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Kaufland Sinzig

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Kaufland Sinzig wurde am 11. November 2010 nach einer Planungs- und Bauzeit von vier Jahren auf dem 15.000 Quadratmeter großen ehemaligen Raiffeisen-Gelände am Bahnhof Sinzig eröffnet. Kaufland investierte rund 10 Millionen Euro in den Standort und schuf 100 Arbeitsplätze. Mit fast 4000 Quadratmetern Gesamtverkaufsfläche ist der Vollsortimenter das größte Einkaufszentrum im Kreis Ahrweiler. Auf einer Fläche von knapp 4000 Quadratmetern wird ein Warensortiment aus mehr als 30.000 Produkten angeboten. Gut 800 Quadratmeter sind Sondergütern wie Elektroartikeln, Spielwaren und Aktionsware vorbehalten. Das Kaufland-Angebot wird von einer Bäckerei, einem Asia-Imbiss, einem Friseur, einem Zeitschriftenshop mit Lotto-Annahmestelle sowie einer Post-Partnerfiliale flankiert.


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Anschrift und Standort

Industriestraße

53489 Sinzig

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Kontakt

Telefon 02642 9051010

Marktleiter

Tobias Schotte

Vorgeschichte

Auf dem heutigen Kaufland-Gelände auf der Ostseite des Sinziger Bahnhofs siedelte sich ca. 1939 die Maschinenbaufirma Zettelmeyer an. Später entstand auf dem Gelände eine Niederlassung einer Raiffeisen-Genossenschaft war. Bis ca. in die 1990er-Jahre wurden dort Getreide von Landwirten angenommen und landwirtschaftliches Gerät sowie Futtermittel verkauft.

Die Ansiedlung des SB-Warenhauses Kaufland am Bahnhof Sinzig sorgte in den Jahren vor der Eröffnung für heftige Diskussionen in der Bevölkerung wie im Stadtrat und seinen Ausschüssen und beschäftigte mehrere Gerichte. Über Jahre gab es ungezählte Sitzungen und Sondersitzungen, Bürgerversammlungen, Stellungnahmen und Leserbriefe.

Im Jahr 2006 stellte Bürgermeister Kroeger den Kontakt zu Kaufland her. Bei den Etatberatungen für das Jahr 2008 am 13. Dezember 2007 informierte Kroeger den Stadtrat Sinzig über die geplante Kaufland-Ansiedlung. In einer Sondersitzung am 20. Dezember 2007 legte der Stadtrat den entsprechenden Bebauungsplan aber jedoch zunächst auf Eis. Am 24. April 2008 fasste der Stadtrat dann mit den Stimmen von CDU, FWG und FDP und gegen das Votum von SPD und Grünen einen Grundsatzbeschluss für den Bau des Marktes. Im Juni 2008 wurde der städtebauliche Rahmenvertrag, den die Stadt mit dem Kaufland-Investor abschließen wollte, wegen rechtlicher Bedenken der Kreisverwaltung Ahrweiler auf Eis gelegt.

Ab dem 3. Juli 2008 lag für das Bauprojekt dann doch eine Baugenehmigung vor. Entscheidungen und Urteile des Verwaltungsgerichts Koblenz und des Oberverwaltungsgerichts Koblenz vom März 2009 und vom August 2009 verzögerten den Baubeginn jedoch. Anwohner-Klagen brachten den Bau mehrfach ins Stocken. Sie führten dazu, dass eine bedrohte Pflanzenart umgesiedelt, und für die unter Schutz stehende Mauereidechse wurden neue Lebensräume geschaffen wurden.

Im Frühjahr 2010 konnten die Arbeiten auf der Baustelle dann aber beginnen. Im Juni 2010 gab es zwar einen Baustopp, der vom Verwaltungsgericht Koblenz zunächst erlassen, nach einer Woche aber wieder aufgehoben worden war. Bei der Eröffnung des Markts war noch eine Klage in Sachen Lärmbelästigung anhängig, weil der Lärm, den der Markt verursacht, erst nach der Eröffnung messbar sei.

„Ein wichtiger Schritt für die gesamte Stadt. Kaufland bringt neues Kundenpotenzial nach Sinzig, von dem auch die Gewerbetreibenden der Innenstadt profitieren können“, sagte Sinzigs Bürgermeister Wolfgang Kroeger bei der Eröffnung.[1]

Mediografie

Fußnoten

  1. Quellen: Rhein-Zeitung vom 14. November 2010 und Blickpunkt aktuell – Sinzig 46/2010