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Begegnungsstätte :KERIT (Ahrweiler)

Aus AW-Wiki
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Das Orga-Team vor dem Gebäude an der Schülzchenstraße 11 in Ahrweiler: Karl-Peter Gerigk (v.l.), Josef Pratzner, Marion Eisler und Minna Bildhoff

Die Begegnungsstätte :KERIT ist eine als helfender Ort für Not leidende und einsame Menschen gedachte Einrichtung. Das ökumenische Projekt wurde am 1. Juli 2019 an der Schülzchenstraße in Ahrweiler eröffnet. Am 4. September 2019 ist die Eröffnung gefeiert und die Begegnungsstätte Pfarrer Friedemann Bach und Pastor Peter Dörrenbächer eingesegnet worden.


Anschrift

Schülzchenstraße 11

Ahrweiler

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Kontakt

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 9-18 Uhr

Samstag und Sonntag 13-16 Uhr

Sonstiges

„Hier sollen Menschen Hilfe und Ermutigung finden. Das ist die Aufgabe der Kirchen und des Christseins“, sagte Pfarrer Dörrenbächer bei der Eröffnung. Hinter :KERIT steht die Idee, dass die Besucherinnen und Besucher den Alltag im Haus selbst organisieren und so ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten entdecken und entwickeln können. Unterstützt werden sie dabei von erfahrenen Sozialarbeitern und engagierten Ehrenamtlichen

Als Festredner sprach Prof. Dr. Stefan Sell vom RheinAhrCampus Remagen, der sich als Sozialwissenschaftler vorrangig mit Armutsforschung beschäftigt. In seinen Ausführungen legte er den Finger in so manche Wunde. Laut Sell ist besonders die steigende Altersarmut ein Problem, dem sich Gesellschaft und Politik unbedingt stellen müssen. Oft gehe materielle Armut mit sozialer Armut einher. Das Bild vom Ahrkreis als Ort des unbekümmerten Daseins in Wohlstand und guter Versorgung bekam Risse. Im AW-Kreis würden immerhin fast 6000 Menschen von Hartz IV leben. Während auf der einen Seite die Zahl der Senioren steige, die materiell gut gestellt sind, hätten andererseits immer mehr alte Menschen ein Armutsproblem. Neben mageren Finanzen sei es Mobilitätsarmut, die alte Menschen häufig zur Einsamkeit verdammt. Es wurde klar, warum ein Zentrum wie :KERIT für notleidende und einsame Menschen nötig ist.

Maßgebliche Initiatorin des Projektes ist die Diplom-Sozialpädagogin Marion Eisler. Im Rahmen ihrer Arbeit bei der Ahrweiler Tafel habe sie viele Menschen kennen gelernt, deren Potentiale brach lägen. „Mir war klar, dass hier praktische Hilfe notwendig ist, keine Beratung“, sagte Marion Eisler in ihrer Rede.

Der Name :KERIT ist Programm. Der Doppelpunkt vor dem Namen ist die freie Stelle. Das heißt: jeder ist willkommen. Die Buchstabenfolge steht für eine ganze Reihe von Begriffen wie Kommunikation, Engagement, Rat, Innehalten, Tun. Kerit ist aber auch der Name eines Baches östlich des Jordan (Das erste Buch der Könige, Kapitel 17). Zum Angebot der Einrichtung zählen u.a. gastliche Räumlichkeiten, Mittagstisch, alkoholfreie Getränke, Waschmaschinennutzung und Beratungsangebote. Die Nutzerinnen und Nutzer selber pflegen Garten und Räumlichkeiten.

Das Projekt :KERIT entwickelte sich über Jahre, aber Marion Eisler bewies einen langen Atem, warb unermüdlich für ihre Idee – und fand Mitstreiter. Träger der Einrichtung sind die evangelische Kirchengemeinde Bad Neuenahr und die katholischen Pfarrgemeinden der Kreisstadt. Unterstützt werden sie von den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden Diakonie und Caritas. Die Deutsche Fernsehlotterie finanziert drei Jahre lang eine Dreiviertelstelle einer Sozialarbeiterin.

Zum Organisationsteam gehören neben Marion Eisler der Diplom-Politologe Karl-Peter Gerigk, Minna Bildhoff und Josef Pratzner. Regelmäßig im Einsatz sind zudem viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.[1]

Siehe auch

Portal „Soziales im Kreis Ahrweiler“

Weblink

http://www.kerit-bad-neuenahr.de

Fußnoten

  1. Quellen: Gabi Geller: Ein Ort für bedürftige und einsame Menschen – Begegnungsstätte :KERIT wird eröffnet und eingesegnet – Professor Dr. Stefan Sell stellt Wichtigkeit der Einrichtung heraus, in: Rhein-Zeitung vom 5. September 2019, und Pressemitteilung der Bischöflichen Pressestelle Koblenz vom 5. September 2019, siehe auch: Günther Schmitt: Bei Kerit ist jeder willkommen – Neue Begegnungsstätte in Ahrweiler öffnet, general-anzeiger-bonn.de, 5. September 2019