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Forstamt Adenau

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Das Forstamt Adenau — neben dem Forstamt Ahrweiler das zweite Amt seiner Art im Kreis Ahrweiler — bewirtschaftet neben dem Staatswald auch die Wälder von 43 Gemeinden in der Verbandsgemeinde Adenau und in der Verbandsgemeinde Altenahr sowie Wälder von 17 Kirchengemeinden, der Nürburgring GmbH und einer Vielzahl von Privatwaldbesitzern. Die Gesamtfläche des betreuten Waldes umfasst etwa 25.500 Hektar. 41 Prozent davon sind Gemeindewald, 21 Prozent Staatswald und 38 Prozent Privatwald. Der jährliche Holzeinschlag beträgt etwa 75.000 Festmeter.[1]


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Forstamt Adenau - Heinz Grates (1).jpg

Anschrift und Standort

Bahnhofstraße 37

53518 Adenau

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Kontakt

  • Telefon 02691 9378-0
  • Fax 02691 9378-27

Mitarbeiter

Zugehörige Forstreviere

Im Oktober 2011 betreuen die Mitarbeiter des Forstamts 14 Reviere und zwei Privatwälder.

Entwicklung

Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es zwei Forstämter in Adenau: das staatliche Forstamt Adenau mit Zuständigkeit für den Staatswald und das für den Gemeindewald zuständige kommunale Forstamt Adenau. Nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere mit dem Landesforstgesetz 1971, wurden in Rheinland-Pfalz Gemeinschaftsforstämter gebildet. Sie waren für alle Waldbesitzarten in ihren Bereichen zuständig, also für Staats-, Körperschafts- und Privatwald. Aus dem kommunalen Forstamt Adenau wurde damals das Forstamt Honerath; die Gebietsgrenzen der beiden Forstämter waren nun, anders als vorher, klar umrissen. Auch bei der Organisationsreform im Jahr 1995 blieben die beiden Forstämter erhalten. Per Ministerratsbeschluss wurde am 26. November 2002 das Konzept „Landesforsten – Zukunftsfähige Strukturen“ auf den Weg gebracht. Es sah unter anderem die Auflösung aller 88 zu dieser Zeit in Rheinland-Pfalz bestehenden Forstämter zum 31. Dezember 2003 und die Neubildung von 45 Forstämtern zum 1. Januar 2004 vor. Die Bildung größerer Verwaltungseinheiten diente der Rationalisierung und sie war eine Reaktion auf die Globalisierung des Holzmarktes. Der Ministerratsbeschluss bedeutete auch das Ende des Doppelstandortes Adenau: Die Forstämter Adenau und Honerath wurden zum 1. Januar 2004 zum neuen Forstamt Adenau mit Sitz in der Bahnhofstraße 37 in Adenau vereint.[3]

Im August 1983 hatte Martin Kaiser die Leitung des Forstamts Adenau übernommen.[4] Zu dieser Zeit waren "der Zuständigkeitsbereich kleiner, die Personaldecke höher und die Arbeit anders" als bei Kaisers Ausscheiden am 30. September 2011. Aufgrund der Zusammenlegung der Forstämter Adenau und Honerath und weiterer Verschiebungen der Reviergrenzen verdoppelte sich die Fläche des Adenauer Forstamts. Mehr als 50 Prozent der Fläche bestehen aus Gemeindewald. Die praktischen Einsätze im Wald wurden für die Förster immer seltener, und die Arbeit im Büro nahm immer mehr Arbeitszeit in Anspruch. Die Entwicklung der EDV veränderte die Verwaltung tiefgreifend. Die Zeiten, als beim Holzeinschlag jeder einzelne Stamm handschriftlich protokolliert wurde, sind seitdem vorüber. Gabi Geller beschreibt in der Rhein-Zeitung vom 29. September 2011:

Heute ist jeder Forst-Mitarbeiter mit einem Laptop im Wald unterwegs. Die Daten werden vor Ort eingetippt und verarbeitet. Entsprechend geringer ist auch der Personalaufwand im Vergleich zu früheren Zeiten. Auf der Ebene der Revierleiter gingen in den vergangenen drei Jahrzehnten 30 Prozent der Arbeitsplätze verloren. Die Zahl der Waldarbeiter wurden sogar um die Hälfte reduziert.

Der Naturschutzgedanke rückte über die Jahre immer mehr in den Fokus.

Das Forstamt Adenau und elf weitere Forstämter in Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2012 mit dem Label FSC (Forest Stewardship Council) ausgezeichnet. Damit wurde ihnen bestätigt, dass ihre Waldbewirtschaftung den strengen Regeln eines weltweit anerkannten Umweltsiegels entspricht. Winand Schmitz nahm das Siegel im Dezember 2012 im im Walderlebniszentrum Soonwald entgegen. „Mit dem FSC-Label wollen wir nicht nur den naturnahen Waldbau unterstützen, sondern auch Holzwirtschaft und Verbrauchern die bewusste Entscheidung für ein nachhaltiges Holz-Produkt ermöglichen“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken. Anerkannte Gütesiegel wie FSC seien weltweit ein wichtiges Instrument, um sicher zu sein, kein Holz aus illegalem Raubbau zu verwenden, so Höfken weiter. Die Landesregierung habe die FSC-Zertifizierung daher im Koalitionsvertrag festgelegt. Bis 2014 werden alle 45 Forstämter des Landes in die FSC-Gruppe aufgenommen.[5]

Die hohe Holznachfrage sorge für attraktive Preise auf dem Markt und beschere den kommunalen Forstbetrieben Überschüsse, berichtete die Rhein-Zeitung am 5. Februar 2013. So habe das Forstamt Adenau nach Abschluss des Wirtschaftsjahres 2012 einen Überschuss von rund 500.000 Euro erwirtschaftert - 25 Euro je Hektar. Damit setze sich ein Trend fort, denn die Gemeindewaldbetriebe hätten bereits 2011 fast alle und teilweise deutlich im Plus abschlossen. Der Spitzenpreis für Fichtenstammholz habe 2012 bei knapp 100 Euro je Kubikmeter gelegen. Im Bereich der schwachen und qualitativ schlechten Holzsortimente entspanne sich die Situation nach Jahren - auch aufgrund der hohen Energieholznachfrage. Deshalb hätten quasi alle Hölzer mit positiven Deckungsbeiträgen aufgearbeitet werden können. Dies fördere im Betrieb die Pflegemaßnahmen in den Jungbeständen und damit den Vorrats- und Wertaufbau für die Zukunft. Für eine Entspannung auf der Kostenseite sorge die weitere Vergrößerung der Reviere Ende 2011: Sie sind jetzt durchschnittlich mehr als 1400 Hektar groß.

Der kommunale Forstbesitz des Forstamtes Adenau erwirtschaftete 2012 einen Überschuss von 500.000 Euro. Dies entspricht einem Überschuss von circa 25 Euro pro Hektar. Die hohe Holznachfrage sorgt für attraktive Holzpreise, die diesen Erfolg erst ermöglichen. Der Spitzenpreis für Fichtenstammholz lag im Jahr 2012 bei knapp 100 Euro je Kubikmeter. Der zentrale Holzerkauf von Landesforsten habe die entsprechende Marktposition, verschafft, berichtete die Rhein-Zeitung am 20. Dezember 2013.

Siehe auch

Mediografie

Weblink

wald-rlp.de: Forstamt Adenau

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 9. Januar 2017
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 6. Oktober 2017
  3. Quelle: Website des Forstamts Adenau, gesehen am 8. Dezember 2012
  4. Quelle: Gabi Geller: Mit Laptop statt Axt in den Wald, rhein-zeitung.de vom Rhein-Zeitung vom 28. September 2011
  5. Quelle: Rhein-Zeitung vom 8. Dezember 2012