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Katholische Pfarrkirche „St. Peter“ Sinzig

Aus AW-Wiki
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Die etwa um 1225 bis 1241 erbaute Katholische Pfarrkirche "St. Peter" am Kirchplatz von Sinzig, eine dreischiffige Pfeileremporenbasilika, zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten der Spätromanik im Rheinland und ist für Fachleute ein Hauptwerk der späteren Stauferzeit am Rhein. St. Helena soll die Kirche erbaut haben.[1]


Das Herz von Sinzig: Der Kirchplatz mit der Pfarrkirche „St. Peter“, dem Rathaus (vorne) und dem Luna-Park (unterer Bildrand).
Es grünt und blüht der Mai.
St Peter Sinzig 11.jpg
Die katholische Pfarrkirche "St. Peter" Sinzig vom Kirchplatz Sinzig aus fotografiert.
Pfarrkirche Sinzig 11.jpg
Lithografie aus dem Jahr 1843.
Pfarrkirche Sinzig 12.jpg
Pfarrkirche Sinzig 4.jpg
Die Mumie des Vogts von Sinzig wird in der Pfarrkirche aufbewahrt.
Die katholische Pfarrkirche "St. Peter" Sinzig vom Gebäude des Amtsgerichts Sinzig an der Barbarossastraße aus fotografiert.
Aquarell aus dem Jahr 1856.
Stahlstich aus Ansichten vom Rhein, William Tombleson, um 1840.

Standort

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Geschichte und Architektur

In "Sentiacum", einem wichtigen Ort an der Straße von Frankfurt nach Aachen, dem Krönungsort der deutschen Könige, gab es bereits im 9. Jahrhundert eine Kapelle, die dem heiligen Petrus geweiht war.

St. Peter ist ein spätromanischer Prachtbau, der für damalige Sinziger Verhältnisse eigentlich überdimensioniert war. Aber der Kaiser gab das Geld für den Bau, der wohl um 1225 begann. 16 Jahre später, am 15. August 1241 (Mariä Himmelfahrt) wurde die Kirche geweiht – seitdem wird in Sinzig immer am Wochenende nach diesem Feiertag Kirmes gefeiert.

Die Walcker-Orgel

Sie wurde 1972 gebaut, verfügt aber über ein Gehäuse von 1880. 49 Register stehen bereit. Von Peter Bares konzipiert.

Das Geläut

Im Glockentrum der Pfarrkirche St. Peter hängen Glocken mit einem Gesamtgewicht von sieben Tonnen. Das Geläut gilt als kulturgeschichtlich bedeutend; denn es ist das älteste zusammenhängende Geläut im Bistum Trier und eines der ältesten Geläute Deutschlands. Fünf Glocken hängen im großen Vierungsturm direkt über dem Altar. Die Uhrglocke aus de Jahr 1661 mit der Inschrift „Johannes Baptista heischen ich“ hängt separat im kleinen Türmchen an der Frontseite zum Kirchplatz hin. Die vier ältesten Glocken im Hauptturm stellen das komplette historische Vollgeläut dar, wie es seit 1462 über der Stadt erklingt. Den Dreißigjährigen Krieg, die Napoleonischen Feldzüge und die beiden Weltkriege haben sie weitgehend unbeschadet überstanden. Erst 1981 kam eine weitere Glocke hinzu, die Petrus-Glocke:[2]

  1. Die älteste Glocke des Geläuts ist unbeschriftet ("sine nomine", also namenlos). Diese kleine Glocke mit einem zweigestrichenen e als Schlagton stammt wahrscheinlich aus der Erbauungszeit der Kirche und wurde wohl im Jahr 1260, gegen Ende der staufischen Herrschaft, gegossen. Kleine Glocken wie diese wurden geläutet, wenn Kindern gestorben waren, aber auch bei Hinrichtungen.
  2. Die älteste datierte und läutbare Glocke ist eine Marienglocke aus dem Jahr 1299. Sie wiegt 1200 Kilo und ist 1,48 Meter hoch.
  3. Mit dem „Englischen Gruß“ „Ave Maria gracia plena“ ist die 1451 gegossene Angelus-Glocke beschriftet. Zu dieser Zeit gehörte ein Teil von Sinzig zum Erzbistum Trier und ein Teil zum Erzbistum Köln.
  4. Eine seltene Kombination von Heiligen stand bei der am 14. Juli 1462 gegossenen Jesus-Maria-Petrus-Glocke Pate. Die Grube, in der diese Glocke gegossen wurde, befindet sich vermutlich unter dem Kirchplatz, weil Glocken damals fast ausnahmslos vor Ort gegossen wurden.
  5. Sinziger Bürger stifteten die 1,9 Tonnen wiegende St.-Petrus-Glocke, die im Jahr 1981 gegossen wurde. Die Stifter ließen damals die Namen ihrer Kinder in die Glocke gravieren.
  6. Die Inschrift der separat vom fünfteiligen Glockenensemble hängenden Uhrglocke von 1661 beginnt mit „Johannes Baptista heischen ich“ und nennt als Gießer unter anderem den einer berühmten Glockengießerfamilie entstammenden Joan Nelmann.

Als die Pfarrgemeinde im Jahr 2013 ein Glockenfest feierte, wurden die Glocken per Kamera aus dem Turm übertragen und per Beamer unten an eine weiße Wand geworfen.

Heiligen-Standbilder

Weitere Bilder

Siehe auch

Videos

Mediografie

Weblink

Wikipedia: St. Peter (Sinzig)

Fußnoten

  1. Quelle: Klaus Flink: Quellen und Bemerkungen zur Geschichte der Stadt Sinzig, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1978
  2. Quellen: Hildegard Ginzler: Glockenfest in Sinzig - Pfarrgemeinde ehrte ihren Patron St. Peter, general-anzeiger-bonn.de vom 30. Juni 2013, und Jochen Tarrach: Die schwingenden Kolosse der Barbarossastadt – Sechs Glocken machen das Geläut von St. Peter kulturgeschichtlich bedeutsam, in: Rhein-Zeitung vom 24. Dezember 2016