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Gesundheitsamt des Kreises Ahrweiler

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Gesundheitsamt des Kreises Ahrweiler.jpg
Seit 2013 wird das Gesundheitsamt von Dr. Stefan Voss geleitet.
Seit Oktober 2020 wird das Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Corona-Infizierten von Soldaten unterstützt.
Dr. Alexander Wilhelm (l.), Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, besuchte das Gesundheitsamt am 9. Juni 2020, während der Corona-Krise.
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Labrador „Oscar“ beim Tag der offenen Tür 2016
Webkonferenz während der Corona-Pandemie
Vor seinem Wechsel an den heutigen Standort war das Gesundheitsamt viele Jahre in diesem Gebäude an der Wilhelmstraße 75 untergebracht.

Das Gesundheitsamt des Kreises Ahrweiler ist eine Abteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler. Zu den Aufgaben des Amtes zählen unter anderem der Amtsärztliche Dienst und medizinische Gutachten, etwa für Gerichte; Umweltmedizin und Umwelthygiene mit der Trinkwasserüberwachung sowie der Hygieneaufsicht von Krankenhäusern, Kliniken, Alten- und Pflegeheimen, Kindergärten und Schulen; der Sozialpsychiatrische Dienst; der Jugendärztliche Dienst mit den Schuluntersuchungen sowie die gesundheitliche Aufklärung. Die Einrichtung arbeitet mit den rund 200 niedergelassenen Ärzten im Kreisgebiet zusammen.[1]


Anschrift

Wilhelmstraße 59 (gegenüber dem Bahnhof Ahrweiler)

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Ahrweiler)

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Kontakt

Leitung

Mitarbeiter

Das Gesundheitsamt hat 24 Mitarbeiter, davon vier Ärzte (Stand: Februar 1999).

Aufgaben

Das Gesundheitsamt unterteilt sich in verschiedene Sachbereiche. Zu den allgemeinen Aufgaben der Gesundheitsverwaltung mit den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Prävention zählen beispielsweise die Aufsicht über alle Gesundheitsberufe (Hebammen, Ärzte usw.) und die epidemiologische Dokumentation. Unter den Amtsärztlichen Dienst fallen amtsärztliche Gutachten und Zeugnisse (unter anderem für die Pflegebedürftigkeit von Heimbewohnern, Gesundheitszeugnisse für die Tätigkeit in Lebensmittelbetrieben, Adoptionen, Einstellungen in den öffentlichen Dienst) sowie der gerichtsärztliche Dienst (Betreuung, Haftfähigkeit etc.). Die Umwelt- und Seuchenhygiene befasst sich unter anderem mit der Bekämpfung übertragbarer Krankheiten wie AIDS, der Hygieneüberwachung von Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen und Schwimmbädern und gibt Stellungnahmen ab zu Bebauungsplänen der Städte und Gemeinden. Und der sozialpsychiatrische Dienst mit dem schulärztlichen und jugendzahnärztlichen Dienst sowie der Tuberkulose- und Geschlechtskrankenfürsorge beinhaltet Aufgabengebiete wie die Betreuung von Hilfsbedürftigen (Körperbehinderte, Suchtkranke), die sozialpsychiatrische Fürsorge oder die Schwangeren- und Mütterberatung.

Geschichte

Das zuvor eigenständige Gesundheitsamt wurde zum 1. Januar 1997 der Kreisverwaltung Ahrweiler angegliedert. In ganz Rheinland-Pfalz wurden zu dieser Zeit die Gesundheitsämter als frühere Sonderbehörden in die Kreisverwaltungen eingebunden. Festgelegt wird dies im Landesgesetz zur Neuordnung des öffentlichen Gesundheitsdienstes und zur Errichtung des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung. Die Rechtsgrundlage vor der Reform für den öffentlichen Gesundheitsdienst war ein Gesetz aus dem Jahre 1934. Dessen Vorschriften galten jedoch als überholt. Die Eingliederung trug dem Grundsatz Rechnung, aus Gründen der Verwaltungsökonomie die Sonderbehörden auf örtlicher Ebene nur bei zwingenden sachlichen Gründen eigenständig bestehen zu lassen. Die fachlichen Berührungspunkte zu den Aufgaben der Kreisverwaltungen sollten zur organisatorischen Einbindung führen.

Dr. Alexander Wilhelm, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, hat am 9. Juni 2020 das Gesundheitsamt in Ahrweiler besucht, um sich über die aktuelle Situation und die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie zu informieren. Gemeinsam mit Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Dr. Stefan Voss, Leiter des Gesundheitsamts, tauschte sich Wilhelm mit haupt- und ehrenamtlichen Ärzten sowie Mitarbeitern aus. Sein Fazit: Das Personal des Gesundheitsamts Ahrweiler habe durch engagierte Arbeit an der Belastungsgrenze viele Menschen im Kreis vor einer Infektion mit dem Coronavirus geschützt.[2]

Vier Soldaten aus Gerolstein helfen den Mitarbeitern des Kreisgesundheitsamts bei der Erfassung und Kontaktnachverfolgung. Das teilte die Kreisverwaltung Ahrweiler am 21. Oktober 2020 der Presse mit. Der Kreis Ahrweiler hatte zuvor um Unterstützung gebeten, um das Gesundheitsamt zu entlasten. Landrat Dr. Jürgen Pföhler sagte aus diesem Anlass:

„Gerade in Zeiten, in denen die Infektionszahlen wieder steigen und die personelle Situation im Gesundheitsamt sehr angespannt ist, ist die Hilfe durch die Soldaten enorm wichtig. Nur wenn Kontakte schnell nachverfolgt werden können, können wir Infektionsketten unterbrechen. Das trägt dazu bei, um die Pandemie möglichst unter Kontrolle zu halten.[3]

Oberstleutnant Harald Trinkaus, Leiter Kreisverbindungskommando Ahrweiler, und Oberleutnant Thomas Schmick aus Gerolstein besuchten die Soldaten in den Räumlichkeiten in Ahrweiler. Die Kreisverwaltung hatte auf dem Parkplatz hinter dem Gesundheitsamt zweistöckige Container-Module aufstellen lassen, um zusätzliche eigene Mitarbeiter und die Verwaltungshelfer der Bundeswehr unterzubringen.

Seit Herbst 2020 erinnert eine Tafel am Dienstgebäude daran, dass Frieda Nadig während der Nazizeit als Gesundheitsfürsorgerin am Gesundheitsamt Ahrweiler arbeitete.[4]

Ansprechpartner[5]

Abteilungsleitung

Leitender Amtsarzt, Facharzt für Innere Medizin: Dr. Stefan Voss

Stellvertretender Abteilungsleiter: Ralf Faßbender

Ärztlicher Dienst

Verwaltung

Herr Faßbender

Sozialpsychiatrischer Dienst

Gesundheitliche Aufklärung

Gesundheitliche Überwachung

Weitere Fotos

Siehe auch

Sozialpsychiatrischer Dienst des Gesundheitsamtes Ahrweiler

Mediografie

Weblinks

Fußnoten