berufsjahren bei der Kreisverwaltung Ahrweiler in die Altersteilzeit. Beu habe "sehr hohe Akzeptanz in einem oftmals schwierigen Metier" genossen, sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei der Verabschiedung des Oberamtsrates, der ab 2004 die Abteilung für Umwelt und Strukturentwicklung leitete. Er habe stets die „große Erfahrung und das umsichtige Vorgehen“ Beus geschätzt, betonte Pföhler. Beu war Vorstandsmitglied der ehemaligen Winzergenossenschaft Walporzheim eG und war nach der Fusion bis August 2013 ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr eG.


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Willi Beu wurde im Juni 2008 von seinen Kollegen verabschiedet: Willi Beu (Mitte rechts) und Dr. Jürgen Pföhler.

Vita

Willi Beu begann 1963 seine Verwaltungslehre beim Kreis und wurde anschließend in der Kfz-Zulassung, der Kreiskasse sowie der Ausbildungs- und der Wohnungsbauförderung eingesetzt.[1] Als Beamter zunächst der mittleren und nach entsprechender Laufbahnprüfung des gehobenen Dienstes durchlief der Diplom-Verwaltungswirt verschiedene Stationen: Führerscheinstelle, Kreiskasse, Ausbildungsförderung und Wohnungsbauförderung. 1981 begann er in der Landespflege zunächst als Sachbearbeiter, 1985 wurde er Referats- und 2004 Abteilungsleiter.

Zu seinen Aufgaben zählten unter anderem die Bauleitplanung in den Städten und Gemeinden, Bauvorhaben aller Art und Eingriffsbewertungen im Außenbereich, Natura-2000-Schutzgebiete, der Nürburgring, der Straßen- und Radwegebau sowie die Zusammenarbeit etwa mit Kommunen, Forstämtern, Naturschutzverbänden und dem Landespflegebeirat. Zum Schluss hat er ein Naturschutz-Großprojekt mit angestoßen: das Naturschutzprojekt Obere Ahr - Hocheifel mit 3000 Hektar Fläche.

Sonstiges

Der Beamte und Naturschutzexperte selbst sprach rückblickend von einer „oftmals schwierigen Gratwanderung“, bei der die Belange des Naturschutzes und beispielsweise der Gewerbebetriebe zu berücksichtigen und zu vereinbaren gewesen seien. Er habe stets Wert darauf gelegt, direkte und persönliche Gespräche zu führen, um mit den Beteiligten gangbare Wege zu finden.

In einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler anlässlich der Verabschiedung Beus hieß es:

Im Kollegenkreis galt er als Führungskraft mit ausgeprägtem Fachwissen, gepaart mit menschlichen Umgangsformen. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schenkten dem Naturliebhaber zum Abschied eine Holzbank: „als Ruhesitz“. Allerdings kündigte der Winzer, der mit seiner Familie in Ahrweiler wohnt, einen agilen Ruhestand an: „Wer eine Arbeit hinter sich hat, soll eine neue vor sich haben“, sagt er. Und will sich jetzt noch mehr seiner „geliebten Freizeitbeschäftigung“ widmen: dem Weinbau und seinen Traditionen.

Auszeichnung

Beim Stiftungsfest des Sportvereins Walporzheim e.V. im Januar 2018 wurde Willi Beu für 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.[2]

Fußnoten

  1. Quelle: Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 6. September 2013
  2. Quelle: Seit 75 Jahren Mitglied in einem Sportverein – Beim SV Walporzheim wurden zum Stiftungsfest seltene Jubiläen gewürdigt, general-anzeiger-bonn.de vom 8. Januar 2018