FacebookLogo.png   TwitterLogo.png   Wordpress-logo-notext-rgb.png

Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz

Aus AW-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die ca. 1956 gegründete Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Ahrweiler ist die Ausbildungsstätte des in Bonn beheimateten Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) für Führungskräfte des deutschen und in zunehmendem Maße auch des internationalen Zivilschutzes. Die Einrichtung hat – Stand: Januar 2011 – 90 Beschäftigte und rund 10.000 Lehrgangsteilnehmer in 450 bis 480 Veranstaltungen jährlich. Ausbildungsziel ist nicht der direkte Einsatz am Katastrophenort, sondern die Leitung größerer Einsätze durch Leitungsstäbe. Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr und kommunalen Verwaltungen gehören zur Klientel.[1]


Fahrzeughallen
Seminarraum
Die Mensa - außen
Die Mensa - innen
Lehrgangsteilnehmer auf der Trümmerstraße
AKNZ 17.jpg
AKNZ 18.jpg
AKNZ 05.jpg
AKNZ 06.jpg
AKNZ 07.jpg
AKNZ 11.jpg
Der damalige Bundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker besuchte am 8. Oktober 1989 DDR-Übersiedler in der Katastrophenschutzschule, die kurzfristig als Notaufnahmelager hergerichtet worden war.

Anschrift und Lage

Ramersbacher Straße 95

53477 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Ahrweiler)

Die Karte wird geladen …

Leitung

Sonstiges

Übergeordnete Dienststelle ist die Zentralstelle für Zivilschutz des Bundesverwaltungsamtes. Seit 1953 ist die AKNZ im Ahrtal angesiedelt. Zunächst in Marienthal, ab 1965 in einem Barackenlager auf dem Gelände der Alten Ziegelei. 1973 zog die Akademie an den jetzigen Standort "Auf Godeneltern" um. Die 90 Arbeitsplätze bietende Ausbildungsstätte wird jährlich von etwa 10.000 Seminarteilnehmern besucht.

Im November begannen Arbeiten zu einer 17 Millionen Euro teuren Modernisierung der Einrichtung. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Konjunkturprogramms II sowie aus dem Fördermittelprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für die energetische Sanierung von Bundesbauten. Das gesamte Baumaßnahmenpaket ist in die drei Teilbaumaßnahmen Gebäudesanierung (rund 3,7 Millionen Euro), Sanierung der Außenanlagen (rund 6,7 Millionen Euro) sowie den Neubau eines Wirtschafts- und Konferenzgebäudes (rund 6,5 Millionen Euro) aufgeteilt.

Gründung und Entwicklung

Im November 2009 begannen die Arbeiten zur Modernisierung der Einrichtung. Rund 17 Millionen Euro lässt es sich der Bund in den nächsten Jahren kosten, die Akademie ... zu einer modernen, internationalen Plattform für den Informationsaustausch im Katastrophenschutz und zum Ausbildungszentrum für Krisenstäbe auszubauen.[2] Das Maßnahmenpaket besteht aus drei Bauabschnitten:

  1. Gebäudesanierung (3,7 Millionen Euro),
  2. Sanierung der Außenanlagen (6,7 Millionen Euro) sowie
  3. Neubau eines Wirtschafts- und Konferenzgebäudes (6,5 Millionen Euro).

Eigentlich sollte im Januar 2012 mit dem Neubau des Kantinen- und Konferenzgebäudes begonnen werden. Daraus wurde jedoch nichts. "Und es wird auch in diesem Jahr nichts", wie der General-Anzeiger (GA) am 19. Januar 2013 berichtete. Ursula Fuchs vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn, zu dem die AKNZ gehört, rechne mit dem Baubeginn erst im Frühjahr 2014. Das BBK arbeite unvermindert an den Plänen für den Neubau des Versorgungsgebäudes. Pläne lägen beim Architektenbüro schulz & schulz aus Leipzig, das zwei Jahren zuvor den Architektenwettbewerb für das damals mit sieben Millionen Euro veranschlagt Projekt gewann. "Behördenintern kursiert mittlerweile die Summe von zwölf Millionen Euro, was aber nicht bestätigt wird", hieß es im GA.[3]

Der geplante Neubau von Wirtschafts- und Konferenzgebäude habe "zwar längst nicht den Umfang des Flughafens in Berlin oder der Elbphilharmonie in Hamburg, aber trotzdem sind Parallelen unübersehbar", schrieb Jochen Tarrach am 28. Januar 2013 in der Rhein-Zeitung (RZ), "der Bau verteuert sich nicht nur erheblich, er verzögert sich auch." Der letzte Abschnitt der im Jahr 2009 begonnenen Sanierung werde Jahre später fertig als vorgesehen. "Und das, obwohl einst mit großem Bahnhof und prominenten Gästen der ursprünglich mit 17 Millionen Euro geplante Gesamtausbau begonnen wurde." Die Aufnahme des Konferenzbetriebes und die Inbetriebnahme von Küche und Kantine sei für 2012 geplant worden; aber im Januar 2013 hätten noch nicht einmal die Bauarbeiten begonnen. Tarrach schreibt weiter:

Dann hieß es, der Baubeginn wird sich bis mindestens 2013 verzögern, und nun erklärt die Pressestelle des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), vorgesetzter Dienststelle des AKNZ, dass mit einem Baubeginn nicht vor 2014 zu rechnen sei. Das bedeutet: Inbetriebnahme nicht vor 2015, eher noch 2016.[4]

Mit der veranschlagten Bausumme von sieben Millionen Euro gebe es ebenfalls Probleme. „Eine Teuerung gegenüber der ursprünglichen Kalkulation wird nicht zu vermeiden sein. Sie kann aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht seriös beziffert werden“, erklärte Ursula Fuchs von der BBK-Pressestelle der RZ. Dieser Umstand sei "insbesondere veränderten technischen Anforderungen geschuldet und im Sinne eines nachhaltigen Bauens für die Erfüllung der Bauaufgabe im funktionalen Sinne zwingend erforderlich und auch angemessen." erklärt sie beschwichtigend. Ursache des Dilemmas seien "nicht brauchbare Baupläne", heißt es in der RZ:

Im Rahmen eines Architekturwettbewerbes hatte auch ein Architekturbüro aus Leipzig einen Entwurf abgegeben. Die Architekten bekamen von der auswertenden Jury dafür den ersten Preis zugesprochen. Das entworfene Gebäude sah zwar schön und ansehnlich aus, nur brauchbar war es für die geforderten Zwecke nicht. Nach Aussage des BBK stellten sich erst bei der Feinplanung erhebliche Änderungsnotwendigkeiten heraus, die nicht nur neue Planungen, sondern auch einen erheblich höheren Kostenaufwand notwendig machen. Das Architekturbüro hat nun seine preisgekrönten Entwürfe zur Planüberarbeitung zurückbekommen.

Mitte 2013 sollen die neuen Pläne vorliegen.

Am 27. Oktober 2017 werde das neue Service- und Konferenzgebäude zur Nutzung übergeben, berichtete die Rhein-Zeitung am 3. Mai 2017 sein. Das Datum für die Fertigstellung sei mehrfach verschoben worden, , weil das 8,82 Millionen Euro teure Gebäude umgeplant werden musste. Probleme hatte es aber schon beim vorgeschalteten Architektenwettbewerb gegeben: Der Siegerentwurf war nämlich nicht in jeder Hinsicht auf die Anforderungen. Doch beim Richtfest im Jahr 2015 gingen die Verantwortlichen noch davon aus, dass das neue Gebäude im Jahr 2016 in Betrieb gehen kann. Bauherr war das dem rheinland-pfälzischen Finanzministerium unterstehende Amt für Bundesbau (ABB) in Mainz. Der 62,5 Meter lange, zwölf Meter hohe und 18 Meter breite Neubau soll nicht nur das alte Kantinengebäude ersetzen. Außer Küche und Speisesaal solle es Räume für größere internationale Konferenzen mit bis zu 150 Teilnehmern bieten. Nach dem Abriss des alten Kantinengebäudes soll das Gelände neu gestaltet werden.[5]

Trümmerstraße

Weitere Bilder

Siehe auch

Portal "Katastrophenschutz"

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quellen: Rhein-Zeitung vom 27. Januar 2011 und vom 3. Mai 2017
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 27. Januar 2011
  3. Quelle: Günther Schmitt: Ahrweiler Akademie: Spatenstich verschiebt sich auf 2014, general-anzeiger-bonn.de vom 19. Januar 2013
  4. Quelle: Jochen Tarrach: AKNZ-Zentrum lässt auf sich warten - Parallelen zum Flughafen Berlin: Das neue Konferenzzentrum wird teurer und Jahre später fertig als ursprünglich geplant, in: Rhein-Zeitung vom 28. Januar 2013
  5. Quelle: Siehe auch: Marion Monreal: Akademie in Ahrweiler: Einweihung mit vier Jahren Verspätung, general-anzeiger-bonn.de vom 4. Mai 2017