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Restaurant Rolandsbogen

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Das Restaurant Rolandsbogen am Rolandsbogen ...


Blick ins Rheintal.
Dieses Foto wurde am Tag der Eröffnung des Restaurants Rolandsbogen am 6. Mai 1929 gemacht.
Historische Ansichtskarte von Rolandsbogen und Restaurant

Anschrift

53424 Remagen-Rolandseck

Inhaber

Chronik

Nach ständigem Wechsel war die Ruine in den Besitz seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Ludwig von Hessen in Darmstadt gelangt. Die Verwaltung des Grundstückes übernahm die Großherzoglich-Hessische Cabinets-Direktion. Der Remagener Bürgermeister Clemens Hubert Hermann von Lassaulx war es, der am 8. August 1892 dort per Brief vorstellig wurde: „Ganz ergebenst“ machte er den Vorschlag, „einen Theil des oberen Plateaus zur Aufstellung einer Restaurations-Bude zu vermiethen, in welcher Reisenden Erfrischungen geboten werden könnten“.

Am 5. Januar 1893 wird dem in Rolandswerth wohnenden Gärtner Peter Josef Lenz die Erlaubnis erteilt, eine Verkaufshalle zu errichten. Das bedeutete jedoch nicht, dass er nun uneingeschränkt alles verkaufen und ausschenken durfte. Fotografien, Galanteriewaren, Obst und sonstige Erfrischungen wie Mineralwasser und Limonade durften verabreicht werden. "Geistige Getränke darf derselbe nicht verabfolgen, nur in Ausnahmefällen, wenn der Fremde sehr erhitzt ist und es ausdrücklich verlangt." Nachdem alle auftauchenden Schwierigkeiten überwunden waren, eröffnete Lenz zu Ostern 1893 seine Halle am Rolandsbogen.

Bis April 1896 dauerte es, ehe Lenz auch die Erlaubnis bekam, Cognac, Flaschenbier und Wein auszuschenken. Die Bewirtschaftung des Aussichtspunktes war sehr beschwerlich. Petroleumlampen erhellten den Gastraum. Das Trinkwasser musste in Jochtragen den alten Burgweg hinauf geschleppt werden. Im Winter blieb die Verkaufshalle geschlossen. Nach dem Tode von Peter Josef Lenz machte 1922 sein Sohn Josef weiter. 1928 begann man mit einem massiven Neubau, der am 8. Mai 1929 offiziell eröffnet wurde. 1929 übernahmen für vier Jahre Mathilde Reuter, geborene Lenz, und von 1933 bis 1937 ihr Bruder Heinrich Lenz gemeinsam mit Schwester Christine das Geschäft. 1937 führte bis zu seinem Tod 1955 Vater Josef Lenz wieder die Geschäfte. Brachten die Jahre nach 1929 einen großen Aufschwung für das Restaurant, so brach dieser im und nach dem zweiten Weltkrieg völlig zusammen. Nur langsam erholte sich das Land, und als schließlich 1959 der Erbpachtvertrag mit dem Großherzog von Hessen um weitere 30 Jahre verlängert wurde, brummte das Geschäft wieder. Erst 1992 gelang es Heinrich Böhm, Urenkel von Peter Josef Lenz, und Ehefrau Ursula, das Gelände für die Familie zu erwerben. Sie gründeten auch den Ruf des Feinschmecker-Restaurants. Am 1. September 1995 übernahm mit Frank Böhm und Ehefrau Karenine Reber-Böhm die fünfte Familiengeneration das Restaurant "Zum Rolandsbogen".

Beeindruckend ist die lange Gästeliste des Hauses. So soll sich Konrad Adenauer hier inoffiziell mit seiner ersten Frau Emma hier verlobt haben. Die prominentesten Besucher dürften wohl der amerikanische Präsident Bill Clinton mit Ehefrau Hillary gewesen sein. Peter Josef Lenz eröffnete Ostern 1893 auf dem Gelände der Burgruine Rolandseck "mit allerhöchster Ermächtigung seiner Königlichen Hoheit, des Großherzogs von Hessen in Darmstadt", eine Halle für Erfrischungen. Sophie, eine seiner vier Töchter, soll so schön gewesen sein, dass allein wegen ihr viele Verehrer zum Rolandesbogen wanderten. Unter Ihnen auch der Heimatdichter Jörg Ritzel. Er widmete Sophie ein Gedicht, das später vertont wurde. „Ich kam von fern gezogen zum Rhein, zum Rhein, beim Wirr zum Rolandsbogen, da kehrt ich ein. Ich trank mit seiner Base auf du und du“, heißt es im. Original. Als sich die Verehrer um Sophie scharten, muss auch Konrad Adenauer zu Gast gewesen sein. Seine Herzensangelegenheit war aber Emma Weyer. Sie eröffnete 1902 dort oben ihrem Bruder: „Ich habe mich soeben mit Adenauer verlobt.“ Und das ist noch gar nicht lange her: Auch US-Präsident Bill Clinton war unlängst zu Gast am Rolandsbogen - auf Einladung der Bundesregierung.

"Besucher des Rolandsbogens können die Aussicht von der Terrasse des Restaurants Rolandsbogen künftig auch bei widrigen Wetterbedingungen genießen", berichtete die Rhein-Zeitung am 6. April 2013, die 150 Quadratmeter große Terrasse werde komplett verglast und sie erhalte eine elektrische Markise. Rund 250.000 Euro flössen im Rahmen des Fünf-Jahres-Sanierungsplans der Burgruine Rolandseck derzeit in die Neugestaltung der bewirtschafteten Rheinromantik-Terrasse, um den Ort für Besucher, Gäste und Touristen noch attraktiver zu gestalten und die Verweildauer zu erhöhen. „Hier oben weht teilweise ein starker Wind, der die Aufenthaltsqualität auf der Terrasse insbesondere in der Übergangszeit stark einschränkt“, sagte Jörg Pierdzig, Projektleiter bei der Develop Visio Real Estate GmbH. Das Unternehmen, dem die Liegenschaft Burg Rolandseck gehört, wolle das Terrassengeschäft für den neuen Gastronomen, das Berliner Traditionsweinhaus Lutter & Wegner, aufwerten und die jetzt ganzjährig nutzbare Terrasse auch in das Angebot für private Feiern, Hochzeiten und Firmenveranstaltungen integrieren. Die Aussichtsterrasse, die Platz für 75 bis 100 Sitzplätze bietet, werde komplett mit Schiebeelementen aus Glas geschlossen. Die Glaselemente sind in einer Stahlkonstruktion eingelassen und lassen sich einzeln nach Bedarf öffnen.

Der Weinberg am Rolandsbogen

Der 1965 von Heinz Böhm angelegte und ab 1985 von Kurt Roessler ausgebaute "Weinberg" umfasst 160 Stock Riesling und produziert etwa 170 Flaschen eines trockenen Landweins, der auch von Ex-US-Präsident Bill Clinton bei seinem Besuch im Sommer 1999 nicht verschmäht wurde. Seine Winzigkeit macht der Weingarten durch seine schöne Lage über dem Strom wett, mit Blick auf das Siebengebirge, den schon Alexander von Humboldt eine der sieben schönsten Ansichten der Welt nannte. Weinbautechnisch ist die Lage auf dem Felskegel sozusagen auf dem Schutt der Burgruine Rolandseck etwas diffizil. Es fehlt an Wasser, das bei normalen Lagen vom Hang der kommen würde. Der kleine Weinberg, den Kurt Roessler als Freizeitwinzerr von der Gastronomenfamilie Böhm sozusagen zur Pflege ausgeliehen hat, soll eine Demonstration für den Weinbau am Mittelrhein sein. Die inzwischen zugesachsenen ehemaligen Weinberge waren einmal nicht nur die berühmteste Weinkammer Deutschlands, sondern haben auch die rheinische Kultur geprägt und darüber hinaus das Volksleben.

Mediografie

Siehe auch

Rolandsbogen HoGa Genuss GmbH

Weblinks