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Christoph Smolenski

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Dr. Christoph und Dr. Susanna Smolenski (von rechts) mit Birgit Bertram, Landrat Dr. Jürgen Pföhler und die damalige Gesundsheitsamts-Leiterin Dr. Ute Teichert-Barthel bei einem Pressetermin im Jahr 2004.
Dr. Christoph Smolenski (links) bei einer Vortragsveranstaltung im September 2012 im Haus "St. Peter" Sinzig

Dr. med. Christoph Smolenski (* 11. Dezember 1948) war von 1991 bis Juni 2019 ärztlicher Direktor der Dr. von Ehrenwall´schen Klinik in Ahrweiler. 1993 übernahm er auch das Amt des Geschäftsführers, das er über den 1. Juli 2019 weiterhin ausübt.


Vita

Christoph Smolenski, Sohn von Dr. Marianne und Dr. Otto Smolenski, war Schüler am Peter-Joerres-Gymnasium Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nach dem Abitur studierte er Medizin in Bonn, Bern und Würzburg. Seine Facharztausbildung absolvierte er an den Universitäten Bern (Schweiz) und Köln. 1974 promovierte er als Arzt für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapeutische Medizin und Psychoanalyse.

1979 leitete er kommissarisch als Chefarzt eine neurologische Klinik in Montana (Schweiz). Nach der Rückkehr nach Deutschland setzte er seine Facharztausbildung in der Universitätsklinik in Köln fort. Ab 1982 war er dort als Oberarzt tätig. Im Jahr 1983 wurde er Chefarzt in die Dr.-von-Ehrenwall"sche-Klinik. 1991 wurde er Ärztlicher Direktor und 1996 Geschäftsführer der Klinik.

Smolenski ist Mitglied zahlreicher Fachgremien. Seit 1994 ist er Vorstandsmitglied und seit 1997 Vorsitzender des Landesverbandes der privaten Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen in Rheinland-Pfalz. Ebenfalls seit 1997 ist er Vorsitzender des Arbeitskreises der Krankenhäuser des Verbandes der Privatkliniken in Rheinland-Pfalz. Von 1991 bis 1996 gehörte Smolenski der gemeinsamen Tarifkommission der Landesverbände der Privatkliniken in Hessen und Rheinland-Pfalz an. Von 2003 bis 2006 war er Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken und arbeiteten in verschiedenen Ausschüssen des Bundesverbandes. Seit 1986 schließlich ist er Vorsitzender der leitenden Krankenhausärzte privater Kliniken. Als Mitglied des Ausschusses für Krankenhausplanung wirkte er beratend bei der Landeskrankenhausplanung für Rheinland-Pfalz mit. Auch beim Aufbau der psychiatrischen Netze und der Umsetzung der Psychiatrie-Enquete des Bundes im Landkreis Ahrweiler war Smolenski wesentlich beteiligt.

Dr. Christoph Smolenski hat einen Lehrauftrag im Gebiet Psychosomatische Medizin an der Uniklinik Bonn und er war viele Jahre Ärztlicher Leiter des Instituts für Psychotherapie und Psychoanalyse Rhein Eifel.

Smolenski war lange Zeit Mitglied im Elternbeirat des Peter-Joerres-Gymnasiums Bad Neuenahr-Ahrweiler, und er ist Mitglied der St. Sebastianus Bürgerschützengesellschaft Ahrweiler e.V.. Dort ist er Vorstandsvorsitzender des Königsgliedes sowie Verwaltungsratsmitglied.[1]

Im März 2016 trat Dr. Christoph Smolenski als Chefarzt der Dr. von Ehrenwall'schen Klinik zurück. Dr. Katharina Friedrichs übernahm seine Nachfolge. Dr. Christoph Smolenski blieb weiter als ärztlicher Direktor und als Geschäftsführer die Klinik tätig.[2]

Am 11. Dezember 2018 feierte Dr. Christoph Smolenski, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik, seinen 70. Geburtstag. Mehr als 140 Klinik-Mitarbeiter waren seiner Einladung zum Mitfeiern gefolgt. Die Vertreter von Stadt und Landkreis, Bürgermeister Guido Orthen und Erster Kreisbeigeordneter Horst Gies, unterstrichen Smolenskis Heimatverbundenheit und das soziale Engagement für seine Heimatstadt und das weit überregionale berufspolitische und psychiatriepolitische Engagement des Jubilars. Besonders hoben sie aber die Bedeutung der Klinik als lokaler Arbeitgeber hervor und beschrieben die Verbundenheit der über 300 Mitarbeiter mit dem Unternehmen, bei manchen schon über Generationen. Höhepunkt der Feier war ein Auftritt der „Ehrenwall-Band“ mit Sonja Becker, Stefan Gies, Nadine Haack, Marcel Sonnenberg, Tobias Steffes, Christian Tauchmann und Doris Visel.[3]

Im Rahmen einer Feierstunde im Juni 2019 übergab der bisherige ärztliche Direktor Dr. Christoph Smolenski das Amt des ärztlichen Direktors der Dr. von Ehrenwall’sche Klinik zum 1. Juli 2019 an seine langjährige Mitarbeiterin Dr. Christiane Tholen-Rudolph. Smolenski blieb aber weiterhin Geschäftsführer der Klinik. Der Landtagsabgeordnete Horst Gies dankte seinem „Schützenbruder Christoph“ für dessen ehrenamtlichen Einsatz zum Wohl der Vaterstadt und auch als verantwortungsvoll agierender Arbeitgeber. „Die Mitarbeiter fühlen sich zugehörig, viele kommen hier aus der Stadt.“ Aber auch für die Patienten habe Smolenski Großes geleistet. Wer eine psychische Erkrankung hat, müsse sich heute nicht mehr verstecken, sondern kann ganz selbstverständlich ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen. Als Dr. Smolenski 1983 als Chefarzt an die Dr. von Ehrenwall’sche Klinik kam, sei das noch ganz anders gewesen. Zusammen mit seiner Ehefrau Dr. Susanna Smolenski habe er „daran gearbeitet, psychische Erkrankungen und psychisch erkrankte Menschen aus der Tabuzone und der damit verbundenen schamhaften Isolation zu befreien“, wie die Rhein-Zeitung berichtete. „Ihr habt die Klinik weiter entwickelt. Das Haus wurde geöffnet, ist inzwischen Teil der Stadt geworden. Hier im Haus gibt es Kunst, Ausstellungen und Musikdarbietungen.“ Landrat Dr. Jürgen Pföhler sagte, Smolenski genieße in der Fachwelt ein exorbitantes Ansehen, und zeichnete ihn mit der Ehrenurkunde des Kreises Ahrweiler aus. Sämtliche Redner würdigten Smolenskis Einsatz in Verbänden und Kommissionen.[4]

Auszeichnung

Für seine Verdienste um das Gesundheitswesen ist Dr. Christoph Smolenski im August 2013 vom rheinland-pälzischen Gesundheitsminister Alexander Schweitzer in Mainz mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. „Zum einen kümmern Sie sich seit vielen Jahren um die Belange der privaten Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen in Rheinland-Pfalz“, lobte der Minister den 64-Jährigen, "zum anderen haben Sie sich in außerordentlicher Weise für die Verbesserung der psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychosomatischen Versorgung in Rheinland-Pfalz eingesetzt." Smolenski stehe der Landesregierung "jederzeit beratend zur Verfügung – und das kostenlos“, hob Schweitzer außerdem hervor.[5]

Veröffentlichung

Christoph Smolenski: 140 Jahre Psychiatrie im Ahrtal. Dr. von Ehrenwall'sche Klinik besteht seit dem 1. April 1877, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2018, S. 72-77

Mediografie

Günther Schmitt: Ehrenwall-Klinik in Ahrweiler: 5,5 Millionen Euro in Akutkrankenhaus investiert (Interview mit Dr. Christoph Smolenski), general-anzeiger-bonn.de vom 16. August 2013

Fußnoten

  1. Quellen: Rhein-Zeitung vom 12. Dezember 2008 und vom 28. August 2013
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 18. März 2016
  3. Quelle: Dr. Christoph Smolenski feierte 70. Geburtstag – Engagiert als Bürger, Arzt und Arbeitgeber – Gratulanten würdigten das Wirken des Geschäftsführers der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik in Ahrweiler, blick-aktuell.de vom 28. Dezember 2018
  4. Quelle: Gabi Geller: Abschied von einer Ikone der Kliniklandschaft – Langjähriger ärztlicher Direktor der Dr. von Ehrenwall’schen Klinik, Dr. Christoph Smolenski, zieht sich zurück, in: Rhein-Zeitung vom 28. Juni 2019
  5. Quelle: General-Anzeiger vom 28. August 2013 und Bundesverdienstkreuz für Smolenski von der Dr. von Ehrenwall'schen Klinik, rhein-zeitung.de vom 29. August 2013