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Kreissparkasse Ahrweiler

Kunstpavillon Burgbrohl

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Der Kunstpavillon Burgbrohl, ein Kubus mit großen Glasflächen, wurde März 2015 von der Künstlerin Karin Meiner neben ihrem Wohnsitz in Lützingen mit einer Ausstellung von Gemälden von Manfred Hammes als Kreativ- und Begegnungsstätte eröffnet.


Anschrift

Herchenbergweg 6a

56659 Burgbrohl

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Kontakt

Künstlerische Leiterin

Karin Meiner

Chronik

„Meiner glaubt an die Kunst auf dem Land“, berichtete der General-Anzeiger anlässlich der Eröffnung, „denn künftig sollen dort zeitgenössische Kunstkonzepte im ländlichen Raum entwickelt werden, Ressourcen des ländlichen Lebens entdeckt und das Potenzial aktueller Kunst auf dem Land sichtbar gemacht werden.“ Zu den Gästen der Eröffnung zählten die damalige Wirtschaftsministerin Eveline Lemke, AW-Landrat Dr. Jürgen Pföhler, VG-Bürgermeister Johannes Bell sowie Wegbegleiter von Karin Meiner und befreundete Künstler. Für musikalische Begleitung sorgten Marcia Pyka mit der Harfe, Thommy Geller am Klavier, Stephan Maria Glöckner als Sänger und Gitarrist, Andrea Neideck mit Gesang, Georg Holtbernd als Animateur und Dorothée Gelderblom, die Hammes' Bilder interpretierte. Bei der Eröffnung dankte die Künstlerin dem Baubetreuer Peter Schnieders, aber auch ihren Eltern Franz und Marianne Meiner und der Schwiegermutter Rosemarie Hammes für deren Unterstützung. „Sie sind die eigentlichen Mäzene der Kunst.“ Bereits 2005 hatte Karin Meiner den Pavillon als Werkstatt für Kreativkurse und Begegnungsraum geplant – zusammen mit ihrem Ehemann Manfred Hammes. Aber sein Tod verzögerte das Projekt.[1]

Im Sommer 2018 zeichnete das Land Rheinland-Pfalz erstmals elf Einrichtungen mit einem besonders überzeugenden Profil als Jugendkunstschulen aus – darunter die KunstWerkstatt im Kunstpavillon Burgbrohl. Seitdem darf sie sich „Jugendkunstschule Rheinland-Pfalz“ nennen und mit dem Motto „Mit Kunst in die Welt!“ mit einem Logo des Landes für sich werben. Die ausgezeichneten Jugendkunstschulen hätten sich in herausragender Weise um die Jugendkunstschularbeit und die Förderung der kulturellen Bildung verdient gemacht, sagte Kulturminister Konrad Wolf. „Die Jugendkunstschulen haben sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem wichtigen Baustein für die kulturelle Bildung in unserem Land entwickelt. Sie ermöglichen es, Kinder und Jugendliche möglichst früh an die verschiedenen Formen von Kunst und Kultur heranzuführen und bieten diesen gleichzeitig die Chance, eigene Talente unter professioneller Anleitung zu entfalten“, lobt er. Grundlage für die Auswahl der „Jugendkunstschulen Rheinland-Pfalz“ waren Qualitätskriterien, die vom Kulturministerium zusammen mit dem Kulturbüro Rheinland-Pfalz der LAG Soziokultur & Kulturpädagogik e.V. sowie in Kooperation mit Vertretern von Jugendkunstschulen entwickelt wurden. Die Qualitätskriterien betrafen etwa die Vielfalt von Kunst- und Kultursparten, Angebotsschwerpunkte und Methoden, aber auch die Qualifikation des Personals, die Vernetzung mit regionalen Partnern und die Raumsituation. Am Konzept des Kunstpavillons Burgbrohl gefiel der Jury besonders der interaktive und interdisziplinäre Ansatz. Für Karin Meiner, die künstlerische Leiterin des Kunstpavillons, bedeutet das neu erworbene Prädikat eine Bestätigung ihrer Arbeit und eine zusätzliche Motivation. Gleichzeitig verbindet sie mit der Auszeichnung die Hoffnung, in der Region weiter etwas aufbauen zu können, das sich auch langfristig trägt. Der Kunstpavillon sei vieles auf einmal: Er sei Veranstaltungsort, biete mit dem ArtLab eine Plattform für zeitgenössische Kunst und gebe in der KunstWerkstatt mit einem vielfältigen Kursprogramm jedem Kind die Chance, künstlerisch aktiv zu werden. Sie arbeite „gemeinwesenorientiert“, sei anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und mit Partnern aus den Bereichen Bildung, Soziales und Politik vernetzt. Seit der Eröffnung des Kunstpavillons vor gut drei Jahren hat sich hier viel getan: Große und kleine Kunst war schon zu sehen, Außergewöhnliches, Fremdes und Herausforderndes zu erleben. „Doch Kunst muss auch vermittelt werden“, betont Karin Meiner. Und deshalb gehen sie und auch viele ihrer Gastkünstler in die Schulen der Region, um mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Anspruch ist es, auch auf niederschwellige Weise auf vielen Ebenen an mitunter „schwierige“ Kunst heranzuführen. Die Anerkennung als „Jugendkunstschule Rheinland-Pfalz“ mache Mut, diesen Weg weiter zu beschreiten. Der Titel „Jugendkunstschule Rheinland-Pfalz“ wird jedes Jahr neu an Einrichtungen vergeben, die sich am Jugendkunstschulprogramm des Landes beteiligen. 2018 waren es landesweit 27 Jugendkunstschulen, nur wenige von ihnen „künstlergeführt“. Sie wurden mit insgesamt 300.000 Euro aus dem Landesprogramm gefördert.[2]

Siehe auch

Weblink

http://www.kunstpavillonburgbrohl.de

Fußnoten

  1. Quelle: Hildegard Ginzler: Ein Kubus mit großen Glasflächen - Für die Kunst auf dem Land, general-anzeiger-bonn.de vom 1. April 2015
  2. Quellen: Kulturminister zeichnet „Jugendkunstschulen Rheinland-Pfalz“ aus, lag-sozkul.de vom Juni 2018, und Petra Ochs: Das Land adelt Kunstpavillon – Offizielle Ernennung zur Jugendkunstschule und was das bedeutet, in: Rhein-Zeitung vom 5. Juli 2018