FacebookLogo.png   TwitterLogo.png   Wordpress-logo-notext-rgb.png

Kreissparkasse Ahrweiler

Rheinfähre Linz - Kripp GmbH

Aus AW-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fähre Kripp.jpg
Linz mit Blick auf Kripp. Im Hintergrund die zweite Fähre.
Die Anlegerampe auf der Kripper Seite.
Die neue Fähre im Juni 2014 auf der Werft in Oberwinter

Die Autoschnellfähren der Rheinfähre Linz - Kripp GmbH pendeln bei Rheinkilometer 630 zwischen dem Remagener Stadtteil Kripp und Linz. Seit mehr als 600 Jahren befindet sich zwischen Linz und Kripp eine Fährstelle. Die älteste urkundliche Nachricht über die Verpachtung der Rheinüberfahrt datiert vom 12. Dezember 1409. Im Jahr 1411 bestätigt die Stadt Linz eine Einnahme von 20 Mark für die Vergabe des Fährrechtes.


Lage

Die Karte wird geladen …

Kontakt

Fährzeiten

an allen Wochentagen, auch an Wochenenden und Feiertagen, von 6 bis 24 Uhr. Nach 19 Uhr im Viertelstunden-Takt. An stark frequentierten Wochenenden zwischen Frühling und Herbst werden zwei Fähren gleichzeitig eingesetzt.

Fährbetrieb bei Hochwasser

Die Fähre stellt ihren Betrieb bei einem Stand des Andernacher Rheinpegels von 7,15 Metern und steigender Tendenz ein. Bei einem Pegelstand von 7,15 Metern und fallender Tendenz ist die Fähre in Betrieb.

Chronik

Wegen der Fährrechte taten sich zwischen Kripp unter Jülich-Berg und dem rechtrheinischen, zu Kurköln gehörenden Linz Konflikte auf. 1730 kam es zur Einigung: Das Recht verblieb bei Linz. Allerdings bedurfte es vorher des Nachdrucks kurkölnischer Truppen.[1]

Mit einem 1988 abgeschlossenen Verwaltungsvertrag übernahm die EVM die kaufmännische Betreuung der Rheinfähre Linz - Kripp GmbH.

Wasserfahrzeuge

Autoschnellfähre "Linz – Remagen"

Die „Linz – Remagen“ wurde von der Fa. Schiffstechnik Buchloh GmbH & Co. KG in Unkel-Scheuren (http://www.schiffstechnik-buchloh.de) konstruiert. Die Konstruktions- und Bauunterlagen wurden ebenso von Schiffstechnik Buchloh geliefert wie die Bauaufsicht und Projektbegleitung. 1995 auf der Meidericher Schiffswerft GmbH & Co. KG gebaut, Web: http://www.meidericherschiffswerft.de

Die 1997 in Dienst gestellte und 4 Millionen Mark teure Schnellfähre „Linz – Remagen“ sei „das neueste, modernste, stärkste und größte seiner Art auf dem Rhein“, hieß es bei der Indienststellung. Es ist knapp 17 Meter breit und 36, mit Klappen sogar 56 Meter lang. Für die Fahrspuren steht eine Breite von rund elf Metern zur Verfügung. Auf dem Fahrzeug – Baukosten: vier Millionen Mark – finden bis zu 600 Fahrgäste oder 30 Pkw und Fahrzeuge bis 45 Tonnen Gesamtgewicht Platz; 150 Tonnen Gesamtlast kann das 275 Tonnen schwere Schiff tragen. Die Treibstoff-Tanks des Schiffs fassen 22.000 Liter. Für den Antrieb sorgen vier Motoren mit jeweils 242 PS, die 700 Liter Diesel-Treibstoff täglich verbrennen. Dank seiner Schottel-Pumpjets ist das Wasserfahrzeug nicht nur gegen Eisschollen und Treibholz verhältnismäßig unempfindlich, sondern auch extrem manövrierfähig.

In der ersten Jahreshälfte 2014 soll die 61 Meter lange, 17 Meter breite und zwölf Meter hohe neue "St. Johannes" in Betrieb gehen und die 1987 gebaute und inzwischen in die Jahre gekommene alte Fähre "St. Johannes" ablösen. Die Vorschriften für den Dieselantrieb sind anspruchsvoll geworden, und ein Umrüsten der alten Fähre würde sich nicht lohnen würde. Das alte Fährschiff soll verkauft werden. Die neue Fähre wird von der Firma Stahlbau Müller aus Spessart auf dem Gelände der Schiffswerft Oberwinter gebaut. Während die alte "St. Johannes" Platz für 30 Pkw bot, haben auf der 3,5 Millionen Euro teuren neuen Fähre 40 Pkw Platz. Auch die neue Fähre hat vier Schottel-Pumpjet-Antriebe auf Dieselbasis. Das Steuerhaus der neuen Fähre ist mit zwölf Metern um eine ganze Etage höher als bei ihrer Vorgängerin. So hat der Steuermann auch dann freie Sicht, wenn Lkw auf der Fähre mitfahren. Drei Mitarbeiter sind zum Betrieb der Fähre nötig. Ihr Tiefgang beträgt 95 Zentimetern - rund 25 Zentimeter weniger als der Tiefgang ihrer Vorgängerin. Das ist bei Niedrigwasser wichtig. Die beiden Aufleger der Fähre sind so konstruiert, dass dort - im Unterschied zu den bisherigen Fähren - auch während der Fahrt Autos abgestellt werden dürfen. Dadurch wird die Transportkapazität auf 40 Pkw erhöht. Die Nutzungszeit der neuen Fähre wird mit 40 Jahren kalkuliert.[2]

Das neue Fährschiff wird auf der Werft in Oberwinter gebaut.
Das Fährschiff kurz nach seiner Indienstellung

Autoschnellfähre "St. Johannes"

Mit Inbetriebnahme der neuen Fähre „Linz – Remagen“ trat die 275 Tonnen schwere "St. Johannes" im Juli 1997 ins zweite Glied zurück. Von dan an musste das 1987 in Germersheim gebaute 2,7 Millionen Mark teure Wasserfahrzeug nur noch als Ersatzschiff und zur Verstärkung an den Wochenenden von Karfreitag bis in den Herbst hinein Dienst tun. Über Winter und unter der Woche lag es in Kripp an einer Rampe. Vier 200-PS-Motoren trieben vier Schottel-Ruderpropeller an. Im April 2015 wurde die "St. Johannes" bei der Rheinfähre Linz-Kripp GmbH ausgemustert. Am 29. April 2015 fuhr sie den Rhein hinab nach Rotterdam. Von dort aus ging es auf einem Ponton in den Nord-Ostsee-Kanal nach Brunsbüttel. An der Elbe-Mündung in die Nordsee wird sie von der "Arbeitsgemeinschaft Schleusenkammer" als Baustellenfahrzeug eingesetzt: Sie transportiert Lastwagen, Kräne und Material für den Bau der neuen Schleusenkammer am Nord-Ostsee-Kanal.[3]

Personenfähre „Nixe“ Remagen – Erpel

Motorboot

Ging 1998 als Nachfolger der „Apollinaris“ in Betrieb. Zweck: Die Mitarbeiter aus Kripp oder Linz morgens und abends zur Fähre zu bringen. Baukosten: 150 000 Mark

Videos

Siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Hildegard Ginzler: Sinziger Förderverein für Denkmalpflege – Förderverein beschäftigt sich mit Historie von Remagen-Kripp, general-anzeiger-bonn.de vom 29. März 2018
  2. Quelle: Jochen Tarrach: Mit umweltfreundlichen Motoren versehen - Günter Müller aus Spessart baut neues Schiff für die Überfahrt Linz-Kripp am Rhein, in: Rhein-Zeitung vom 4. Februar 2014
  3. Quellen: Kripper Fähre wurde nach Norddeutschland verkauft - Letzte Fahrt der "Sankt Johannes", general-anzeiger-bonn.de vom 30. April 2015, und Alte Rheinfähre "St. Johannes" verabschiedet, rhein-zeitung.de vom 30. April 2015