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RheinAhrCampus Remagen

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Der RheinAhrCampus Remagen wurde im Jahr 1998 im Rahmen der Bonn-Berlin-Ausgleichsvereinbarung als dritter Standort der Fachhochschule Koblenz in Remagen gegründet. Der Hochschulstandort besteht aus zwei Fachbereichen und hat 2700 Studierende (Stand: März 2012).


UN-Sonderberater Willi Lemke bei einem Vortrag zu den Millenniumszielen der UN im AudiMax des Campus.
Die Südfassade
Begrüßung neuer Studenten.
Atriumhof
Absolventenfeier des RheinAhrCampus Remagen Ende September 2009 im Barocksaal des Kurhauses Bad Neuenahr.
Links die Rotunde mit dem Medienzentrum der FH.
Medienzentrum
Atriumhof

Inhaltsverzeichnis

Anschrift und Lage

Südallee 2

53425 Remagen

Der Campus liegt einige hundert Meter westlich des Rheins und etwa zwei Kilometer unterhalb der Mündung der Ahr in den Rhein. In unmittelbarer Nähe des Campus befinden sich das Tennis-Center Remagen, das Stadion "Goldene Meile" Remagen, das Freizeitbad Remagen und die Rheinhalle Remagen.

Zum Campus gehören das Studentenwohnheim des RheinAhrCampus Remagen, die Kindertagesstätte des RheinAhrCampus Remagen, eine Beach-Volleyball-Anlage sowie eine Recreation-Area im Außenbereich.

Kontakt

Telefon 02642/932-0

Fachbereiche

Betriebs- und Sozialwirtschaft

Der Fachbereich Betriebs- und Sozialwirtschaft bietet folgende Bachelor of Arts-Studiengänge an:

  • Betriebswirtschaftslehre: Logistik und E-Business (B.A.),
  • Betriebswirtschaftslehre: Gesundheits- und Sozialwirtschaft (B.A.) sowie
  • Sportmanagement (B.A.).

Außerdem bietet der Fachbereich einen Vollzeit-Masterstudiengang an:

  • Betriebswirtschaftslehre mit den frei kombinierbaren Vertiefungsrichtungen Logistik und E-Business, Gesundheits- und Sozialwirtschaft, Sportmanagement (M.A.)

Seit 2003 wird zudem ein berufsbegleitendes MBA-Fernstudienprogramm mit neun wählbaren Schwerpunkten angeboten.

Mathematik und Technik

Der Fachbereich Mathematik und Technik bietet die Bachelor of Science-Studiengänge

  • Biomathematik,
  • Optik und Lasertechnik,
  • Medizintechnik
  • Sportmedizinische Technik und
  • Wirtschaftsmathematik

sowie die Master of Science-Studiengänge an:

  • Applied Physics und
  • Mathematics in Finance and Life Science

Letztere werden sowohl als Teil- als auch als Vollzeitstudium angeboten.

Fernstudium

Seit 2003 bietet die FH Koblenz am RheinAhrCampus ein Master of Business Administration-Fernstudienprogramm mit den folgenden Schwerpunkten an:

  • Marketing,
  • Produktionsmanagement,
  • Logistikmanagement,
  • Sanierungs- und Insolvenzmanagement,
  • Gesundheits- und Sozialwirtschaft,
  • Freizeit- und Tourismuswirtschaft,
  • Unternehmensführung/Finanzmanagent,
  • Leadership,
  • Sportmanagement.

Mit Wirkung vom 24. April 2009 wurde der MBA-Studiengang von der AQAS bis 2014 nach neuesten, international anerkannten Qualitätsstandards akkreditiert.

Preise und Auszeichnungen

1998: Auszeichnung als besonders innovativer Studiengang (Studienfach: Sportmanagement) auf dem Tag der Innovation

2000: Sieger im Innovationswettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

2005: Grundzertifikat als Familiengerechte Hochschule (Re-Audit im Jahr 2008)

2006:

  • Edublog-Award für "best audio and/or visual podcast"
  • Innovationspreis Rheinland-Pfalz

2007: Preis für Hochschulkommunikation

2009:

  • Innovationspreis des Landes Rheinland-Pfalz in der Kategorie "Erfolgreichste Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft" (Prof. Dr. Peter Kohns)
  • Akademie-Preis des Landes Rheinland-Pfalz für vorbildhaften Leistungen in Lehre und Forschung (Prof. Dr. Thomas Wilhein)

2010:

bekannte Lehrkräfte

  • Birgit Baum
  • Gerd Bosbach (* 1953), Professor für Statistik und Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung * Udo Gottfried (* 1952), Dozent für Künstlerisches Gestalten am Institut für Künstlerische Keramik und Glas am Standort Höhr-Grenzhausen
  • Rüdiger Heinrich Jung (* 1950), Hochschullehrer für Betriebswirtschaftslehre
  • Stefan Sell (* 1964), Professor für Volkswirtschaftslehre, Sozialpolitik und Sozialwissenschaften, Direktor des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik der FH Koblenz (ibus)
  • Renée Reichenbach (* 1956), Künstlerin und Keramikerin, Gastprofessur (1995) am Institut für Künstlerische Keramik am Standort Höhr-Grenzhausen
  • Armin Schneider (* 1962), Professor für Empirische Sozialforschung, Sozialmanagement und Wissenschaft der Sozialen Arbeit

Gründung und Entwicklung

Vorgeschichte

Die Fachhochschule nach Remagen zu holen, sei „echte Kärrnerarbeit“ gewesen, zitierte die Rhein-Zeitung den damaligen Bürgermeister Lorenz Denn. Remagen sei „erst in letzter Sekunde auf den Bewerberzug für den Standort der Bonn-Berlin-Ausgleichsvereinbarung aufgesprungen.“ Weiter sagte Denn der RZ: „Bei einem Neujahrsempfang im Januar 1994 mit dem damaligen Bildungsminister Jürgen Zöllner konnte man den Eindruck gewinnen, dass eine Entscheidung für Bad Neuenahr-Ahrweiler schon feststeht.“ In einem Zehn-Punkte-Programm im Rahmen der Bürgermeisterwahl in Remagen habe er dann 1994 erstmals Remagen als Standort ernsthaft vorgeschlagen. Der Stadtrat Remagen sei einem entsprechenden Antrag gefolgt. Vorher habe es keine ordentliche Bewerbung gegeben. Viele hätten damals den Eindruck gehabt, dass man an der Verwaltungsspitze wohl befürchtete, mit einer Bewerbung für die Hochschule den Bau des Arp-Museums zu gefährden, das ebenfalls zu den Projekten der Bonn-Berlin-Ausgleichsvereinbarung zählte. Noch vor seinem offiziellen Amtsantritt als Bürgermeister im August 1994 habe „eine überwiegend politisch besetzte Arbeitsgruppe das Unternehmen Fachhochschule mit Vollgas in Angriff genommen.“ Denn weiter: „Gemeinsam mit der Uni Bonn haben wir in dieser Gruppe eine professionelle Bewerbung auf die Beine gestellt. Im Dezember 1994 fiel dann die Entscheidung für einen FH-Standort am Rhein, im Mai 1995 bekam Remagen den Vorzug vor Sinzig“, so Denn.[1]

Startschwierigkeiten

Beim Bau des 80 Millionen Mark-Projektes gab es mehrere Pannen, die in der Lokalpresse für Schlagzeilen sorgten. Grund: Die Fassaden- und die Trockenbaufirma hatten Konkurs angemeldet; bei den zentralen Gewerken kam es deshalb zu erheblichen Verzögerungen. "Semesterbeginn auf dem RheinAhrCampus stand im Zeichen des Baggers", überschrieb die Rhein-Zeitung deshalb in ihrer am 2. Oktober 1998 ihren Bericht von der Eröffnungsfeier am Vortag. Die Eröffnung wurde nicht im Neubau, sondern draußen in einem Festzelt gefeiert, und "die Studenten erschienen mit Bauhelmen statt mit Büchern“, berichtete die Rhein-Zeitung in ihrem Jahresrückblick vom 31. Dezember 1998.

Der damalige Finanzminister Gernot Mittler erklärte bei einem Krisenbesuch kurz vor Weihnachten 1998, es habe sich auch gezeigt, "dass die Ausschreibung von Einzelgewerken, um damit auch dem Mittelstand beim Bau eine Chance zu geben, erhebliche Nachteile berge", berichtete die Rhein-Zeitung in ihrer Heiligabend-Ausgabe 1998. Prof. Dr. Rüdiger Heinrich Jung, Vorsitzender des FH-Aufbauausschusses, machte bei der Eröffnungsfeier klar, dass man sich nach drei Jahren Vorbereitung den Start für den RheinAhrCampus anders vorgestellt hat.

Von "Konkurs-Chaos und 'Christo-Fassade'" berichtete die RZ auch noch am 16. November 1998 und von Wasserschäden wegen fehlender Fassadenteile und falsch eingebauter Fenster. Als Sorgenkind erwies sich insbesondere die Fassade: „In halb Europa werden die notwendigen Materialien zusammengekauft, um die Außenwände aus Glas und Stahl von ihrem Verpackungsdasein zu erlösen“, hieß es in der RZ weiter. Die 116 Studenten des ersten Semesters der Studiengänge Physikalische Technik, Gesundheits- und Sozialwirtschaft sowie Sportmanagement konnten zu Anfang weder die Bibliothek noch das Rechenzentrum nutzen. Bei Seminarräumen und Hörsälen haperte es ebenfalls.

Der damalige CDU-Landeschef und Fraktionssprecher im Landtag Christoph Böhr hatte die Baustelle wenige Tage vor Mittler besucht - zusammen mit den Landtagsabgeordneten Walter Wirz und Guido Ernst (beide CDU). "Alles verflüchtigt sich in Ausflüchten", kritisierte Böhr damals, "nach den Katastrophen in den vergangenen Monaten habe ich nicht das Gefühl, dass sich hier bald etwas ändert."[2]

Einige Studenten, die sich in Remagen einschreiben wollten, zogen aus dem Bild, das sich ihnen bot, Konsequenzen: "Sie wechselten nach Koblenz, wo sie sich für einen anderen Studiengang entschieden."[3]

Mediografie

siehe auch

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Uli Adams: Denn: Fachhochschule brachte Aufschwung - Kommunalpolitik Ehemaliger Bürgermeister zieht Bilanz des Bonn/Berlin-Ausgleichs, in: Rhein-Zeitung vom 3. September 2011
  2. Quelle: Böhr zur FH: "Alles verflüchtigt sich in Ausflüchten" - Dienstreise führte den CDU-Landeschef gestern zur Großbaustelle nach Remagen - Kritische Worte auch von den Studenten, in: Rhein-Zeitung vom 9. Dezember 1998
  3. Quelle: Rhein-Zeitung vom 30. September 1998
 
 
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