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Jüdische Betstube Dernau

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Ein Dokument des jüdischen Schiedsgerichtes in Bonn belegt, dass es in Dernau bereits vor 1790 eine Betstube gab. In dem Dokument wird davor gewarnt, Juden in Ahrweiler beim Bau einer eigenen Beststube/Synagoge in der Niederhutstraße zu behindern. Es wurde nämlich befürchtet, dass andernfalls die wohlhabenden Juden aus Ahrweiler (zu Prüm gehörend), um ihre Gottesdienste „im benachbarten Lande“, in Dernau (zu den Herzögen von Aremberg gehörend), zu feiern.


St. Mathis und die ehemalige jüdische Betstube um 1920

Chronik

Die Betstube und die Judenschule von Dernau befanden sich im Jahr 1790 im ersten Stock des vor 1700 erbauten Stammhauses der Familie Heymann gegenüber dem St. Matthias-Heiligenhäuschen an der damaligen Teichgasse (heute Hauptstraße). Die Juden selbst bezeichneten die Räumlichkeiten als Synagoge. Später setzte sich für Synagogen in Privathäusern der Begriff "Betstube" durch. Für 1796 ist dokumentiert, dass nach dem Einmarsch der Franzosen auch die Juden aus Ahrweiler die Synagoge im Hause des „Heimann Isaac“ in der Teichgasse besuchten. Im Jahr 1820 lebten in Dernau 45 Juden, in Ahrweiler 20. Bis etwa 1844 wurde die kleine Synagoge auch von den jüdischen Gemeinden in Ahrweiler und Lantershofen genutzt. Die ehemalige Synagoge an der Teichgasse wurde später an eine nichtjüdische Familie verkauft. Das Gebäude wurde mehrfach um-, ausgebaut und geteilt. Noch heute wird das Anwesen zu Wohnzwecken genutzt.[1]

Siehe auch

Mediografie

Jüdische Gemeinde Dernau, ahr-eifel-rhein.de

Weblinks

Fußnoten

  1. Quellen: Die Synagoge in Dernau, in: Rhein-Zeitung vom 18. Juli 2015, und Jochen Tarrach: Buch erinnert an Juden im Ahrtal - Viel Recherche für Matthias Bertram, Rhein-Zeitung vom 18. Juli 2015