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Kreissparkasse Ahrweiler

RheinAhrCampus Remagen

Aus AW-Wiki
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Ansicht aus Richtung Osten. In der Mitte ist die Rotunde mit dem Medienzentrum zu sehen.


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UN-Sonderberater Willi Lemke bei einem Vortrag zu den Millenniumszielen der UN im AudiMax des Campus.
Die Südfassade
Begrüßung neuer Studenten.
Atriumhof
Absolventenfeier des RheinAhrCampus Remagen Ende September 2009 im Barocksaal des Kurhauses Bad Neuenahr.
Links die Rotunde mit dem Medienzentrum der FH.
Medienzentrum
Atriumhof
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Der RheinAhrCampus, einer von drei Standorten der Hochschule Koblenz, wurde im Jahr 1998 im Rahmen der Bonn-Berlin-Ausgleichsvereinbarung als dritter Standort der Hochschule Koblenz in Remagen gegründet. Vom Land Rheinland-Pfalz wird der Campus finanziell getragen. Die starke Praxisorientierung des Studiums und die Vermittlung fächerübergreifender Kenntnisse in den beiden Fachbereichen „Mathematik und Technik“ sowie „Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ sollen die Studierenden auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereiten.


Anschrift und Lage

Joseph-Rovan-Allee 2

53425 Remagen

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Der Campus liegt einige hundert Meter westlich des Rheins und etwa zwei Kilometer unterhalb der Mündung der Ahr in den Rhein. In unmittelbarer Nähe des Campus befinden sich das Tennis-Center Remagen, der Tennisclub "Goldene Meile" Remagen, das Stadion "Goldene Meile" Remagen, das Freizeitbad Remagen und die Rheinhalle Remagen.

Zum Campus gehören das Studentenwohnheim des RheinAhrCampus Remagen, die Kindertagesstätte des RheinAhrCampus Remagen, eine Beach-Volleyball-Anlage sowie eine Recreation-Area im Außenbereich.

Kontakt

Telefon 02642 932-0

Fachbereiche

Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Der Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bietet folgende Bachelor of Arts-Studiengänge an:

  • Logistik und E-Business (B.A.),
  • Gesundheits- und Sozialwirtschaft (B.A.) sowie
  • Sportmanagement (B.A.).

Außerdem bietet der Fachbereich zwei Vollzeit-Masterstudiengänge an:

  • Betriebswirtschaftslehre mit den frei kombinierbaren Vertiefungsrichtungen Logistik und E-Business und Gesundheits- und Sozialwirtschaft
  • Sportmanagement (M.A.)

Seit 2003 wird zudem ein berufsbegleitendes MBA-Fernstudienprogramm mit einer breiten Auswahl von Schwerpunkten angeboten.

Mathematik und Technik

Der Fachbereich Mathematik und Technik bietet die Bachelor of Science-Studiengänge

  • Biomathematik (B.Sc.),
  • Optik und Lasertechnik (B.Sc.),
  • Medizintechnik (B.Sc.)
  • Sportmedizinische Technik (B.Sc.)
  • Wirtschaftsmathematik (B.Sc.) und
  • Mess- und Sensortechnik (B.Sc.)

sowie die Master of Science-Studiengänge an:

  • Applied Physics (M.Sc.) und
  • Mathematics in Finance and Life Science (M.Sc.)

Letztere werden sowohl als Teil- als auch als Vollzeitstudium angeboten.

Fernstudium

Seit 2003 bietet die HS Koblenz am RheinAhrCampus ein Master of Business Administration-Fernstudienprogramm mit den folgenden Schwerpunkten an:

  • Financial Risk Management
  • Gesundheits- und Sozialwirtschaft
  • Leadership
  • Logistikmanagement
  • Marketingmanagement
  • Produktionsmanagement
  • Sportmanagement
  • Tourismusmanagement
  • Unternehmensführung/Finanzmanagement

Der Studiengang ist durch die Akkreditierungsagentur AQAS e.V. akkreditiert.

Preise und Auszeichnungen

1998: Auszeichnung als besonders innovativer Studiengang (Studienfach: Sportmanagement) auf dem Tag der Innovation

2000: Sieger im Innovationswettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

2005: Grundzertifikat als Familiengerechte Hochschule (Re-Audit im Jahr 2008)

2006:

  • Edublog-Award für "best audio and/or visual podcast"
  • Innovationspreis Rheinland-Pfalz

2007: Preis für Hochschulkommunikation

2009:

  • Innovationspreis des Landes Rheinland-Pfalz in der Kategorie "Erfolgreichste Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft" (Prof. Dr. Peter Kohns)
  • Akademie-Preis des Landes Rheinland-Pfalz für vorbildhaften Leistungen in Lehre und Forschung (Prof. Dr. Thomas Wilhein)

2010:

(Ehemalige) Lehrkräfte

Gründung und Entwicklung

Vorgeschichte

Die Fachhochschule nach Remagen zu holen, sei „echte Kärrnerarbeit“ gewesen, zitierte die Rhein-Zeitung den damaligen Bürgermeister Lorenz Denn. Remagen sei „erst in letzter Sekunde auf den Bewerberzug für den Standort der Bonn-Berlin-Ausgleichsvereinbarung aufgesprungen.“ Weiter sagte Denn der RZ: „Bei einem Neujahrsempfang im Januar 1994 mit dem damaligen Bildungsminister Jürgen Zöllner konnte man den Eindruck gewinnen, dass eine Entscheidung für Bad Neuenahr-Ahrweiler schon feststeht.“ In einem Zehn-Punkte-Programm im Rahmen der Bürgermeisterwahl in Remagen habe er dann 1994 erstmals Remagen als Standort ernsthaft vorgeschlagen. Der Stadtrat Remagen sei einem entsprechenden Antrag gefolgt. Vorher habe es keine ordentliche Bewerbung gegeben. Viele hätten damals den Eindruck gehabt, dass man an der Verwaltungsspitze wohl befürchtete, mit einer Bewerbung für die Hochschule den Bau des Arp-Museums zu gefährden, das ebenfalls zu den Projekten der Bonn-Berlin-Ausgleichsvereinbarung zählte. Noch vor seinem offiziellen Amtsantritt als Bürgermeister im August 1994 habe „eine überwiegend politisch besetzte Arbeitsgruppe das Unternehmen Fachhochschule mit Vollgas in Angriff genommen.“ Denn weiter: „Gemeinsam mit der Uni Bonn haben wir in dieser Gruppe eine professionelle Bewerbung auf die Beine gestellt. Im Dezember 1994 fiel dann die Entscheidung für einen FH-Standort am Rhein, im Mai 1995 bekam Remagen den Vorzug vor Sinzig“, so Denn.[1]

Startschwierigkeiten

Beim Bau des 80 Millionen Mark-Projektes gab es mehrere Pannen, die in der Lokalpresse, aber auch überregional für Schlagzeilen sorgten. Grund: Die Fassaden- und die Trockenbaufirma hatten Konkurs angemeldet; bei den zentralen Gewerken kam es deshalb zu erheblichen Verzögerungen. "Semesterbeginn auf dem RheinAhrCampus stand im Zeichen des Baggers", überschrieb die Rhein-Zeitung deshalb am 2. Oktober 1998 ihren Bericht von der Eröffnungsfeier am Vortag. Die Eröffnung wurde nicht im Neubau, sondern draußen in einem Festzelt gefeiert, und "die Studenten erschienen mit Bauhelmen statt mit Büchern“, berichtete die Rhein-Zeitung in ihrem Jahresrückblick vom 31. Dezember 1998.

Der damalige Finanzminister Gernot Mittler erklärte bei einem Krisenbesuch kurz vor Weihnachten 1998, es habe sich auch gezeigt, "dass die Ausschreibung von Einzelgewerken, um damit auch dem Mittelstand beim Bau eine Chance zu geben, erhebliche Nachteile berge", berichtete die Rhein-Zeitung in ihrer Heiligabend-Ausgabe 1998. Prof. Dr. Rüdiger Heinrich Jung, Vorsitzender des FH-Aufbauausschusses, machte bei der Eröffnungsfeier klar, dass man sich nach drei Jahren Vorbereitung den Start für den RheinAhrCampus anders vorgestellt hat.

Von "Konkurs-Chaos und 'Christo-Fassade'" berichtete die RZ auch noch am 16. November 1998 und von Wasserschäden wegen fehlender Fassadenteile und falsch eingebauter Fenster. Als Sorgenkind erwies sich insbesondere die Fassade: „In halb Europa werden die notwendigen Materialien zusammengekauft, um die Außenwände aus Glas und Stahl von ihrem Verpackungsdasein zu erlösen“, hieß es in der RZ weiter. Die 116 Studenten des ersten Semesters der Studiengänge Physikalische Technik, Gesundheits- und Sozialwirtschaft sowie Sportmanagement konnten zu Anfang weder die Bibliothek noch das Rechenzentrum nutzen. Bei Seminarräumen und Hörsälen haperte es ebenfalls.

Der damalige CDU-Landeschef und Fraktionssprecher im Landtag Christoph Böhr hatte die Baustelle wenige Tage vor Mittler besucht - zusammen mit den Landtagsabgeordneten Walter Wirz und Guido Ernst (beide CDU). "Alles verflüchtigt sich in Ausflüchten", kritisierte Böhr damals, "nach den Katastrophen in den vergangenen Monaten habe ich nicht das Gefühl, dass sich hier bald etwas ändert."[2]

Einige Studenten, die sich in Remagen einschreiben wollten, zogen aus dem Bild, das sich ihnen bot, Konsequenzen: "Sie wechselten nach Koblenz, wo sie sich für einen anderen Studiengang entschieden."[3]

Bei der Absolventenfeier im Dezember 2012 feierten 243 betriebswirtschaftliche und 153 mathematisch-technische Absolventen in der Mittelrheinhalle Andernach ihren akademischen Abschluss. Neben Bachelor- und Masterurkunden wurden Preise für herausragende Abschlussarbeiten und Leistungen während des Studiums vergeben. Sportmanagement-Professor Dr. Lutz Thieme, Moderator des Abends, sagte: „Wir kommen heute zum zehnten Mal zusammen, um die Absolventinnen und Absolventen am RheinAhrCampus zu ehren.“ Für die besten Arbeiten mit internationalem Charakter wurden Iris Keller und Cassian Gottlieb vom Förderkreis der Fachhochschule im Kreis Ahrweiler e.V. ausgezeichnet. Die besten Arbeiten mit regionalem Bezug von Melanie Czerwinski und Christian Bohlmann prämierte die Sparkassenstiftung "Zukunft Kreis Ahrweiler". Jonas Loewe erhielt vom SpoRAC e.V. den Preis für die beste Arbeit im Bereich Sportmanagement. Außerdem wurden Melanie Jareschewski und Helen Schuster für die beste Arbeit, die in einer Einrichtung der Marienhaus-Unternehmensgruppe angefertigt wurde, prämiert. Preise für hervorragende Leistungen, vergeben von der Hochschule und dem Konrad-Zuse-Freundeskreis, erhielten Christian Beresko, Christian Schuh, Anke Welz und Henning Sellhorn.[4]

Im Januar 2013 wurde am Remagener Campus das Anwendungszentrum für multimodale und luftgestützte Sensorik (AMLS) eröffnet. Im März 2014 sind 2800 Studenten in Remagen eingeschrieben.

7,5 Millionen Euro teures neues Wohnheim geplant

Für September 2017 ist der symbolische erste Spatenstich für ein 7,5 Millionen Euro schweres Neubauprojekt aus Wohnheim samt Weiterbildungszentrum hinter dem F-Flügel des RheinAhrCampus geplant. Auftraggeber ist das Studierendenwerk Koblenz. Das Studierendenwerk übernimmt 5,5 Millionen Euro für den Bau des Wohnheims. Die 5,5 Millionen Euro finanziert das Studierendenwerk über Bankdarlehen und über die geplanten Mieteinnahmen. Die übrigen zwei Millionen Euro für das Weiterbildungszentrum trägt der RheinAhrCampus. Zuschüsse vom Land, das beim Bau des Wohnheims an der Von-Cramm-Straße im Jahr 2003 Zuschüsse von 15.500 Euro pro Wohneinheit gab, gibt es diesmal nicht. Bereits Jahre zuvor waren Pläne für neuen Wohnraum für Studierende gescheitert – etwa in Form einer Erweiterung des Wohnheims in der Von-Cramm-Straße oder in Form eines Umbaus des ehemaligen Gebäudes des Verkehrs-Verlags Remagen. Die Umsetzung des aktuellen Plans, des Neubaus auf dem Campus-Gelände, hatte sich um ein Jahr verzögert, weil unklar war, wer die Projektsteuerung übernimmt und ob es Zuschüsse gibt. Der Neubau wird auf 75 Bewohner ausgelegt – in 43 Einzel- und 15 Doppelzimmern sowie zwei rollstuhlgerechten Appartements. Jede Einzeit verfügt über Küche und Bad. Dazu gibt es Waschküchen mit Waschmaschinen und Trocknern sowie einen Lernraum. In dem geplanten Weiterbildungszentrum sind auf zwei Stockwerken Seminarräume und zwei große Hörsäle geplant. Im Dachgeschoss sollen sieben Büros entstehen. In unmittelbarer Nähe zu dem Gebäude sind 32 neue Parkplätze geplant. Auf dem bisherigen Parkplatz auf der Südseite der Joseph-Rovan-Allee sollen Bäume gefällt werden, um weitere Parkplätze zu schaffen. Die geplanten Wohnungen sollen vorwiegend an Studierende aus dem Ausland vermietet werden. Wohnheim und Weiterbildungszentrum sollen über ein Treppenhaus und einen Aufzug miteinander verbunden werden. Wenn alles nach Plan verläuft, sei das neue Gebäude im September 2018 bezugsfertig, wie Gabriele Riedle-Müller vom Studierendenwerk der Rhein-Zeitung sagte.[5]

Eine neue Sportanlage wird eröffnet

Im Juni 2018 wurde die neue Sportanlage des RheinAhrCampus eröffnet. Neben einem Beachvolleyball- und Soccerfeld bietet sie eine kleine Heimstatt für die Studierenden der Hochschule. Das Holzhaus, unter dessen Dach sich ein Umkleidebereich, Sanitäranlagen, Spinde, Massagemöglichkeiten und eine kleine Bar befinden, wurde auf Initiative des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) gebaut. Das eingezäunte Sportfeld befindet sich auf einer nördlich gelegenen Freifläche gleich neben der FH. Nach Ansprachen von Lucas Bolten, des Präsidenten des Studierendenparlaments, und der Vorsitzenden des Asta Remagen, Tanja Trenker, übergab der Präsident der Hochschule Koblenz, Kristian Bosselmann-Cyran, symbolisch den Schlüssel an den AStA. Anschließend fanden auf dem MultiBeach-Court das Halbfinale und das Finale des „Nations Soccer-Cups“ statt. Die Campus-Leitung und die Führungsetage der Hochschule in Koblenz hatten den Bau der Anlage erheblich unterstützt.[6]

Siehe auch

Weitere Bilder

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Uli Adams: Denn: Fachhochschule brachte Aufschwung - Kommunalpolitik Ehemaliger Bürgermeister zieht Bilanz des Bonn/Berlin-Ausgleichs, in: Rhein-Zeitung vom 3. September 2011
  2. Quelle: Böhr zur FH: "Alles verflüchtigt sich in Ausflüchten" - Dienstreise führte den CDU-Landeschef gestern zur Großbaustelle nach Remagen - Kritische Worte auch von den Studenten, in: Rhein-Zeitung vom 9. Dezember 1998
  3. Quelle: Rhein-Zeitung vom 30. September 1998
  4. Quelle: Rhein-Zeitung vom 13. Dezember 2012
  5. Quelle: Jan Lindner: Neubau für 7,5 Millionen Euro am Campus – In Remagen soll ein Wohnheim samt Weiterbildungszentrum entstehen – Baubeginn um ein Jahr verzögert, in: Rhein-Zeitung vom 19. Januar 2017
  6. Quelle: Victor Francke: Campus-Sportler haben jetzt ein Clubhaus – Feierliche Einweihung an der Fachhochschule in Remagen. Studierende ergreifen die Initiative, in: General-Anzeiger vom 8. Juni 2018