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Sinziger Turmbläser

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Die Sinziger Turmbläser geben Jahr für Jahr am Abend des zweiten Weihnachtstages ein Konzert in der katholischen Pfarrkirche „St. Peter“ Sinzig.


Kontakt

E-Mail mail@sinziger-turmblaeser.de

Leitung

Stephan Pauly

Gründung und Entwicklung

Im Jahr 1964, Edmund Schäfer war damals Pastor in Sinzig, wurden auf eine Initiative von Peter Bares hin Turmbläser ins Leben gerufen. Außer Alter Musik spielte dieses Ensemble Kompositionen von Peter Bares, der 1960 Organist und Kantor an der katholischen Pfarrkirche "St. Peter" Sinzig geworden war.

Junge Blechbläser aus Sinzig und Westum, die in der von William Gordon geleiteten Big Band des Rhein-Gymnasiums Sinzig musizierten, erweckten die zwischenzeitlich eingeschlafenen Aktivitäten der Ur-Turmbläser im Jahr 1977 wieder. Die Jugendlichen wollten damals eine Art von Musik machen, die für Big Band kaum geeignet ist: Alte Musik nämlich. „In den ersten Jahren haben wir uns darauf beschränkt, an Heiligabend den Glockenturm zu besteigen und aus der Höhe einige Choräle zu spielen", so Stephan Pauly, "später haben wir dann auch vom Chorraum aus die Kirchenbesucher auf die Christmette eingestimmt.“[1]

1981 drohte die Gruppe auseinander zu fallen - bis Stephan Pauly die Leitung übernahm. Pauly ist heute der einzige, der seit der Wiederbelebung dabei ist. Bis ins Jahr 1987 gab es viele personelle Wechsel, dann aber gewann Konstanz die Oberhand bei den Turmbläsern.

Seit ihrer Gründung intonierten die jungen Musiker am 24. Dezember vom St.-Peter-Turm oder vom Turm des Sinziger Schlosses herab weithin hörbar weihnachtliche Choräle und pflegten damit eine im Erzgebirge beheimatete Tradition auch im Rheinland. Daher stammt also der Name des Ensembles. Ende der 90er-Jahre kam in Sinzig jedoch das Ende für das Turmblasen. Aus Sicherheitsgründen war die Turmbesteitung untersagt worden.

Aber am zweiten Weihnachtstag des Jahres 1987 hatten die Turmbläser bereits erstmals auch zu einem Weihnachtskonzert eingeladen. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Turmbläser berichtete der General-Anzeiger am 21. Dezember 2012:

Es war der mittlerweile verstorbene Pfarrer Heribert Kraus, der nach dem Erfolg des ersten Konzerts die damals noch sehr jungen Musiker dazu ermunterte, „auch zum kommenden Weihnachtsfest 1988 die Gemeinde erneut mit festlicher Musik zu erfreuen“. Diesem Wunsch kamen die Musiker gerne nach, und in den folgenden Jahren entwickelte sich aus dem Turmblasen am Heiligen Abend dann eine Konzertreihe. Pauly erinnert sich auch 25 Jahre danach gerne an das Ende des ersten Konzerts: „Am Schluss pflückte Pfarrer Kraus aus reiner Begeisterung unter dem Beifall der rund 300 Zuhörer sämtliche Blumen aus allen in der Kirche befindlichen Vasen, um sie gerührt an die Mitwirkenden zu verteilen.“

Auf den Programmzetteln der vergangenen Jahre standen vor allem Liedsätze zu Advent und Weihnacht vom ausgehenden Mittelalter über die Renaissance bis hin zum Barock, aber auch weltliche Musikstücke der großen barocken Komponisten sowie Choräle und Tänze verschiedener Epochen. Zeitgenössische Kompositionen bis hin zu Jazz wurden ebenfalls nicht verschmäht. „Im Laufe der Jahre haben wir immer wieder musikalische Schwerpunkte in den Konzerten gesetzt. Sowohl Geburts- und Todesjahre großer Komponisten wurden dabei berücksichtigt wie auch epochale oder regionale Besonderheiten.“[2] Das Ensemble gibt aber nicht nur zur Weihnachtszeit Konzerte, sondern auch über das Jahr verteilt.

Ein- bis zweimal wöchentlich probt das Ensemble aus Schülern, Studenten und Berufseinsteigern in St. Peter oder bei einem der Mitglieder daheim.

Die Besetzung im Dezember 2010: Stephan Pauly, Lars Heller, Stefan Alfter und Achim Kistenich (alle Trompete), die Posaunisten Anka Schmanke und Hubertus Raabe sowie Martin Stender (Horn) und Dominik Misterek (Tuba).

Mediografie

Weblink

http://www.sinziger-turmblaeser.de

Fußnoten

  1. Quelle: Turmbläser geben Weihnachten den Ton an, Rhein-Zeitung vom 24. Dezember 2010
  2. Quelle: Turmbläser geben Weihnachten den Ton an, Rhein-Zeitung vom 24. Dezember 2010