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Dahliengarten Bad Neuenahr

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Der Dahliengarten ist einer von sechs Parks in Bad Neuenahr. In den Jahren 2007 und 2008 wurde er von der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler mit hohem finanziellen Aufwand neu gestaltet. In dem Park wachsen mehrere tausend Dahlien, ein Ginkgo- sowie ein Mammutbaum. Nach den Grundsätzen der modernen Landschaftsgestaltung wurden bei der Neugestaltung allerdings nicht mehr 4000, sondern 600 Dahlien-Knollen gesetzt. Zwischen den Beeten wurden im Jahr 2002 Skulpturen des Skulpturenweges Rheinland-Pfalz aufgestellt.


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Bildstock im Dahlengarten.
Das Dorint-Hotel grenzt unmittelbar an den Dahliengarten.
Skulpturenweg Bad Neuenahr-Ahrweiler: "Das Bekannte und das Unbekannte" (Ingbert Brunk).
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Lage

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Sonstiges

Der Park liegt direkt an der Ahr. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flüsschens schließt sich der Kaiserin-Auguste-Viktoria-Park an. Im Osten sind die beiden Parks über die Maria-Hilf-Brücke Bad Neuenahr miteinander verbunden, im Westen über die Amseltalbrücke.

Im Südosten des Parks steht das Dorint-Parkhotel Bad Neuenahr. Im Süden wird der Park von der Straße Am Dahliengarten begrenzt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht das Krankenhaus "Maria Hilf" Bad Neuenahr. Im Westen wird der Park von der Uhlandstraße begrenzt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht das Peter-Joerres-Gymnasium.

Chronik

In den 1930er-Jahren befand sich auf dem heutigen Park-Gelände eine Müllkippe.[1]

"Mit herzlichen Dahliengrüßen von der Insel Mainau/Bodensee" wurde am 7. Februar 1966, zum 80. Geburtstag des Präsidenten der Deutschen Dahliengesellschaft, Hans Günther Moes (* 7. Februar 1886 in Breslau; † 16. April 1966 in Düsseldorf), der bis 1931 Landrat des Landkreises Guben gewesen war, in dem Park ein Urwelt-Mammutbaum gepflanzt.

Als Reverenz an den damaligen Bürgermeister Rudolf Weltken gab die Deutsche Dahlien- und Gladiolen-Gesellschaft im Jahr 1978 einer roten Dahliesorte den Namen "Bürgermeister Rudolf Weltken". Eine oder mehrere Weltken-Dahlie(n) wurden/werden seitdem am Eingang zum Dahliengarten gepflanzt. Anlass der Taufe war eine Blumenschau vom 15. bis 17. September 1978 im Gartensaal des Bad Neuenahrer Kurhauses, bei der 150 Dahlien- und 135 Fuchsien-Sorten sowie 20 Sorten Fuchsienneuheiten aus England, die bis dahin auf dem europäischen Festland noch nicht zu sehen waren, gezeigt wurden. Anlass der Schau wiederum war die Jahrestagung 1978 der Deutschen Gladiolen-Gesellschaft, die an diesem Wochenende mit rund 100 Teilnehmern aus dem In- und Ausland in Bad Neuenahr tagte. Anne Gilles, Luz Jahnen und Elio Hackner umrahmten die Eröffnungsfeier musikalisch. Landtagsabgeordnete, Vertreter von Kreis- und Stadtverwaltung, Spielbank, Aktiengesellschaft Bad Neuenahr sowie des Kur- und Verkehrsvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. gehörten zu den Gästen. Eröffnet wurde die Schau am Freitag, 15. September 1978, vom Präsidenten der Deutschen Dahlien-, Fuchsien- und Gladiolen-Gesellschaft, Walter Morio, Oberbürgermeister von Landau/Pfalz, und von Rudolf Weltken. Während dieser Eröffnungsveranstaltung wurde eine Dahlien-Neuzüchtung mit Sekt auf den Namen „Bürgermeister Rudolf Weltken“ getauft. Gezüchtet wurde die Sorte von Wilhelm Schwieters aus Legden/Westfalen, dem früheren Großlieferanten für den bereits zu dieser Zeit nicht mehr bestehenden Bad Neuenahrer Dahlien-Korso. Die Farbe der Weltken-Dahlie: Rot. Weltken sagte, die enge Verbindung der Kreis- und Kurstadt zur Dahlie als „Königin der Herbstblumen“ finde durch die Jahrestagung der Deutschen Dahlien-Gesellschaft erneut sichtbaren Ausdruck. Außerdem machte Weltken die auswärtigen Gäste darauf aufmerksam, dass Bad Neuenahr-Ahrweiler durch die Blume, die heilende Kraft des Wasser und den feurigen Ahrburgunder geprägt werde.[2]

In den Jahren 2007 und 2008 investierte die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler rund 370.000 Euro in die Grünanlage. Mit einem "Tag der Dahlie" wurde der Park am Nachmittag des Freitag, 8. August 2008, nach umfangreicher Sanierung wiedereröffnet. Mit dabei waren die Big-Band des Peter-Joerres-Gymnasiums Bad Neuenahr-Ahrweiler und die Jazz-Band "High Energy". Informationen zur bunten Welt der Dahlie gab es an einem Stand der Deutschen Dahlien-, Fuchsien- und Gladiolen-Gesellschaft. Für das leibliche Wohl sorgten das Dorint-Parkhotel Bad Neuenahr auf der hoteleigenen Terrasse sowie Imbiss- und Getränkestände innerhalb des Parks. Die Taufe einer neuen Dahlienzüchtung auf den Namen "Ahrweiler" durch Ahr-Gebietsweinkönigin Tamara Nehring, Burgundia Miriam Beiling und Dame der Rose Julia Linden war Höhepunkt der Eröffnungsfeier. Die Rhein-Zeitung berichtete am 9. August 2008:

Warum der Züchter der neuen Dahlie, Wilfried Bergerhoff von der Deutschen Dahlien-, Fuchsien- und Gladiolen-Gesellschaft, seiner Züchtung den Namen "Ahrweiler" und nicht "Bad Neuenahr" gab, hat einen einfachen Grund: Den gab sein Vater schon vor 50 Jahren einer Dahlie.

Im Dahliengarten stehen ein Ginkgo-Baum, ein Mammutbaum ("Wellingtonie"), den Georg Kreuzberg 1862 pflanzen ließ, sowie ein Urwelt-Mammutbaum aus dem Garten des Grafen Bernadotte auf der Bodenseeinsel Mainau. Sein zweigeteilter Stamm wurde 1966 gepflanzt.[3]

Für die 5. Landesgartenschau Rheinland-Pfalz 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler sind Investitionen in nahezu sämtliche Parks und Grünflächen der Kreisstadt geplant – 3,4 Millionen Euro in den Kaiser-Wilhelm-Park Bad Neuenahr, 2,8 Millionen in den Lenné-Park Bad Neuenahr, 4,3 Millionen Euro in den Kurpark Bad Neuenahr und in den Dahliengarten.[4]

Weitere Parks in Bad Neuenahr

Weitere Fotos

Siehe auch

Mediografie

Günther Schmitt: GA-Ferienspaziergang: Zu den Parks von Bad Neuenahr: Immer dem Wasser nach, general-anzeiger-bonn.de vom 22. April 2014

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 26. Mai 2008
  2. Quelle: Dahlken blühen in allen Tönen: rot, gelb, weiß, orange, rosa, lila - Blumenausstellung zu besichtigen - Neue Züchtung getauft, in: Rhein-Zeitung vom 16./17. September 1978
  3. Quelle: Jochen Tarrach: Dahlie hat in Bad Neuenahr 61 Jahre Tradition, rhein-zeitung.de vom 31. August 2014
  4. Quelle: Victor Francke: Landesgartenschau in Bad Neuenahr-Ahrweiler: „Wir alle sind Laga 2022“, general-anzeiger-bonn.de vom 22. September 2016